Immobilien Bochum

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Ortsbeschreibung Bochum
1995 ist Bochum eine Stadt der gehobenen Dienstleistungen und damit ein bedeutendes Zentrum von Wissenschaft, Forschung und Technologien. Ein herausragender Wirtschaftsstandort mit einer ausgewogenen Branchenvielfalt.

Doch nicht nur Arbeit hat in Bochum Qualität und Bedeutung: Kultur und Freizeit werden in der Theater- und Musikstadt Bochum groß geschrieben. Mit einem kaum zu überbietenden kulturellen Angebot hat sich Bochum zu der Kulturstadt im Ruhrgebiet, der vielfältigsten und größten Kulturlandschaft der Welt, entwickelt.

So hat das Schauspielhaus Bochum den Bühnenruhm der Stadt begündet. Persönlichkeiten wie Saladin Schmitt, Hans Schalla, Peter Zadek, Claus Peymann, Frank Patrick Staeckel und derzeit Leander Haußmann waren und sind Garanten für die Qualität des Theaters.

Nicht minder bekannt und herausragend, die Bochumer Symphoniker – exklusiv und experimentierfreudig. Hinzugekommen, seit 1988, der Thürmer Saal. Hier wurde eines der größten und bedeutendsten Musikfestivals der Welt begründet: Das Klavierfestival Ruhr. Ebenfalls seit 1988 sorgt das Musical “Starlight Expreß” von Adrew Lloyd Webber für ausverkaufte Vorstellungen. Achtmal in der Woche zieht das “Duell der Lokomotiven” die Besucher in seinen Bann. “Starlight Expreß” ist eine der weltweit erfolgreichsten Musical Produktionen. Nach den Sternen greift auch das Planetarium und zeichnet unter seiner mächtigen Kuppel das Sternenzelt nach. Stars und Sternchen gibt es allerdings auch auf den vielen kleineren Bühnen, nicht minder attraktiv und avandgardistisch, breit gefächert und gut besucht: Prinz-Regent-Theater, Theater Thespis, Kulturhaus Thealozzi, Theater Ecce Homo, Stahlhausen Enterprises, Nausea-Theater, Deutsches Forum für Figurentheater, Theater Unten, Kammerspiele, Zauberkasten, Waldbühne Höntrop, Freilichtbühne Wattenscheid, Probebühne Zeche I, Comödie Bochum und viele andere.

Ergänzt wird das Kulturumfeld durch eine schillernde Rock- und Kleinkunstszene in zahllosen Kneipen, Cafes und Diskotheken. Viele Treffpunkte sind über Bochums Grenzen hinaus bekannt: die “Zeche”, der “Bahnhof Langendreer”, das “Bermuda-Dreieck” und das “tarm-center” mit seiner faszinierenden Laser-Disco.

Aber auch die musealen Angeboten haben breite Ausstrahlung. Herausragend das Deutsche Bergbau-Museum, das weltweit bedeutendste seiner Art und nach dem Deutschen Museum München das meistbesuchte in der Bundesrepublik. Daneben das Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen, das Antikenmuseum der Ruhr-Universität, das Medizinhistorische Museum der Ruhr-Universität, die Museen in der Wasserburg Haus Kemnade und ein ganzes, bewohntes Museum: die Siedlung Dahlhauser Heide, die Teil des Westfälischen Industriemuseums ist.

Bochum ist aber auch eine Stadt, in der Sport- und Freizeiteinrichtungen ausreichend und qualitativ hochwertig vorhanden sind. Bäder wie das Spaßbad “Aquadrom” oder das Freizeitbad Heveney direkt am Kemnader See ergänzen optimal das Angebot städtischer Schwimmbäder.

Auch für Cineasten gibt es ein ausreichendes Angebot: 20 Kinos im Stadtgebiet präsentieren die stets neuesten Streifen. Ganz besonderer Magnet darunter ist das supermoderne UCI-Multiplex Kino im Ruhrpark Shopping Center Bochum – eine Stadt voll prallen Lebens, die nicht zuletzt wegen ihrer Dynamik Akzente setzt.

