Vorrichtung kann nicht als zweiter Rettungsweg gelten

Die Idee war durchaus einfallsreich. Ein für die Verkehrssicherheit einer Immobilie Verantwortlicher bezeichnete das gerade am Objekt angebrachte Baugerüst in Ermangelung anderer Fluchtmöglichkeiten als den gesetzlich vorgeschriebenen zweiten Rettungsweg. Durch zwei Gerichtsinstanzen hindurch wurde geprüft, ob das überhaupt möglich und erlaubt ist. Das Ergebnis lautete: Nein. Die Behauptung eines zweiten Rettungsweges scheiterte daran, dass dieser auch im Brandfall funktionsfähig bleiben müsse. Doch davon könne man nicht sprechen, denn der Weg über das Gerüst führe unmittelbar an Maueröffnungen (vor allem Fenster) vorbei, aus denen Feuer und Rauch austreten und die Rettung erschweren könne.

(Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen, Aktenzeichen 7 B 1104/18)

Gericht wies die Möglichkeit einer fristlosen Kündigung zurück

Manchmal muss der Umzug in ein Pflegeheim aus gesundheitlichen Gründen relativ schnell erfolgen. Doch selbst in solchen Fällen können Mieter ihren Vertrag nicht fristlos kündigen. (Amtsgericht Berlin-Charlottenburg, Aktenzeichen 205 C 172/18)

Das Urteil im Detail

Der Fall: Ein älteres Paar sah sich nicht mehr in der Lage, weiterhin ohne dauerhafte Betreuung in der eigenen Mietwohnung zu bleiben. Kurzfristig nahmen die Betroffenen frei gewordene Plätze in einem Pflegeheim an und kündigten ihren Mietvertrag fristlos sowie ersatzweise fristgemäß. Der Eigentümer akzeptierte die fristlose Kündigung nicht und bestand auf der dreimonatigen ordnungsgemäßen Frist. Den Betrag für die nicht überwiesene Miete zog er von der Kaution ab.

Das Urteil: Dass ein Mieter aufgrund seines Gesundheitszustandes seine Wohnung nicht mehr nutzen könne, rechtfertige noch keine außerordentliche Kündigung, entschied das Amtsgericht Charlottenburg. Krankheit sei ein zum „eigenen Risikobereich zuzuordnender Umstand“, der sich nicht zu Lasten des Vermieters auf eine Kürzung der Fristen auswirken könne. Die Mieter mussten noch drei Monate zahlen. Allerdings gaben ihnen die Richter den Hinweis, dass es ja grundsätzlich die Möglichkeit gebe, einen Nachmieter zu benennen.

Gemeinschaft verkaufte Strom aus Blockheizkraftwerk

Eine Wohnungseigentümergemeinschaft kann beim Betrieb eines Blockheizkraftwerks, mit dem Strom an außenstehende Abnehmer geliefert wird, unternehmerisch tätig sein. So lautet eine höchstrichterliche Entscheidung. (Bundesfinanzgericht, Aktenzeichen IV R 6/16)

Das Urteil im Detail

Der Fall: Hauptzweck des zu einer Wohnanlage gehörenden Heizkraftwerks war es, die eigene Wärmeversorgung sicherzustellen. Doch der überschüssige Strom wurde gegen Bezahlung in das Netz eines Energieversorgers eingespeist. Das Finanzamt war der Meinung, es handle sich deswegen um einen Gewerbebetrieb und erließ gegenüber der WEG einen entsprechenden Bescheid. Die Betroffenen hielten das für rechtswidrig. Allenfalls eine von den Eigentümern gegründete GbR hätte gewerblich tätig sein können, so ihre Argumentation.

Das Urteil: Angesichts der zivilrechtlichen Verselbständigung durch den Stromverkauf könne die Eigentümergemeinschaft als Mitunternehmerschaft betrachtet werden. Die Konsequenz aus der Entscheidung: Die gewerblichen Einkünfte mussten in einem eigenständigen Verfahren gegenüber der WEG festgestellt werden. Die Steuererklärung habe der Hausverwalter abzugeben.

Er fürchtete um die Parkplätze vor seinem Haus

Ein Grundstücksbesitzer kann es der zuständigen Gemeinde nicht verbieten, öffentliche Parkplätze vor seinem Haus mit E-Ladesäulen auszustatten. Für eine solche Maßnahme ist keine Baugenehmigung nötig.

(Bayerischer Verwaltungsgerichtshof, Aktenzeichen 8 CE 18.1071)

Das Urteil im Detail

Der Fall: Es passte einem Anwohner ganz und gar nicht, als er feststellte, dass unmittelbar vor seinem Grundstück zwei Ladesäulen für Elektrofahrzeuge (mit jeweils zwei Anschlüssen) aufgestellt werden sollten. Damit gingen für die Nutzer anderer Fahrzeugarten vier Parkplätze verloren, denn diese speziellen Stellflächen müssen stets für Elektroautos freigehalten werden. Es handle sich außerdem um eine Art „Tankstelle“, die einer besonderen baurechtlichen Genehmigung bedürfe, führte der Kläger aus. Er versuchte, mit einem Eilantrag den bereits laufenden Bau zu stoppen.

Das Urteil: Ladestationen hätten nichts mit herkömmlichen Tankstellen zu tun, befanden die Richter des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofes. Sie glichen in Form und Ausprägung eher Parkscheinautomaten. Eine Kommune dürfe sie grundsätzlich ohne Baugenehmigung aufstellen. Die Juristen wiesen darauf hin, dass es im Sinne aller zum ungehinderten Verkehrsfluss mit Elektromobilen nötig sei, eine ausreichende Zahl von Lademöglichkeiten zu bieten.

Immerzu Stress: Telefonieren beim Autofahren, arbeiten und essen gleichzeitig – und selbst beim Sport oder am Wochenende kommen wir kaum zum Durchatmen.
Höchste Zeit für eine Auszeit – Zeit für Wellness!

Bei einem Alltag voller Stress ist es höchste Zeit, uns in Ruhe wieder selbst zu begegnen – ganz bewusst unsere Batterien wieder aufzuladen: Zeit für Wellness. Denn Wellness steht für „well-being“ und „fitness“. Also sich wohlzufühlen sowie gesund und fit zu bleiben. Dafür müssen wir nicht unbedingt ein Wellnesswochenende buchen. Echte Entspannung ist auch zu Hause sehr gut möglich. Im Kleinen mit einem Schaumbad bei Kerzenschein oder im Großen mit der eigenen Sauna oder im Whirlpool.
Denn: Sie können sich einen Wellnessbereich auch Zuhause einrichten.

