Echte Geschichte gibt es quasi „umme Ecke“, zwar nicht im Bild, aber in unmittelbarer Nähe: die letzte Kleinzeche des Ruhrgebietes nämlich, die Kleinzeche Egbert bei Witten-Herbede. Die meisten Einheimischen können mit dieser Bezeichnung (noch) etwas anfangen. Aber trotzdem: Was, bitte, ist das – eine Kleinzeche? Auch nach der Schließung großer Zechen gab es häufig parallel im gleichen Revier weiterhin Kleinzechen, im Übrigen häufig aus der Not heraus nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden. Sie ermöglichten die Erschließung kleiner (also eher „unrentabler“) Lagerstätten. Aufgrund der bescheidenen Ausbeute erhielten solche Kleinzechen oftmals spöttische Spitznamen wie „Zeche Eimerweise“. Die in den Tagesanlagen vollständig erhaltene Kleinzeche Egbert wurde als Beispiel für diese Tradition akribisch restauriert und in den historischen Bergbauwanderweg des Muttentals eingebunden. Von 1962 bis 1976 arbeiteten hier bis zu sechs Männer, die im Durchschnitt zwei Tonnen Kohle täglich förderten.
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