Lage
Bochum, das Herz des Ruhrgebietes, verfügt über einen hohen Freizeit- und Erholungswert. Die Naherholungsgebiete Münsterland, Sauerland und Bergisches Land sind in weniger als 30 Minuten zu erreichen. Bochum, regionales Oberzentum, ist vor allem aber eine moderne Industrie- und Universitätsstadt mit 25 Autobahnanschlüssen und einem dichten Schienennetz (u.a. Anschluß an die IC-Verbindungen) und einer hervorragenden Anbindung zum Düsseldorfer Flughafen sowie dem Regionalflughafen Dortmund-Wickede.

Geschichte
Inzwischen ist die Stadt Bochum gut 675 Jahre alt – ihre Geschichte ist jedoch sehr viel älter. Der Blick in die Vergangenheit reicht bis zur Jungsteinzeit (4000 bis 1800 v. Chr.). Wie vorgeschichtliche Funde im Bochumer Stadtgebiet belegen, war dieser Raum schon damals Standort für zahlreiche Siedlungsplätze.

Klarer wird der Blick aber, wenn wir uns einmal in der Zeit des beginnenden Mittelalters umsehen. Hier liegen die siedlungsgeschichtlichen Anfänge der Stadt Bochum: Karl der Große ließ am Schnittpunkt zweier Fernstraßen, die die heutige Innenstadt durchkreuzen, einen Reichshof errichten. An diesen Reichshof lehnte sich eine Siedlung, die sich zum Mittelpunkt der umliegenden Bauernschaften entwickelte. Im Jahre 1041 wurde Bochum erstmals in einem Dokument der Kölner Erzbischöfe urkundlich erwähnt.

Eine ganz besondere Bedeutung hat das Jahr 1321 für unsere Stadt. Am 8. Juni dieses Jahres verlieh Graf Engelbert II. von der Mark im Rittersaal der Burg Blankenstein Bochum die Stadtrechte. Gleichzeitig wurde dem Bochumer Schultheissen, dem Ortsvorsteher also, die Straf- und Zivilgerichtsbarkeit übertragen. Nur drei Jahre später, im Jahre 1324, erhielt Bochum das Recht, jährlich drei Pferde- und Krammärkte durchzuführen.

Die Entstehung des Namens “Bochum” bringt uns in gewisse Schwierigkeiten, denn hier bieten sich gleich mehrere Deutungen an. Zwei Versionen setzten sich jedoch immer mehr durch. Die erste besagt, daß der Name aus der Ursprungsform “Bock-Hem” – Heim unter den Buchen – entstanden ist.

Die zweite Version nimmt Bezug auf das Buch im Stadtwappen und führt den Namen auf das Buchmacherhandwerk bzw. die Stätte der Gelehrsamkeit zurück.

Kriege, Seuchen und Stadtbrände hemmen die Entwicklung Bochums. Obwohl Bochum im Besitz eines Reichshofes war, die Stadtrechte erhalten hatte, Märkte durchführen durfte und über ein freies Gericht verfügte, das vor dem Bongardtor seinen Platz hatte, blieb unsere Stadt über Jahrhunderte hinweg nur ein kleines Ackerbürgerstädtchen, dessen Entwicklung nur langsam voranging. Die Ursachen dafür lagen in den politischen Verhältnissen, Seuchen und Stadtbränden. Nicht zuletzt muß hier auch die geographische Lage Bochums als Grund genannt werden, die man kurz mit den Worten umschreiben kann: Bochum saß zwischen zwei Stühlen. Die Grafen von der Mark auf der einen Seite und die Erzbischöfe von Köln auf der anderen, mußte die Stadt zahlreiche Kriege über sich ergehen lassen, die ihre rasche Fortentwicklung hemmten. Auch das Bochumer Maiabendfest ist auf eine solche Fehde mit der Nachbarstadt Dortmund im Jahre 1388 zurückzuführen.

