Die Kontonummer hat ausgedient.

Ab 1. Februar 2016 dürfen Überweisungen mit Kontonummer und Bankleitzahl von Banken und Sparkassen nicht mehr angenommen werden. Die Kontonummer wird nun endgütig von der IBAN (International Bank Account Number) ersetzt.

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Sie tragen also einfach anstelle von Kontonummer und Bankleitzahl nur noch die IBAN ein. Die Angabe der Bankleitzahl entfällt. Sie ist in Deutschland nun Teil der IBAN.

Und dann gibt es noch die BIC (Business Identifier Code). Die brauchen Sie aber nur für Überweisungen in „Nicht-EU-Länder“. Unsere lautet übrigens WELADED1WTN.

Wo finden Sie die IBAN für Ihr Konto?
– Auf Ihrem Kontoauszug
– Auf Ihrer SparkassenCard
– Bei uns im Online-Banking unter Service

Hilfe und Unterstützung zur IBAN erhalten Sie ab Februar 2016 direkt in der Überweisung beim Online-Banking oder in den Sparkassen-Apps.

Wenn die Distanz zwischen Wohn- und Beschäftigungsort zu weit ist, um sie jeden Tag als Pendler regelmäßig bewältigen zu können, dann besteht die Möglichkeit der doppelten Haushaltsführung. Der Betroffene kann seine zusätzlichen Kosten durch Zweitwohnung steuerlich als Werbungskosten absetzen. In Ballungsräumen müssen Bürger allerdings durchaus in Kauf nehmen, längere Strecken zurückzulegen.

Der Fall
Eine Steuerzahlerin wohnte in Hamburg – nahe an ihrem Arbeitsplatz. Dann allerdings richtete sie nach eigener Auskunft gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten einen Haushalt im Speckgürtel der Stadt ein und betrachtete diese Wohnung fortan als ihren Lebensmittelpunkt. Die innerstädtische Immobilie sollte nur noch Zweitwohnsitz sein, denn wegen der ungünstigen Verkehrsverbindung sei ein tägliches Pendeln an den Arbeitsplatz nicht zumutbar. Die Steuerzahlerin machte dementsprechend doppelte Haushaltsführung geltend.

Das Urteil
Die hier vorliegenden 36 Kilometer Entfernung zwischen beiden Wohnungen und die damit verbundene etwa einstündige Wegezeit sei einem Arbeitnehmer in einem Ballungsraum noch zuzumuten, beschlossen die Richter. Die Folge davon war, dass die Betroffene zwar die tatsächlich absolvierten Fahrtkosten zwischen dem Umland und der Stadtmitte steuerlich geltend machen konnte, nicht aber alle übrigen damit verbundenen Ausgaben wie zum Beispiel ihren Mietanteil für die Wohnung im Speckgürtel (Finanzgericht Hamburg, Aktenzeichen 2 K 113/14).

Quelle: Infodienst Recht und Steuern der LBS

Eigentlich leben wir ja in einem großen Park: Überall gibt es Grünanlagen, Alleen, Gärten und Plätze – mit vielen unterschiedlichen Bäumen. Die lohnt es sich näher zu betrachten.

Die Diplom-Geografin und Vorsitzende der Naturschutzgruppe Witten „NaWit“ Birgit Ehses hat unterschiedliche Bäume unserer Heimatstadt mit großer Sachkenntnis beschrieben.
Die Porträts der Bäume und der vielen kleinen Details wie Blätter und Früchte steuerte der Wittener Diplom-Fotodesigner Stefan Ziese bei – und lädt damit auch optisch zum Staunen ein. Herzlichen Dank dafür an Birgit Ehses und Stefan Ziese.

Und am Schluss gibt es noch das Rezept zum Baum.

Wir beginnen den Rundgang mit der Rotbuche.

Schon gewusst?

Das Wort „Buchstabe“ leitet sich von Stäben aus Buchenholz ab, in die zur Zeit der Germanen geheime Zeichen eingeritzt wurden. Diese trugen bestimmte Bedeutungen und wurden für Orakel verwendet.