Wellness zelebrieren

Zum Abschalten und Ausspannen hilft es, den Wohlfühltag vorzubereiten. Beginnen Sie den Tag mit leichter Kost, um Ihren Körper nicht zu überfrachten. Frisches Obst ist immer eine gute Wahl – ganz gleich ob als Salat mit Joghurt und Honig oder püriert als Smoothie.
Trinken Sie viel Wasser. Das reinigt den Körper von innen und unterstützt den Entspannungsprozess. Besonders gut: Ingwerwasser. Das wärmt den Körper von innen, regt die Fettverbrennung an und stärkt das Immunsystem gegen Erkältungen. Zünden Sie ein paar Kerzen an, geben Sie ein paar Tropfen ätherische Öle in eine Schale und hören Sie entspannende Musik.
So verwandelt sich das Zuhause schnell in einen Wellness-Tempel. Neben gedimmtem Licht und angenehmem Duft gehört vor allem eines dazu: offline und mal unerreichbar zu sein. Schalten Sie Ihr Handy aus und bringen Sie den Laptop außer Reichweite! Vielleicht stellen Sie sogar die Klingel ab?

Wellness-Paradies Heimsauna
Eine sehr beliebte Anschaffung ist die Sauna. Ihr Wert für Wohlbefinden und Gesundheit ist kaum zu überschätzen. Denn regelmäßiges Schwitzen sorgt neben der Entspannung für gute Durchblutung, entschlackt und stärkt – in Abwechslung mit einer kalten Dusche – das Immunsystem.
Die Finnische Sauna mit Temperaturen bis um die 100 Grad bietet der Handel relativ günstig und platzsparend (als Selbstbausatz) an – ab 500 Euro bis 3.000 Euro. Wenn die eigenen vier Wände für eine Sauna nicht in Frage kommen, kann ein Saunahaus auch im Garten aufgestellt werden.

Whirlpool oder Whirlwanne?

Ein Schaumbad bei Kerzenschein reicht Ihnen nicht aus? Sie legen Wert auf regelmäßige Wellness im eigenen Wellnessbereich? Und dieser Luxus darf auch einiges kosten? Dann könnte ein Whirlpool die Lösung sein. Den gibt es für das Badezimmer als Whirlwanne ab 700 Euro. Dabei handelt es sich um eine Badewanne mit Massagedüsen.
Für einen klassischen Outdoor-Whirlpool auf Balkon, (Dach-)Terrasse oder im Garten müssen Sie hingegen noch eine Null anhängen: Die meisten Modelle kosten um die 7.000 Euro.
Aber ob Whirlpool oder -wanne: Die Düsen massieren Ihren Körper, entlasten die Gelenke, lösen Verspannungen, fördern die Durchblutung und kurbeln den Kreislauf an. So lassen Sie in kürzester Zeit den Alltagsstress hinter sich.

Dusche 2.0
Da ohnehin viele Menschen die Dusche zur Entspannung nutzen, bieten findige Hersteller seit einigen Jahren immer mehr Modelle mit besonderem Spa-Faktor an: Dazu gehören Regenduschen im XXL-Format und Armaturen, bei denen sich Wassermenge, Temperatur und Art des Brausestrahls digital einstellen lassen. Oder Farbduschen: Denn farbiges Licht fördert das Wohlempfinden.
Ein anderes besonderes Erlebnis bieten Dampfduschen. Sie verbinden den Wasserdampf mit zahlreichen anderen Funktionen wie Licht, Aroma und sogar Musik. Dabei benötigt eine Dampfdusche ähnlich viel Platz wie eine herkömmliche Dusche. Die Preise variieren erheblich – zwischen 700 und 7.000 Euro. Die hochwertigeren Modelle haben den Vorteil, dass sie nur eine geringe Aufwärmphase (wenige Minuten) benötigen, selbstreinigend sind und sehr energiesparend funktionieren.

Lass die Sonne rein

In der kühlen, dunklen Jahreszeit sehnen wir uns nach Wärme und Sonne. Denn Licht steigert die Ausschüttung von Glückshormonen. Haben Sie genügend Platz, können Sie sich die Sonne mit einem Solarium nach Hause holen. Aber: Lassen Sie sich gut beraten. Zu den Anschaffungskosten (von 1.500 bis 5.000 Euro) kommen die Ausgaben für eine regelmäßige Wartung und den Stromverbrauch. Außerdem sollten Sie bedenken, dass die künstliche Sonne – trotz allem Wohlgefühl – zu Hautkrebs und vorzeitiger Hautalterung führen kann.

Mmmhhhmm wie Massage

Sie möchten Ihrem Wohlfühltag das i-Tüpfelchen aufsetzen? Wie wäre es mit einer mobilen Massage? Die sind in vielen Städten (ab einer halben Stunde) für einen Euro pro Minute buchbar. Massagestuhl oder -liege und Öle bringen die Masseure mit und sind meist im Preis inbegriffen.
In unserem hektischen Alltag gehören (schmerzhafte) Verspannungen oft zum Leben dazu. Regelmäßige Massagen helfen, die Muskeln wieder zu lockern. Dafür können Sie sich für 500 bis 3.000 Euro eine elektrische Massageliege zulegen. Sie haben für ein solches Gerät nicht genügend Platz oder die Anschaffung ist Ihnen zu kostspielig? Alternativ gibt es Massage-Sitzauflagen. Die können Sie nicht nur zu Hause, sondern auch auf Reisen oder im Büro verwenden, und sie sind mit 80 bis 350 Euro deutlich günstiger.