Der Aufschwung der Stadt begann wie in allen Ruhrgebietsstädten mit der Industialisierung, und zwar genauer gesagt, mit der Entdeckung und dem Abbau der Kohle. Schenkt man einer Überlieferung Glauben, so war Bochum der Wegbereiter für diese Entwicklung. Um das Jahr 1700 soll der Hirtenjunge Jörgen auf unserem Stadtgebiet in den Ruhrbergen die ersten Kohlen gefunden und ihren Heizwert erkannt haben.

Mit dem Kleinabbau von Kohle im Süden der Stadt begann der Fortschritt. Im Jahre 1735 wurden bereits 25 “Kohlenflöze” in Bochum gezählt; das erste märkische Bergamt in Bochum nahm im Jahre 1738 seine Tätigkeit auf. Einige Jahre später gelang der entscheidende Durchbruch, dem wir die Entwicklung unserer Stadt und ihren wirtschaftlichen Aufstieg verdanken. Im Jahre 1801 wurde die erste Dampfmaschine im Ruhrkohlenbergbau auf der Zeche Vollmond eingesetzt und ermöglichte die Abteufung eines Tiefbauschachtes. Die ersten Koksöfen wurden 1837 in Betrieb genommen und 1880 wurde die erste Brikettfabrik auf der Zeche Dahlhauser Tiefbau errichtet.

Aufgrund des Kohleabbaus besaß Bochum bald darauf einen weiteren Wirtschaftszweig, der das Vorwärtskommen entscheidend beeinflußt hat: Die Eisen- und Stahlerzeugung und -verarbeitung. Jacob Mayer, der Begründer des Bochumer Vereins, erfand um 1851 den Stahlformguß. Bereits 1867 kann man ein Ergebnis dieser Arbeit auf der Pariser Weltausstellung bewundern, die erste Gußstahlglocke.

Auch das Rathausglockenspiel, das 1929 als erstes Glockenspiel aus Gußstahl im neuen Bochumer Rathaus installiert wurde, stammt selbstverständlich aus der Fabrikation des Bochumer Vereins.

Angezogen durch die Kohle siedelten sich in den nächsten Jahren weitere Großstahlwerke, aber auch Klein- und Mittelbetriebe der Eisenverarbeitung in Bochum an. Die Chemie entdeckte um 1870 ebenfalls die Verwendungsmöglichkeiten der Kohle. Dr. Carlos Otto nutzte erstmals Abfallprodukte zur Weiterverwendung (Benzol, Teer). Aus seinen Verkaufsfirmen gingen die Aral AG und die Ruhr-Stickstoff AG hervor. Gleichzeitig mit dem wirtschaftlichen Aufschwung nahm auch die Einwohnerzahl der Stadt zu. Zechen und Betriebe benötigten zahlreiche Arbeitskräfte, die sich in Bochum niederließen.

Touristik
Betreten erwünscht! Diese Aufforderung wird in Bochum groß geschrieben. Schon deshalb weil auch Freizeit groß geschrieben wird. Denn wie sollte Freizeit in den eigenen Stadtgrenzen Spaß machen, wenn der Mensch nicht auch einmal vom Rad- oder Fußwanderweg abweichen dürfte.

Das wird leicht feststellen, wer sich aufmacht, per Drahtesel oder auf Schusters Rappen, Bochum neu zu entdecken. Er wird am Wege und erst recht seitab davon soviel Spannendes entdecken und Vergessenes wieder entdecken, daß er sich ärgern muß, nicht früher schon einmal in die nähere Umgebung aufgebrochen zu sein.

Die vielen Naherholungsgebiete, die das gesamte Stadtgebiet durchziehen, sind leicht und schnell erreichbar, ihre Verbindungen untereinander machen es möglich, stundenlang geruhsam durch die Natur zu wandern. Und niemand muß alpinistische Technik aufbieten, oder den Atem eines Langläufers haben, um selbst die Probe aufs Exempel zu machen.

Aber nicht nur Wege durch den Wald und die Grünanlagen oder die heilsame Rast im Schatten eines Baumes auf grüner Wiese sollte zu Ausflügen in die eigene Stadt verlocken. Auch neugierige Rundgänge durch alte Wohnviertel und Kolonien können schöne und interessante Eindrücke vermitteln.