In unseren heimischen Wäldern bildet die Rot­buche mit einem Flächenanteil von 15 Prozent die häufigste Laubbaumart. Während der letzten Eiszeit wurde sie aus Mitteleuropa verdrängt, überlebte im Mittelmeerraum und kehrte vor etwa 10.000 Jahren nach Europa zurück. Ohne menschlichen Einfluss wäre Mitteleuropa heute großflächig von Buchenwäldern bedeckt.

Rund um die Kleinzeche Egbert in Witten-Kämpen begegnet man der stattlichen Rotbuche auf jedem Waldspaziergang. Während der Kohleknappheit nach dem Zweiten Weltkrieg baute man hier, wie auch an vielen anderen Standorten im südlichen Ruhrgebiet, die oberflächennahe Steinkohle ab. Die Zeche Egbert förderte noch von 1962 bis 1976 und zählt somit zur letzten Kleinzeche in Witten. Die Übertageanlagen blieben erhalten und stehen unter Denkmalschutz.

Schon lange vor der Kohleförderung besiedelte die dominierende Rotbuche in Witten den Mischwald gemeinsam mit Eiche, Ahorn, Hainbuche, Fichte und Kiefer. Die Baumart gedeiht sowohl auf saurem als auch auf kalkhaltigem Boden gut und ist besonders schattenverträglich.

Auffällig sind im Frühjahr die überall auf dem Waldboden anzutreffenden Keimpflanzen, deren große halbrunde Keimblätter große Mengen fettes Öl (aus den Bucheckern) enthalten. Bucheckern keimen nur bei Bedeckung mit Laubstreu – sie gehören öko­logisch zu den Dunkelkeimern.

Kal2016_01_Januar_Blatt

Die Rotbuche blüht erst ab einem Alter von 30 bis 50 Jahren. Ihre braunen unscheinbaren Blüten erscheinen zeitgleich mit dem Blattaustrieb von April bis Mai. Das junge frischgrüne Buchenlaub enthält sehr viel wertvolle Mineralstoffe und schmeckt leicht säuerlich.

Kal2016_01_Januar_Blüte

Im Herbst erkennt man die Rotbuche an ihren oval-eckigen Früchten, den Bucheckern. Sie sitzen jeweils zu zweit in einem stacheligen Fruchtbecher.

Kal2016_01_Januar_Frucht

Obwohl früher, gerade in Hungerperioden nicht selten Bucheckern gegessen wurden, ist vom rohen Verzehr abzuraten, da die Früchte neben dem reizenden Gift Fagin auch in geringen Mengen Oxalsäure enthalten. Durch Rösten können die Giftstoffe jedoch abgebaut werden.

Für Tiere sind die Früchte verträglicher. Sie werden zum Beispiel von Wildschweinen und Vögeln gefressen oder von Nagetieren als Wintervorräte genutzt. Besonders Eichhörnchen und Eichelhäher, die die Früchte im Herbst sammeln, in Depots verstecken und eventuell vergessen, tragen zur Verbreitung der Rotbuche bei.

Nach der blassgelben bis orangeroten Herbst­färbung der Laubblätter bleibt das braune vertrock­nete Winterlaub der Rotbuche bis zum Frühjahr an den Zweigen.

Der Name „Rotbuche“ bezieht sich auf die leicht rötliche Färbung des Holzes, nicht etwa auf die Farbe der Blätter. Rötliches Laub besitzt die Blut- oder Purpurbuche (Fagus sylvatica „Purpurea“), eine verwandte Zierform. Ein besonders prächtiges Exemplar dieser Art steht hinter der Böckchenskulptur am Eingang des Wittener Stadtparks.

Für die Möbelindustrie ist Buchenholz von besonderem Wert, da Buchen unter guten Bedingungen astfreie Stämme ausbilden. Zur Herstellung von Holzkohle eignet sich vor allem Rotbuchenholz.