Wohlfühlen wie an der Riviera

Die Wellness-Krönung, das Nonplusultra zum Eintauchen, Schweben und Entspannen: der eigene Swimmingpool. Wahrscheinlich hat jeder von uns schon einmal davon geträumt.
Dabei ist dieser Traum nicht ganz so unrealistisch – und preiswerter als Sie vielleicht denken: Das gilt zumindest für die aufblasbaren Maxi-Rundpools (150 bis 1.000 Euro) oder die Stahlwandbecken. Die kosten zwischen 500 bis 2.000 Euro.
Deutlich kostenintensiver sind versenkte Swimmingpools oder Schwimmteiche. Es gibt zwar Varianten aus Polyester, die in einem Stück geliefert und komfortabel in die Baugrube eingesetzt werden. Doch für ein Becken mit einer Länge von acht bis neun Metern müssen Sie mit etwa 10.000 Euro rechnen. Bevor Sie also das Loch im Garten ausheben, lassen Sie sich beraten. Denn neben dem Preis gibt es von der Lage über die Einwirkung des Windes bis hin zur Bodenbeschaffenheit viele Faktoren zu beachten, um später dauerhaft Freude zu haben.

Heimischen Wellnessbereich finanzieren
Ein Home-Spa ist eine langfristige und lohnende Investition, hat aber seinen Preis, der leicht die Ersparnisse übersteigen kann. Ist das der Fall, gibt es geeignete Finanzierungen, wie zum Beispiel den clever-günstigen
Sparkassen-Privatkredit. Wie bei der Auswahl der richtigen Dampfdusche oder des passenden Pools sollten Sie auch dabei auf kompetente Beratung setzen. Nutzen Sie das Know-how Ihres persönlichen Sparkassenberaters, um sich Ihren Wunsch nach Wellness erfüllen zu können – ganz ohne Stress.

Denn: Entscheiden – und entspannen – ist einfach
Sparkassen-Finanzkredit

Berlin, Brandenburger Tor. Nur wenige Schritte entfernt steht das geschichtsträchtige und weltberühmte Traditionshotel Adlon Kempinski. Leinwandgrößen und Sänger, Monarchen und Präsidenten aus aller Welt steigen hier ab. Einer der wichtigsten Gründe für sie herzukommen ist das Restaurant im ersten Stock. Ein Besuch im Lorenz Adlon Esszimmer ist atemberaubend. Seine Küche ist im wahrsten Sinne des Wortes herausragend und der Ausblick auf den Boulevard Unter den Linden und das Brandenburger Tor einzigartig.
Die Gerichte sind europäisch inspiriert, spannend und ausdrucksstark – Küchenchef Hendrik Otto ist einer der erfolgreichsten Köche der Republik. Renommierte Restaurantkritiker schreiben regelmäßig, dass sie vor Ehrfurcht erstarren vor so großartigem Handwerk und Finesse. Sie loben die aristokratische Architektur der Gang-Kompositionen und schwärmen von Frische, Intensität und Harmonie im Mund, die noch lange nachhallen.
Zu Recht: Hendrik Otto übernahm das Lorenz Adlon Esszimmer zwar erst 2010. Aber schon ein Jahr später erhielt er den ersten Stern des französischen Gourmetführers Michelin, bereits im Folgejahr holte er den zweiten. Der wurde seitdem jedes Jahr bestätigt.

Hendrik Otto – Küchenchef im Restaurant Lorenz Adlon Esszimmer

Herr Otto, in Ihrer Kindheit hat Ihre Familie Gemüse und Obst angebaut, heißt es. Sie möchten diese Geschmäcker heute noch für Ihre Gäste zurückholen. Warum machen Sie das?
Wenn ich einen Aha-Effekt in den Augen unserer Gäste sehe, macht mich das glücklich. Das gelingt zum Beispiel mit vertrauten Aromen. Irgendwann hatte ich auch so einen Moment: Da habe ich mich auf einmal daran erinnert, wie das früher bei uns zu Hause war, als ich als kleiner Junge mit meinen Eltern im Garten war. Der Schnittlauch und der Knoblauch blühten, und wir haben Kartoffeln geerntet. Wenn unsere Gäste in den Aromen unserer Gerichte versinken und Gänsehaut bekommen, macht das unsere Küche zu etwas Besonderem. Das versuchen wir hier.
Wie gelingt Ihnen das?
Vor allem kommt es auf gute Produkte und die richtige Behandlung an. Ein Beispiel: Eines Mittags lag eine Erdbeere auf meinem Teller, eine Mieze Schindler. Sie war erst am Morgen geerntet worden, einer unserer Lieferanten hatte sie mitgebracht und sie perfekt temperiert. Ihr Geschmack hat mich umgehauen. Diese Erdbeere ist sehr aromatisch, aber auch so empfindlich, dass man sie nicht lagern darf.
So etwas muss man wissen. Kann ich etwas lagern oder nicht? Muss ich etwas nebeneinandersetzen, damit es keine Druckstellen bekommt? Was muss ich kühlen, wie muss ich es kühlen? Wie lange muss ein Produkt reifen?
Deswegen ist es für uns wichtig, gut geschultes Personal zu haben, das richtig mit den Produkten umgeht. Auch wichtig: unsere technischen Hilfsmittel. Wir arbeiten unter anderem mit einem Julabo und einem Holdomat, also einem Gar- und einem Warmhaltegerät, außerdem mit Trockenschränken.
Worauf sollte ich als Hobbykoch besonders achten, um meine Gäste zu begeistern?
Damit Ihre Gäste Gänsehaut bekommen, hilft es zu wissen, was Ihre Gäste mögen. Wenn Ihre Freunde Tirol lieben, bietet sich doch ein Kaiserschmarrn an. Dann beschäftigen Sie sich damit und entscheiden, ob es ein Kaiserschmarrn mit geschlagenem Eiweiß sein soll oder eher einer auf einer Pfannkuchenbasis, einfach nur zerrissen, mit Mandeln oder Rosinen – und ob die Rosinen eingelegt sein sollten.
Oder noch einfacher: Sie sind im Sommer unterwegs, haben Glück und finden die besten Kirschen, die Sie je gegessen haben. Die nehmen Sie natürlich mit, denn damit machen Sie auch andere Menschen glücklich.
Wer nicht mit dem Thema Essen groß geworden ist, denkt, aus Wein, Gemüse, Fleisch oder Käse gleich eine ganze Religion machen zu müssen. Natürlich sollte man sich damit beschäftigen, aber das braucht gar nicht kompliziert zu sein.