Das Rezept zum Baum: Der Buchenblättersalat

Kal2016_01_Januar_Rotbuche_Rezept

4 Handvoll junge Buchenblätter,
eventuell einige Buchenkeimlinge
80 g Schafskäse
2 EL Olivenöl
etwas weißer Balsamico oder Zitronensaft
Salz, Pfeffer, Rohrohrzucker

Die jungen, noch zarten und weichen Buchenblätter Ende April/Anfang Mai ernten. Als ganze Blätter waschen, trocknen, schleudern und in die Salatschüssel geben, eventuell mit Buchenkeimlingen mischen. Den Schafskäse mit einer Gabel zerdrücken und zusammen mit Öl, Essig oder Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Zucker eine Salatsauce anrühren.
(aus: „Köstliches von Waldbäumen“ von Dr. Markus Strauß)

Wohin entwickeln sich die Finanzmärkte und ist bald Schluss mit den niedrigen Zinsen? Dazu haben wir den Chefvolkswirt der Deka-Bank Dr. Ulrich Kater und unseren Vorstandsvorsitzenden Ulrich Heinemann befragt.

2015. Griechenland, China, VW – Haben wir in der Aufzählung etwas vergessen?

Dr. Ulrich Kater: Niedriges Wachstum, fehlende Inflation und Geopolitik fallen mir hier spontan ein. Wir haben seit der Finanzkrise einen generellen Trend des niedrigen Wachstums. Dieser Trend ist in 2015 bestätigt worden. Eine der größten Enttäuschungen war das Wachstum der Weltwirtschaft: Im Frühjahr sind wir knapp an einer Rezession der Weltwirtschaft vorbeigeschrammt. Was sich in diesem Jahr aber geändert hat, sind die Quellen der Schwäche: Die US-Wirtschaft und mit Abstrichen auch die europäischen Länder haben sich nach der Finanzkrise gefangen. Dafür schwächeln nun China und die Emerging Markets. Und obwohl die Wirtschaft vielerorts durchaus zufriedenstellend wächst, fehlt etwas, was wir sonst für den selbstverständlichen Begleiter des Wachstums halten: Inflation. Eigentlich müsste sie in den USA längst zurück sein. Das hatte bislang zur Folge, dass die Zinsen auch im Jahr 2015 niedrig blieben. Und schließlich mussten wir uns drittens auch im Jahr 2015 mit Dingen plagen, deren Vorläufer bereits 2013/14 aufzogen: die neue Bedeutung, welche die politische Neuordnung der Welt nun auch für unsere Gesellschaften spielen.

Richten wir den Blick nach vorn. Was erwartet uns in 2016?

Dr. Ulrich Kater: Für die Weltkonjunktur erwarten wir mäßige Wachstumsraten von 3 bis 3,5 Prozent. In den Industrieländern bremst vor allem die immer noch hohe Verschuldung von Staaten und Privathaushalten. In den Schwellenländern mangelt es vielfach an politischer Stabilität, verlässlichen Rechtssystemen, Innovationsfähigkeit und breit aufgestellten Geschäftsmodellen der Unternehmen.

Ulrich Heinemann: Wir gehen dennoch davon aus, dass europäische Unternehmen im Durchschnitt ihre Gewinne im kommenden Jahr ausweiten werden. Damit sind grundsätzlich die Vorzeichen für die Aktienmärkte positiv. Insbesondere europäische Aktien bieten im kommenden Jahr moderate Renditeperspektiven.

Im alten Jahr war der Niedrigzins ständiger Begleiter der Anleger. Ist nun Schluss damit? Und wenn nicht, ist Sparen dann eigentlich noch sinnvoll?

Dr. Ulrich Kater: Wir gehen davon aus, dass die Zinsen auch in 2016 niedrig bleiben werden. Eine erste Leitzinserhöhung wird die EZB aus unserer Sicht frühestens in 2018 vornehmen. Natürlich lassen die niedrigen Zinsen manche am Sinn des Sparens zweifeln. Allerdings ist nicht das „ob“, sondern das „wie“ entscheidend.

Ulrich Heinemann: Das kann ich nur unterstreichen. Wichtig ist, dass Anleger, die bisher vor allem auf die Stabilität von festverzinslichen Anlagen vertraut haben, umdenken. Wer langfristig Vermögen aufbauen, für sein Alter vorsorgen, sein Vermögen erhalten und davon im Alter leben möchte, der kommt an einem gewissen Aktienanteil in seinem Depot nicht vorbei.

Bemerken Sie schon ein Umdenken bei den Anlegern? Schließlich hält die Niedrigzinsphase schon eine ganze Weile an.

Dr. Ulrich Kater: Wir merken, dass sich die Deutschen ganz allmählich der Vorstellung öffnen, in Wertpapiere zu investieren. Laut aktuellem Vermögensbarometer des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) sind immerhin 59 Prozent der Befragten bereit, sich mit Wertpapieren als Alternative zum Zinssparen auseinanderzusetzen. 36 Prozent der Befragten zeigten sich von deren Eignung überzeugt und jeder Fünfte erachtet mittlerweile eine Anlage in Investmentfonds als zweckmäßig.

Ulrich Heinemann: Die Tendenz ist da, auf der anderen Seite ist aber auch noch viel Luft nach oben. Denn aktuell besitzen nur 18 Prozent der Bevölkerung Wertpapiere, so eine aktuelle Studie der Deka. Noch immer ist mehr als ein Drittel des Vermögens der Deutschen in Anleihen oder Sparprodukten angelegt.

Viele nutzen den Jahresanfang, um ihre Geldanlagen zu überprüfen. Haben Sie Tipps parat, worauf man bei der Vermögensstrukturierung achten sollte?

Ulrich Heinemann: Wichtig ist, dass Kunden grundsätzlich für Anlagen offen sind, die langfristig mehr Rendite erwirtschaften können als das klassische Sparbuch. Da allerdings niemand von uns eine Glaskugel besitzt, sollte man sich so aufstellen, dass finanziell flexibel reagiert werden kann. Am besten legt man sich drei Töpfe mit unterschiedlichen Anlagehorizonten an: den kurz-, den mittel- und den langfristigen.

Für die Waschmaschinen-Reparatur oder die Nebenkostennachzahlung sollte man circa zwei bis drei Nettoeinkommen als Notreserve einplanen. Hierfür ist das Tagesgeldkonto durchaus geeignet.

Für mittelfristig angelegtes Geld für größere Anschaffungen wie ein neues Auto, eine Hausrenovierung oder neue Möbel könnte ein vermögensverwaltender Fonds mit unterschiedlichen Aktienquoten in Frage kommen. Mischfonds, die in verschiedene Anlageklassen investieren, sind hier ebenfalls eine Option.

Beim langfristigen Horizont sollten Kunden an Geldanlagen denken, die auch ihre Altersvorsorge sichern, wie z. B. auch fondsbasierte Riester-Verträge. Innerhalb der jeweiligen Anlageformen sollte man auf eine gute Mischung setzen, um Kursschwankungen zu minimieren und für alle Eventualitäten gewappnet zu sein.

Wer sich die Suche nach dem richtigen Einstiegszeitpunkt ersparen möchte, dem empfehle ich einen Sparplan: Hier kann man schon mit regelmäßigen, kleineren Beträgen ab 25 Euro dabei sein. Die Beraterinnen und Berater der Sparkasse Witten erarbeiten gern mit unseren Kunden gemeinsam einen auf das persönliche Rendite/Risikoprofil abgestimmten Anlagevorschlag.

Wie die Zeit vergeht: Was gestern noch aktuell war, ist heute schon überholt. Auch 2016 hat wieder viel Neues zu bieten. Verschaffen Sie sich hier einen kleinen Überblick.

SEPA-Übergangsfrist endet
Ab dem 1. Februar 2016 gilt das SEPA-Verfahren ohne Ausnahmen. Ab dann werden Überweisungen nur noch mit der IBAN akzeptiert. Damit entfällt auch das elektronische Lastschriftverfahren, also das Bezahlen mit Bankkarte und Unterschrift, endgültig.