Welche zusätzlichen Geräte empfehlen Sie den Menschen, die leidenschaftlich gerne kochen? Mit anderen Worten: Wie sollte meine Küche ausgestattet sein, damit ich meine Lieblingsrezepte zur Perfektion bringen kann?
Ein guter Herd, ein guter Backofen und gute Töpfe und Pfannen. Es spielt schon eine Rolle, wie gut sie die Wärme leiten. Wenn ich einen Fisch brate, soll die Haut nicht kleben. Außerdem Kühlmöglichkeiten, und wer möchte eine Sorbetiere oder eine Eismaschine, um auch Eiscreme machen zu können. Vielleicht auch noch ein Gerät, um etwas schnell und gut zerkleinern zu können, und einen Mörser für die Gewürze.
Das wäre dann wahrscheinlich so etwas wie eine Grundausstattung. Und was ist obendrein „nice to have“?
Ein Hand- oder Stabmixer, und, wenn es unbedingt sein muss, auch ein Thermomix. Aber dann reicht es auch wirklich.
Welche Ausstattung braucht eine Sterneküche wie die des Lorenz Adlon Esszimmer, damit die Haute Cuisine jederzeit „a la minute“ gelingt?
Die Dinge, die ich gerade genannt habe. Bei uns kommen noch ein Schockfroster, der Julabo und der Holdomat on top. Und wir haben einen großen Konvektomaten, also einen Backofen, der Speisen mithilfe von Heißluft zubereitet. So können wir größere Fleischstücke auf den Punkt garen, wir müssen einfach nur die Temperatur einstellen. Konvektomaten gibt es auch schon für den privaten Haushalt.
Dann haben wir noch den bereits erwähnten Trockenschrank für Gemüse und Obst, zum Beispiel für Petits Fours. Ich tue einfach Limettenscheiben in den Trockenschrank, danach habe ich Limettenchips, die schön knusprig sind.
Außerdem arbeiten wir mit Zauberstab, Küchenmaschine und noch einigen andere Sachen, um perfekt ausgestattet zu sein. Natürlich braucht man das alles nicht unbedingt. Aber es erleichtert uns die tägliche Arbeit in diesem großen Maßstab natürlich erheblich.
Hier haben Sie ein gut eingespieltes Team von neun Mitarbeitern, mit denen Sie tagtäglich zusammenarbeiten. Wenn Sie zu Hause für Gäste kochen, können Sie sich dann überhaupt noch auf jemand anderen einlassen oder werfen Sie alle aus Ihrer Küche?
Das kommt darauf an, für wie viele Leute ich dann koche. Bei unserem letzten Fest hatten wir fünfzig Gäste. Da wollte ich schon mit Leuten arbeiten, die wissen, was sie tun und wie ich ticke. Die arbeiten mir zu und ich kann finalisieren. Wir haben einige wirklich gute Hobbyköchinnen und -köche in unserem Verwandten- und Bekanntenkreis. Die könnten auch Profis sein.
Wenn es nur ein kleiner Kreis ist, kann ich auch mit Laien arbeiten, die einfach nur ein bisschen mit rumschnippeln wollen. Das stört mich nicht. Wichtig ist, dass es schmeckt!
Eine Frage zum Schluss: Wie viel kostet mich die Grundausstattung einer guten Küche, und mit welchen Ausgaben muss ich rechnen, wenn Kochen meine ganze Leidenschaft ist?
Ein realistischer Preis für eine gut ausgestattete Küche mit den nötigsten Geräten liegt bei rund 8.000 Euro. Dieser Betrag bezieht sich auf eine einfache, aber gute Ausstattung, keine billige.
Noch eine allerletzte Frage, wenn sie gestattet ist: Welchen Wert hat die Küche des Lorenz Adlon Esszimmer?
320.000 Euro. Qualität hat nun einmal ihren Preis.

Wenn Sie nun also „auf den Geschmack“ gekommen sind, und sich zu Haus Ihre Traumküche einrichten möchten, dann jeht das wahrscheinlich viel leichter als Sie denken:

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Sparkasse Witten

Noch nie war die Nachfrage nach Immobilien so groß, wie im Moment. Die Folge sind steigende Preise, die es für Viele schwer machen, ihren Wunsch zu verwirklichen. Um Abhilfe zu schaffen, hat die Bundesregierung das Baukindergeld auf den Weg gebracht. Schon seit Herbst 2018 können Familien und Alleinerziehende die Förderung fürs Eigenheim oder Wohneigentum beantragen.

Grischa Klawe, Leiter des Immobiliencenters
der Sparkasse Witten

Wer bekommt Baukindergeld?

Grischa Klawe, Leiter des Immobiliencenters der Sparkasse Witten: „Das Baukindergeld ist ein staatlicher Zuschuss für Familien und Alleinerziehende, der nicht zurückgezahlt werden muss. Grundvoraussetzung für den Erhalt ist, dass Sie Wohneigentum kaufen oder bauen. Die Unterschrift des Kaufvertrags soll zwischen dem 1. Januar 2018 und dem 31. Dezember 2020 datiert sein. Falls Sie bauen, ist es erforderlich, dass Sie in diesem Zeitraum die Baugenehmigung erhalten haben. Einen Antrag können Sie noch bis Ende 2023 stellen. Entscheidend ist dann, dass Sie ihn drei Monate nach Einzug in Ihre Immobilie einreichen.“

Gibt es noch weitere Voraussetzungen für den Zuschuss?

Beim Verdienst gibt es eine Obergrenze: Die Förderungen erhalten nur Familien, deren Haushaltseinkommen eine bestimmte Grenze nicht übersteigt. Diese liegt bei einer Familie mit einem Kind bei 90.000 Euro. Für jedes weitere Kind steigt die Grenze um jeweils 15.000 Euro. Den Zuschuss gibt es nur, wenn die betreffende Immobilie aktuell ihre einzige ist. Wer schon eine Immobilie hat, erhält leider keine Förderung.

Wie läßt sich das Baukindergeld maximal ausnutzen?