Freistellungsauftrag nur noch mit Steuer-ID
Zum 1. Januar 2016 sind Freistellungsaufträge nur noch mit Steuer-ID gültig. Liegt dem zuständigen Institut diese Nummer nicht bis zum Stichtag vor, darf es den eingerichteten Freistellungsauftrag nicht mehr berücksichtigen und muss bei Erträgen aus Kapitalvermögen die Abgeltungsteuer, den Solidaritätszuschlag und ggf. die Kirchensteuer einbehalten.

Zu viel gezahlte Steuern können dann erst über die Lohnsteuererklärung zurückgefordert werden.

Rechtsanspruch auf ein Basiskonto
Ab 2016 sind Anbieter von Girokonten verpflichtet, allen Bürgern ein Basiskonto auf Guthabenbasis anzubieten – auch Obdachlosen und Flüchtlingen. Weigert sich ein Institut oder versucht es durch hohe Kosten abzuschrecken, wird ein Bußgeld fällig.

Die Nutzung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs ist ein wichtiger Bestandteil des Wirtschaftslebens, der allen Bevölkerungskreisen zugänglich sein muss – unabhängig von der Höhe des Einkommens oder Vermögens. Das war schon immer Aufgabe der Sparkassen als öffentlich-rechtliche Finanzdienstleister.

Arbeitslosengeld 2
Erhöhung und Familienversicherung. Der Regelsatz für einen Alleinstehenden steigt auf 404 Euro pro Monat. Für Leistungsberechtigte in Bedarfsgemeinschaften gibt es dann 364 Euro. Auch die Sätze für Kinder und Jugendliche erhöhen sich um 3 bis 6 Euro. Ein alleinstehender Asylbewerber erhält monatlich 364 Euro.

Die Familienversicherung für Arbeitslosengeld-2-Bezieher entfällt. Betroffene Kinder ab dem vollendeten 15. Lebensjahr müssen sich selbst krankenversichern.

Weniger Steuern
Der Grundfreibetrag und die Kinderfreibeträge werden moderat erhöht. Außerdem bleibt für Alleinerziehende mehr übrig: Der Entlastungsbetrag steigt deutlich.

Beitragsbemessungsgrenze steigt
Die Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Krankenversicherung steigt 2016 auf 50.850 Euro. Einkommen, die über dieser festgelegten Grenze liegen, bleiben bei der Beitragsermittlung unberücksichtigt.

Höhere Versicherungspflichtgrenze
Die Versicherungspflichtgrenze steigt 2016 auf 56.250 Euro. Liegt das Einkommen eines Angestellten über dieser Grenze, so kann er in die private Krankenversicherung wechseln.

Kindergeld
Erhöhung und Nachweis der Steuer-ID. Das Kindergeld wird erhöht auf 190 Euro für das erste und zweite Kind, auf 196 Euro für das dritte Kind und auf 221 Euro ab dem vierten Kind. Außerdem muss 2016 die Steuer-ID des Kindes und des Kindergeld-Empfängers bei der Familienkasse angegeben werden. Es gelten allerdings großzügige Übergangsfristen.

Vermieterbescheinigung bei Ein- und Auszug
Schon seit November 2015 muss der Vermieter einer Wohnung den Ein- und Auszug eines Mieters bestätigen. So sollen Schein-Anmeldungen verhindert werden.

Deutsche Post passt einzelne Preise an
70 Cent kostet 2016 kostet ein Standardbrief bis 20 Gramm. Auch Wertbriefe und Einschreiben werden deutlich teurer.

Schaltjahr
2016 ist ein Schaltjahr und hat 366 Tage. Alle, die am 29. Februar geboren sind, können es dann richtig krachen lassen. Auf die Berechnung von Zinsen hat das Schaltjahr keine Auswirkungen: Ein Zinsjahr hat immer 360 Tage.