Grischa Klawe erklärt, wie hoch die Förderung sein kann: „Das Baukindergeld beträgt 1.200 Euro pro Kind und Jahr. Es wird über insgesamt zehn Jahre nach dem Kauf oder Bau der Immobilie ausgezahlt. Sie bekommen den Zuschuss einmal jährlich überwiesen. So können Sie über den gesamten Förderzeitraum 12.000 Euro für jedes Kind erhalten. Bei zwei Kindern bekommen Sie 24.000 Euro, bei drei 36.000 Euro und so weiter.“

Die Art und Größe der Immobilie spielt bei der Vergabe der Förderung übrigens keine Rolle – ebenso wenig, ob Sie das Haus oder die Wohnung neu bauen oder ein Objekt aus unserem Bestand kaufen. Allerdings darf der Kauf- oder Baupreis nicht niedriger sein als die Fördersumme. Entscheidend ist, dass Sie selbst in der Immobilie wohnen und diese nicht verkaufen oder vermieten. Sie müssen während der gesamten zehn Jahre die eigenen vier Wände selbst nutzen.

Dass mindestens ein Kind beim Baukindergeld eine Grundvoraussetzung ist, versteht sich von selbst. Damit das Kind beim Antrag miteinbezogen werden kann, muss es schon auf der Welt sein. Schwangere sollten bei der Antragstellung deshalb warten, bis der Nachwuchs da ist. Kinder, die nach der Antragstellung geboren werden, werden beim Baukindergeld nicht berücksichtigt. Außerdem müssen die Kinder bei Antragstellung unter 18 Jahre alt sein und in Ihrem Haushalt leben.

Wo beantrage ich das Baukindergeld?
Welche Unterlagen werden verlangt?

Grischa Klawe: „Baukindergeld ist eine sinnvolle Komponente in der Gesamtfinanzierung, die wir gemeinsam mit unseren Kunden als tragfähiges Fundament für den Wohntraum entwickeln. Wir helfen natürlich auch bei der Beantragung, die momentan nur online über das Zuschussportal der KfW erfolgen kann. Für einen erfolgreichen Antrag bei der KfW werden einige Unterlagen verlangt, damit Sie die wichtigen Informationen zur Immobilie und zu den Kindern belegen können. Wir sind digital bestens aufgestellt und haben fast alle Informationen überall im Zugriff, wie die Kauf- oder Bauunterlagen. Sie müssen zum Beispiel nachweisen, dass Sie das Eigenheim erworben beziehungsweise gebaut haben. Das geht einfach über den Eintrag im Grundbuch. Mit einer Meldebescheinigung als Bestätigung des Einwohnermeldeamtes belegen Sie, dass Sie Ihren Erstwohnsitz in der Immobilie haben und diese selbst nutzen. Einkommensteuernachweise der Kalenderjahre, die zwei beziehungsweise drei Jahre vor der Antragstellung liegen, benötigen Sie auch. Wenn Sie 2019 den Antrag stellen, brauchen Sie die Einkommensteuernachweise der Jahre 2017 und 2016. Mit Ihren Kindergeldbescheiden weisen Sie nach, welche Kinder bei Ihnen wohnen.
Der Antrag muss spätestens drei Monate nach Einzug in die Immobilie bei der KfW vorliegen. Danach haben Sie noch drei Monate Zeit, die erforderlichen Unterlagen im Zuschussportal hochzuladen. Wie gesagt: Mein Team und ich begleiten Sie gerne bei der Antragstellung! Wir versprechen Ihnen eine günstige tragfähige Finanzierung. Das ist unser Anspruch.“

Die Sparkasse Witten hat ihren Service rund um Immobilien erweitert und zeigt, wie man heute durch einen konsequent digitalen Ansatz Kundenvorteile erarbeiten kann.

Sparkassenvorstand Andrea Psarski: „Wir leisten aus einer Hand unter einem Dach ganzheitlichen Service rund um die Immobilie bis hin zur Absicherung von Bau- und Objektrisiken. Ansprechpartner vor Ort zu haben und schnelle Entscheidungswege sind für unsere Kunden Vorteile, mit denen wir punkten. Daher haben wir aktuell viel in die digitale Zukunft investiert, um Menschen dabei zu helfen, ihren Wohntraum zu verwirklichen.“

Schnelle Entscheidungen

So gehören die Spezialisten für Wohnungsbaufinanzierung jetzt organisatorisch zum Sparkassen-Immobiliencenter an der Ruhrstraße. Hier, direkt an der Sparkassenhauptstelle, kann gleich über die Finanzierung der Wunschimmobilie gesprochen und entschieden werden.

Sparkassenvorstand Andrea Psarski

Andrea Psarski: „Die Finanzierungsexperten ‚bauen‘ auch für Bauherren und Modernisierer, die ihre Vorhaben in Eigenregie angehen, ein solides, tragfähiges finanzielles Fundament. Die Einbindung aller Finanzierungskomponenten, Bausparverträge und staatliche Fördermittel, wie das neue Baukindergeld, können so gleich in die Planungen mit einbezogen werden.“

Marktplatz Sparkasse

Wer eine Immobilie verkaufen möchte, nutzt die Sparkasse als großen Marktplatz. Der größte Wittener Immobilienmakler hat sich ein umfassendes Know-how und eine erstklassige Expertise erarbeitet. Aufgrund der Nähe zu Kunden in allen Ortsteilen weiß man, wer wo in Witten eine Immobilie verkauft oder wer welches Objekt sucht. Angebot findet Nachfrage – so einfach kann das sein. Noch schneller geht das, weil die Sparkasse sich konsequent auf neue digitale Chancen eingestellt hat.

Neue digitale Möglichkeiten bringen Käufern und Verkäufern weitere Pluspunkte.

Grischa Klawe (auf dem Gruppenfotofoto links), Leiter des neu strukturierten Immobiliencenters, beschreibt, wie eine Immobilie ihren neuen Besitzer findet: „Der Verkäufer profitiert schon bei der fundierten Wertermittlung davon, dass wir als Sparkasse vor Ort Markt und Preise kennen. Auch um die Erstellung eines Energieausweises für das Objekt – und natürlich auch um die Erstellung eines aussagestarken Exposés kümmern wir uns.“

Wohnungsbesichtigung aus dem Sessel

„Übrigens: Wir stellen unser System gerade auf beeindruckende 360-Grad-Fotos um, damit Interessenten bereits online sehr realitätsnah ein Objekt virtuell begehen können, bevor man einen Besichtigungstermin beim Verkäufer organisiert. Dies spart Interessenten und Verkäufern Zeit und Wege. Mit einer Virtual-Reality-Brille kann dies sogar dreidimensional erlebt werden.“ Alle relevanten Daten zum Immobilienobjekt werden im Sparkassen-System digital erfasst. „Darauf greifen die Immobilienmakler per Tablet sogar mobil vor Ort zu, um Käuferfragen zu beantworten. Wie hoch ist die Grundsteuer? Was genau steht im Grundbuchauszug? Ob Angaben zu Flurkarte oder Nebenkosten – wir haben immer und überall alles parat. Das ist effizient, schnell und erspart den Kunden unnötige Laufereien und Kosten“, meint Klawe.

Angebot findet Nachfrage

Zwar nutzt die Sparkasse Witten, wenn der Verkäufer das wünscht, für die Präsentation und den Verkauf die besten digitalen Immobilien-Plattformen und zielführende Social-Media-Kanäle, meist ist das aber nicht einmal nötig: Denn alle Interessenten, die sich mit ihren detaillierten Immobilienwünschen bei der Sparkasse Witten registriert haben, erhalten durch einen treffsicheren softwarebasierten Wunsch-Bestand-Abgleich automatisch und zeitgleich ein Angebot per E-Mail, wenn ein neues, passendes Objekt eingestellt wird.
„Daher mein Tipp für alle Immobilien-Interessenten: Jetzt mit uns sprechen, die Immobilienwünsche entwickeln – und in unser System aufnehmen lassen. So werden Wohnträume wahr!“

Bereits im Januar legte unser Ausbildungsjahrgang 2016/2019 mit der mündlichen Prüfung den letzten Teil der Ausbildungs-Abschlussprüfung ab. Jetzt erhielten gleich neun fertig ausgebildete Bankkaufleute die Abschlusszeugnisse der zuständigen Industrie- und Handelskammer im mittleren Ruhrgebiet zu Bochum.

Erfolgreich abgeschlossen haben ihre Ausbildung zur/zum Bankkauffrau/Bankkaufmann: Michelle Gert, Alina Hanke, Joana Hesper, Majken Neele Köpenick, Janina Kulla, Lennard Kutta, Nick Schöffler, Lara Tröster sowie Lorena Zagler.

Für uns als Ausbildungsunternehmen sind die erzielten Abschlussnoten eine erneute Bestätigung des bewährten und umfassenden Ausbildungskonzepts: Die praktische Ausbildung erfolgt in weiten Teilen in den Sparkassen-geschäftsstellen sowie dem Kundenberatungscenter und den Fachabteilungen der Sparkassenhauptstelle. Der theoretische Teil besteht aus regelmäßigen internen Seminaren und Workshops sowie mehrtägigen Kommunikations- und Beratungstrainings. Im Rahmen der dualen Berufsausbildung nehmen unsere ‚Azubis“ am Berufsschulunterricht an der Wittener Kollegschule teil.

Auch weiterhin bildet Wittens größtes Kreditinstitut im Ausbildungsberuf Bankkaufmann/-frau aus – und nimmt auch für den diesjährigen Ausbildungsstart am 01.08.2019 derzeit noch Bewerbungen entgegen.

Andrea Psarski, Marktvorstand der Sparkasse Witten, dazu:
„Wir freuen uns auf jede motiviert-qualifizierte Bewerbung um einen unserer begehrten Ausbildungsplätze. Aber es ist auch so, dass die Auszubildenden im Rahmen ihrer umfassenden Ausbildung einiges an Engagement und Selbstdisziplin aufbringen – und viel Theoretisches und Praktisches lernen müssen. Die jungen Menschen die wir ausbilden, werden zwar intensiv von uns begleitet und gefördert, jedoch auch ernsthaft gefordert: Schließlich sind es unsere Kunden, die im Mittelpunkt unserer täglichen Arbeit stehen – und diese erwarten Freundlichkeit und Service sowie maßgeschneiderte, kompetente und bedarfsorientierte Beratung.

Das Foto ganz oben zeigt übrigens von links nach rechts:
– Andrea Psarski, Marktvorstand der Sparkasse Witten,
– Rolf Wagner, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Witten,
– Michelle Gert,
– Nick Schöffler,
– Lara Tröster,
– Torben Domaser, Ausbilder,
– Lisa Maureen Schäfer, Ausbilderin,
– Kevin Elsbeck, Ausbilder,
– Alina Hanke,
– Majken Neele Köpenick,
– Lennard Kutta,
– Joana Hesper,
– Manuela Briele, Ausbildungsleiterin der Sparkasse Witten,
– Dirk Becker, Personalleiter der Sparkasse Witten – und
– Arno Klinger, stellv. Vorstandsmitglied der Sparkasse Witten.

Janina Kulla und Lorena Zagler konnten beim Fototermin leider nicht dabei sein – und fehlen entsprechend auf dem Foto.

Wenn Hausbewohner vor Gericht über „Gefährte“ in Flur und Hof streiten

Jedes Kind hat es, nahezu jeder Erwachsene und auch immer mehr Senioren: sein eigenes Gefährt. Was bei den einen der Roller, das Bobbycar und der Kinderwagen sind, das sind bei den anderen Fahrräder und in höherem Alter schließlich Rollatoren. All diese Fahrzeuge müssen aber auch irgendwo abgestellt werden, wenn sie nicht gerade in Gebrauch sind. Und an dem Punkt beginnen gelegentlich die Diskussionen. Der Infodienst Recht und Steuern der LBS hat für seine Extra-Ausgabe acht Urteile deutscher Gerichte zusam-mengefasst, in denen es um dieses Problem geht. Dabei zeigt sich: Die Justiz hat Verständnis dafür, dass Rollator & Co. irgendwo ihren Platz finden müssen. Zumeist gibt es nur im Falle der Behinderung anderer ein Verbot.

Urteile im Detail

Manchmal ist es gar nicht leicht, einen Kinderwagen ins Haus zu befördern. Aus diesem Grund beantragten Eltern den Anbau einer Rampe vor der Eingangstüre. Sie waren sogar bereit, die Kosten dafür zu übernehmen. Doch das Amtsgericht München (Aktenzeichen 481 C 21932/12, zurückgewiesene Berufung vor dem Landgericht München, Aktenzeichen 1 S 19913/13) entschied, die Wohnungseigentümergemeinschaft könne nicht gegen ihren Willen zur Duldung einer solchen Baumaßnahme verpflichtet werden. Eine Rampe bringe nämlich auch Gefahren mit sich – bei Glätte oder auch bei Umzügen könne jemand stürzen.