Es gibt ja fast für alles eine App. Wir haben da mal ein paar praktische Helferlein rausgesucht.

clever-tanken.de

Mit dieser App haben Sie als Autofahrer die aktuellen Spritpreise immer Blick. „clever-tanken.de“ listet alle Preise der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe auf – inklusive der Premiumsorten sowie Autogas und Erdgas. Die Tankstellen entlang der Fahrtroute sind sehr übersichtlich auf der Karte zu sehen. Zusätzlich gibt es Öffnungszeiten, einen einstellbaren Preisalarm und die Navigation zu gewünschten Tankstelle.
Clever-tanken.de gibt es seit 1999 im Netz. Es war die weltweit erste Plattform für Kraftstoff-Preisvergleiche. Die gleichnamige App ist vielfacher Testsieger, u.a. bei Autobild und Capital.

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meinestadt.de

Für Städtereisen hat man sich ja meist bestens mit Informationen zu Sehenswertem, zu Restaurants und Events versorgt. Die eigene Stadt wird da oft aber vergessen. Die App „meinestadt.de“ schafft da Abhilfe. Komprimiert werden Restaurants und Kneipen, das lokale Wetter, die lokalen Nachrichten, das Kinoprogramm sowie Konzerte, Ausstellungen und Events dargeboten. Dazu gibt es ein umfangreiches Branchenbuch. Der ÖPNV kommt auch nicht kurz, Fahrtzeiten und Haltestellen im schnellen Überblick. Angebote, Coupons und Rabattaktionen beteiligter Geschäfte runden die App ab. Und als Einheimischer bekommt man die Top-Sehenswürdigkeiten seiner Heimatstadt mal wieder in den Blick.

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Die Rotkreuz-App

Die App des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) bietet Unterstützung im Notfall und reichlich Informationen zu DRK-Dienstleistungen. Braucht man erste Hilfe, findet man dort Notfallnummern  – z.B. die der Gift-Notrufzentrale – und Bereitschaftsärzte sowie eine GPS-Standortbestimmung mit Geo-Koordinaten für Sichtrupps bis hin zum „Kleinen Lebensretter“, der in Bild und Wort zeigt, wie vorzugehen ist, wenn man schnell Hilfe leisten muss.

Eine Übersicht zu regionalen DRK-Kursangeboten und Blutspendeterminen gibt es auch. Für Blutspender gibt es übrigens eine eigene App: „Blutspende beim DRK“. Sie ist mit einer Terminerinnerung und der Möglichkeit zur Überprüfung der momentanen Spendetauglichkeit ausgerüstet.

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Snapseed

Die CHIP-Redaktion findet, dass es einer der besten Bildbearbeiter für Android ist. Der mobilen Bearbeitung seien damit keine Granzen mehr gesetzt. So können z.B. Helligkeit, Kontrast, Sättigung, Schärfe und Weißabgleich über einfache Gesten korrigiert werden, per Fingertipp retuschiert und Perspektiven angepasst werden. Mit den zahlreichen Effektfiltern und Tools zur Bildotimierung blieben wohl keine Wünsche offen.

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Das November-Gold war mit der Lösung der Frage „Bis wann war Schloss Steinhausen Gerichtsherrensitz?“ zu gewinnen.

„Wittener Schnitzeljagd II“ ist der Titel unseres Kalenders 2015, der ein monatliches Gewinnspiel enthält. Wer eines der 12 Rätsel löst, kann monatlich einen 5-Gramm-Goldbarren gewinnen. Die Lösungen stehen immer in direktem Zusammenhang mit dem Monatsmotiv. Intention des Sparkassen-Kalenderrätsel ist es, Menschen für viele schöne Plätze und interessante Details in Witten zu begeistern und zu einem Besuch zu animieren.

Mit der Rätselfrage des Kalender-Monatsblatts November im Hinterkopf, legte Glückspilz Thorsten Rehberg ausnahmsweise eine Verschnaufpause am Schloss Steinhausen ein. Als Jogger und Mitglied des Triathlon-Team Witten lässt er die Schlossanlage bei seinem regelmäßigen Lauf ins Muttental normalerweise immer links liegen. Jetzt war es für ihn eine gute Gelegenheit, einmal genau die Info-Tafel am Hofeingang zu studieren. Da stand dann die Lösung tatsächlich schwarz auf silber gedruckt: Das schöne Schloss Steinhausen war bis zum Jahr 1380 ein wichtiger Gerichtsherrensitz. Die Lauf-Pause hat sich für Thorsten Rehberg mehr als gelohnt.

Zur Preisübergabe, noch rechtzeitig vor Weihnachten, kam der 46-Jährige erstmals mit dem Auto hinauf nach Steinhausen – ohne Sport-Dress. Vor historischer Kulisse wechselte der Gewinn – ein Fünf-Gramm-Goldbarren – den Besitzer. René Bemba, Leiter der Sparkasse in Witten-Bommern, gratulierte mit einem bunten Blumenstrauß.

Kurz bevor ihn der Anruf von der Sparkasse erreichte, hatte der glückliche Gewinner bereits in unserem Online-Newsletter nach einem möglichen Gewinn geschaut. „Da bin ich immer bestens informiert“, so der Glückspilz. Der Goldbarren kommt jetzt unverzüglich in seinen Safe bei der Sparkasse. „Dort ist er momentan bestens aufgehoben“, meinte Rehberg lachend. Der Monatskalender hat bei Thorsten Rehberg übrigens einen Ehrenplatz im Arbeitszimmer.

421 Teilnehmer hatten uns die im Kalender enthaltene Teilnahme-Postkarte eingereicht oder online die richtige Lösung übermittelt. Viele Wittener sind jetzt sicher schon mit dem Dezembermotiv, der Bahnhofstraße und dem Kornmarkt, beschäftigt. Der Sackträger-Brunnen , klassisches Wahrzeichen des Kornmarktes, steht heute vor der Polizeiwache an der Heilenstraße. An seinem Sockel informiert eine Infotafel über seine Geschichte. Da steht auch, wann der Sackträger den Kornmarkt verlassen musste. Danach wird nämlich im Monatsblatt Dezember gefragt.

Während bei uns Deutschen bei der Nutzung von Zahlungsinstrumenten nur wenig Lust zum Experimenten besteht, haben sich die Zahlungsgewohnheiten in unseren Nachbarländern zum Teil schon erheblich gewandelt. Schauen wir mal, was sich wo in puncto Bezahlen so tut.

Schweden ist auf dem besten Weg zur bargeldlosen Gesellschaft

Waren vor sechs Jahren noch etwa 106 Milliarden Schweden-Kronen im Umlauf, sind waren es 2014 wohl nur noch 80 Milliarden Kronen (etwa 8,5 Milliarden Euro). Davon sind laut Statistiken nur 40 bis 60 Prozent tatsächlich in Gebrauch.

In öffentlichen Verkehrsbetrieben, Geschäften, bei Telekomunternehmen – ja selbst bei Bahnhofstoiletten oder an Parkplätzen – werden nur noch Bank- oder Kreditkarten akzeptiert. Insgesamt wurden in diesem Jahr bereits über 70 Prozent aller Einkäufe in Geschäften mit Zahlungskarten getätigt. Geldautomaten sind out. Auch in entlegenen Regionen Schwedens werden die Automaten reihenweise abmontiert. Immer mehr Bankfilialen schaffen den Umgang mit Münzen und Geldscheinen ab.

Wo liegen die Gründe für diesen fast radikalen Umschwung?

Bargeld verursacht hohe Transport- und Verwaltungskosten. Zudem gilt es vielen Schweden als unhygienisch und unsicher – und es wird als Zahlungsmittel für illegale Geschäfte angesehen.

Bezahlen mit der „Swish“-App

Rasant gestiegen ist bei unseren schwedischen Nachbarn dagegen das Bezahlen per App über Smartphones. Ein zusätzlicher Schub für das Mobile Payment dürfte jetzt von einer Mobil-Anwendung namens „Swish“ ausgehen, die von den schwedischen Banken rausgegeben worden ist. „Swish“ mcht sekundenschnelle Geldüberweisungen von einem Konto aufs andere möglich. Das ist zwischen Privatpersonen wie auch mit Händlern möglich. Ob auf dem Flohmarkt, im Geschäft, Taxi oder Restaurant – wer bezahlen muss oder will, sendet den Geldbetrag über die App an die Mobilnummer des Empfängers, „Swish“ bucht es sofort auf dessen Konto.