Kinderfahrräder und Roller sind zur Benutzung außerhalb von Haus und Wohnung gedacht. Wenn es Eltern zulassen, dass ihr Nachwuchs im Flur und in den Räumen ihrer Wohnung regelmäßig und begleitet von erheblicher Lautstärke damit herumfahren, dann muss das nicht hingenommen werden. Das Amtsgericht München (Aktenzeichen 281 C 17481/16) verpflichtete die Familie auf Antrag der WEG dazu, in den Stunden ab 20 Uhr für Ruhe zu sorgen. Geschehe das nicht, könne künftig ein Ordnungsgeld verhängt werden.

Legt ein Radfahrer eine Pause ein und stellt sein Gefährt währenddessen an einem Fahrradständer ab, so sollte er das Rad tunlichst auch anketten. Fällt es nämlich um und beschädigt ein Automobil, haftet der Betroffene. Hier war ein Sachschaden in Höhe von rund 1.000 Euro entstanden. Das Landgericht Köln (Aktenzeichen 11 S 387/14) stellte fest, ein Radfahrer habe dafür zu sorgen, dass von seinem Gefährt keine Gefahr ausgehe. Das sei hier nicht im nötigen Umfang geschehen.

Wenn ein Hausflur seinen Dimensionen nach für das Abstellen eines Kinderwagens geeignet ist, dann darf das auch nicht untersagt werden. Die Vermieterin hatte sich dagegen verwahrt und auf eine entsprechende Klausel im Mietvertrag hingewiesen. Das Amtsgericht Düsseldorf (Aktenzeichen 22 C 15963/12) erklärte jedoch die Klausel für unwirksam, weil sie die Mieter unangemessen benachteiligt habe. Noch an der engsten Stelle im Hausflur seien 70 Zentimeter Freiraum übrig geblieben – genügend Platz, um selbst im Gefahrenfalle fliehen zu können.

In einem Mietshaus gab es zwei Möglichkeiten zum Abstellen von Fahrrädern, einen Raum im Keller und eine Fläche auf dem Hof. Doch das war vertraglich nicht fixiert. Eines Tages untersagte der Eigentümer die Parkgelegenheit auf dem Hof, was die Mieter als Zumutung empfanden, denn die Unterbringung im Keller sei sehr umständlich. Trotzdem gab das Landgericht Berlin (Aktenzeichen 67 S 70/11) dem Vermieter Recht. Wenn es keine feste Zusicherung gebe, sei ein Widerruf der Erlaubnis aus sachlichen Gründen jederzeit möglich. Hier sei es zwar beschwerlich, aber durchaus machbar gewesen, die Räder in den Keller zu schaffen.

Angesichts teurer Kinderwagen, die in entsprechend luxuriöser Ausführung gerne mal einen vierstelligen Betrag kosten können, liegt das nahe, was Eltern in Berlin machten: Sie ketteten den Wagen im Hausflur an, um einen Diebstahl zu erschweren. Doch das kann verboten werden, wenn es auf Grund der räumlichen Enge zu Problemen mit der Verkehrssicherheit komme. Ein Türflügel ließ sich nicht mehr öffnen, Besucher konnten sich nicht mehr am Treppengeländer festhalten. Das Landgericht Berlin (Aktenzeichen 63 S 487/08) untersagte den Mietern deswegen auf Antrag der Eigentümer das Anketten.

Wenn eine bestimmte Fläche in einer Tiefgarage als Stellplatz deklariert ist, dann ist diese tatsächlich nur für Kraftfahrzeuge gedacht. Wer darauf einen Fahrradständer installiert, um seine E-Bikes abstellen zu können, der muss mit Schwierigkeiten rechnen. Im konkreten Fall hatte eine Mehrheit in der WEG dem Fahrradständer zugestimmt, aber es gab auch Proteste dagegen. Das Landgericht Hamburg (Aktenzeichen 318 S 167/14) gab der Klage des unterlegenen Eigentümers statt. Es liege hier eine Zweckbestimmung in der Teilungserklärung vor, die nicht durch einen einfachen Mehrheitsbeschluss auszuhebeln sei.

Quelle: Infodienst Recht und Steuern der LBS


Kein Geld, keine Zeit, kein Interesse – warum wir die Altersvorsorge gerne auf die lange Bank schieb … und was wirklich an den Argumenten dran ist

Ökonomen haben ja für fast alles eine Erklärung. Auch dafür, warum die Menschen die Altersvorsorge auf die lange Bank schieben. Das liegt an der „Minderschätzung des künftigen Konsums“. Will sagen: Was ich heute kaufen kann, verschafft mir sofort Befriedigung. Dagegen kommt der Konsum nächste Woche, nächstes Jahr und in drei Jahrzehnten erst einmal nicht an. Darum wurde der Zins erfunden. Der entschädigt uns fürs Warten. Dennoch fallen Sparern in der Praxis neben unmittelbarer Konsumlust noch einige andere Ausreden ein, die Vorsorge aufzuschieben.

Hier unsere Top Ten:

1. Ich habe kein Geld

Ihr Berater würde antworten: „Schön, dass Sie so ehrlich sind. Lassen Sie uns gemeinsam etwas dagegen tun.“ Oft führt der Weg zum regelmäßigen Ansparen übers Einsparen. Und zwar bei den laufenden Ausgaben – für Strom, Handy, Coffee to go.  Faustregel für die Höhe der Sparraten: Zehn Prozent vom Nettoeinkommen sollten in die Altersvorsorge gehen. Zum Beispiel in einen Fondssparplan. Ab 25 Euro im Monat ist das möglich. Soviel kann fast jeder (ein)sparen.  

2. Ich habe keine Zeit

Sicher: Zeit ist ein knappes Gut.

Und Zeit ist auch Geld, und zwar in einem ganz überraschenden Sinn. Der US-Milliardär John D. Rockefeller hat gesagt: „Lieber eine Stunde über Geld nachdenken als eine Stunde für Geld arbeiten.“ Angenommen, Sie könnten mit dieser einen Stunde 100 Euro einsparen oder 100 Euro mehr erwirtschaften – das wäre doch die Mühe wert? Und außerdem: Einen Fondssparplan auszuwählen und zu eröffnen, dauert bei der Sparkasse weniger als eine Stunde.

3. Ich habe kein Interesse

Altersvorsorge ist für viele ein Buch mit sieben Siegeln. Im Englischen gibt es die Redewendung: „Beurteile ein Buch nicht nach seinem Umschlag.“ Denn was man nicht kennt, kann man auch nicht bewerten. Deshalb: Geben Sie dem Thema eine Chance. Vielleicht macht es am Ende sogar Spaß, vor allem wenn sich der Erfolg einstellt. Es ist ein tolles Gefühl, etwas Neues zu lernen und Schritt für Schritt die Hoheit über die eigenen Finanzen zu erobern. Infos zum Thema finden Sie hier auf Sparkasse.de, auf Deka.de und bei fondsmagazin.de.

4. Das lohnt sich doch nicht

Wir leben in einer Nullzinsphase. Da macht das traditionelle Sparen mit sicheren Anlagen wie Sparbuch und Festgeld tatsächlich keinen Spaß. Aber es gibt Auswege aus der Niedrigzinsfalle. Wer in Aktien investiert, geht damit zwar ein höheres Risiko ein, aber dem stehen auch höhere Ertragschancen gegenüber. Von der Börse muss man dafür nicht unbedingt etwas verstehen. Setzen Sie einfach auf Ihren Sparkassenberater und Investmentfonds. Der Berater wählt mit Ihnen den richtigen Fonds aus. Der Fonds verteilt Ihr Geld und das vieler anderer Anleger auf viele Aktien. Dadurch sinkt das Risiko automatisch. Wobei Verluste dadurch nicht ausgeschlossen sind.

5. Das kann noch warten

Natürlich können Sie auch später noch einsteigen – aber das wird teurer. Wenn Sie zum Rentenbeginn mit 67 gerne 100.000 Euro auf der hohen Kante haben wollen, dann ändert sich der Aufwand durch Warten ganz erheblich. Wenn Sie statt mit 27 erst mit 32 Jahren mit dem Sparen beginnen, müssen Sie bei einem Steuersatz von 30 Prozent jeden Monat 106 Euro statt 81 Euro zurücklegen. Ein Unterschied von 30 Prozent, und das bei einem kleinen Unterschied von nur fünf Jahren. Mit dem Anlagerechner der DekaBank bekommen Sie einen ersten Eindruck, wie Fondssparen funktioniert.

6. Ich werde eh nicht alt

Die meisten Menschen unterschätzen die eigene Lebenserwartung. Wussten Sie, dass ein 27-jähriger Mann heute unter idealen Bedingungen im Durchschnitt 88 Jahre alt werden kann? Frauen leben sogar noch länger. Spielen Sie doch selbst einmal mit dem Lebenserwartungsrechner des Deutschen Instituts für Altersvorsorge. Dort können Sie Ihren persönlichen Wert in Abhängigkeit von Ihrem Lebenswandel ermitteln.

7. Ich erbe etwas

Glückwunsch, dass Sie zu den Glücklichen gehören, die wirklich so viel erben, dass Sie sich keine Sorgen mehr um Ihre finanzielle Zukunft machen müssen. Die Regel ist das nicht: Die Hälfte der Erbschaften in Deutschland liegt unter 75.000 Euro, 38 Prozent sogar unter 25.000 Euro. Zu wenig für ein sorgenfreies Leben in Alter. Auch wenn Sie mehr erwarten, sollten Sie für den Fall vorsorgen, dass Ihr Erbe wider Erwarten nicht an Sie, sondern ans lokale Tierheim geht. Oder sich durch unglückliches Handeln des Erblassers in Wohlgefallen auflöst. Das soll schon vorgekommen sein. Falls Sie dann doch erben, können Sie Ihr Erspartes ja zum Ausgleich ans Tierheim spenden oder eine Stiftung errichten. Auch dabei hilft Ihnen Ihre Sparkasse.

8. Ich werde Instagram-Star

Selbst wenn Sie mit den Kurven von Kim Kardashian oder dem Waschbrettbauch von André Hamann gesegnet sind – die Chance, als Influencer von Konsumgüterherstellern pro Werbe-Post fünfstellige Beträge zu kassieren, sind verschwindend gering. Das gilt auch für YouTube. Auf eine Bibi im Beauty Palace kommen Zehntausende, die es vergeblich versuchen. Die Chance, mit regelmäßigem Sparen zu einem kleinen Vermögen zu kommen, ist deutlich größer.

9. Ich gründe ein Startup und werde reich

Der nächste Jeff Bezos mit dem nächsten Amazon – das wäre schon was. Experten nennen solche Unternehmen Unicorns, zu Deutsch „Einhörner“. Und wir alle wissen, wie häufig die in freier Wildbahn vorkommen. Deshalb: Ein Startup ist ein tolles Ziel. Behalten Sie es im Auge. Bei der Existenzgründung hilft die Sparkasse. Und für alle Fälle regeln Sie die Altersvorsorge dann gemeinsam mit Ihrem Berater gleich mit. Denn Unternehmer müssen selbst für ihr Einkommen im Alter sorgen – sie sind nicht gesetzlich rentenversichert.

10. Im Alter brauch ich eh kein Geld, da mache ich ja keine Party mehr.

Dahinter steckt die Annahme, dass der Konsum im Alter zurückgeht. Schließlich, so das falsche Bild, sitzen Alte im Fernsehsessel oder sind bettlägrig. Das wahre Leben sieht anders aus: Wir werden nicht nur immer älter, wir sind auch immer weniger bereit, im Alter unsere Ansprüche zurückzuschrauben. Rentner werden zunehmend fitter und agiler. Sie haben mehr Zeit, sie reisen mehr, sie genießen das Leben – all das kostet Geld. Die Party geht weiter, nur eben nicht unbedingt auf dem Dancefloor.
Es sei denn, man heißt Günther Krabbenhöft

Quelle: Sparkassen-Finanzportal

Im Capital-Fonds-Kompass 2019 ist die Deka zum siebten Mal mit der Bestnote ausgezeichnet worden.
Die Jury des Wirtschaftsmagazins lobte besonders die „eindrucksvolle Konstanz“ und vergab Top-Noten in den Kategorien Service, Management und Produktpalette.

Wir – Sparkasse Witten – gratulieren sehr herzlich!

Weitere Informationen unter: http://s.de/11kc