Obergrenzen für Bargeldzahlungen

Einengende Bestimmungen des Staates, bis zu welcher Höhe Einkäufe bar bezahlt werden dürfen, gelten in Belgien, Frankreich, Italien und Spanien. Auch in der Schweiz und in der Slovakei gibt es bereits Regelungen in diese Richtung.

Nicht über 1.000 Euro, keine Scheine, keine Münzen

Frankreich und Italien erlauben Barzahlungen über 1.000 Euro schon nicht mehr. In Dänemark muss der Einzelhandel ab dem kommenden Jahr keine Münzen und Scheine mehr annehmen Auch in den Niederlanden wird mittlerweile in Läden, Restaurants und an Selbstbedienungskassen immer mehr mit dem Handy bezahlt, weil grundsätzlich kein Bargeld mehr akzeptiert wird.

Deutschland, Griechenland, Rumänien und Österreich sind damit wohl die letzten Bargeldhochburgen in Europa. Einer Studie der Wirtschaftsuniversität Wien zum Zahlungsverhalten der Österreicher von Mai dieses Jahres zufolge bezahlen mehr als 50% der Befragten immer noch am liebsten mit Bargeld, 35% zücken beim Bezahlen eine Zahlungskarte.

Quelle: Euro Kartensysteme

ABBA-Mania grassierte bei der Sparlotterie-Gala im Wittener Saalbau:
„The Sound of Sweden“ begeisterte die Besucher – und neben vielen weiteren Gewinnen wechselte ein nagelneuer VW-Polo den Besitzer.

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V. l. n. r.: Ulrich Heinemann, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Witten, Rechtsanwalt Arnim Haase, der die Ziehung beaufsichtigte, „Glücksfee“ Janette Tschasche, Auszubildende der Sparkasse Witten, die das Ziehungsgerät bediente und Klaus Paals, Sparkassenverband Westfalen-Lippe, Münster.

Vor komplett ausverkauftem Haus fand die Dezember-Auslosung der Sparlotterie der westfälisch-lippischen Sparkassen am Freitag, dem 11.12.2015, im Wittener Saalbau statt. Auf genau 4.663 Wittener entfielen dabei Geld-Gewinne im Wert von rund 20.000 Euro – und ein Technik-Einkaufsgutschein im Gegenwert von 100,- Euro.

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Besonderes Glück an diesem Abend hatte Heike Michel, als im Rahmen einer Überraschungs-Zusatz-Verlosung unter den anwesenden Gästen ein funkelnagelneuer „VW-Polo Comfortline 1,2 TSI“ verlost wurde, der bereits vor dem Saalbau abfahrbereit auf die neue Besitzerin wartete. Hier nimmt sie ihren neuen Flitzer von Sparkassendirektor Ulrich Heinemann (2. v. l.) entgegen. Janette Tschasche, „Glücksfee des Abends“ und Klaus Paals von Sparkassenverband Westfalen-Lippe zählten zu den ersten Gratulanten.

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Im Anschluss an die Ziehung der Gewinnzahlen hatte die Sparkasse zu einer Zeitreise in die 70-er Jahre eingeladen: Die Showband „The Sound of Sweden“ präsentierte in typischen ABBA-Kostümen die Hits und Evergreens der vier inzwischen legendären Schweden. Innerhalb kürzester Zeit hatten die zwei Sängerinnen und die fünf Musiker das begeisterte Publikum erobert – und das ABBA-Mania-Virus breitete sich unaufhaltsam im Saal aus. Die eindeutigen Symptome: Es wurde ausgiebig mitgeklatscht, mitgesungen, geschunkelt – und mit den Armen gewedelt. So ging, begleitet von jubelndem Applaus – und nach insgesamt drei Zugaben – ein unvergesslicher Abend zu Ende. Und viele der Besucher hatten noch auf dem Heimweg die wunderbaren ABBA-Melodien im Ohr. Schließlich hat keine Band in der Geschichte der Popmusik der Welt ein derartig fantastisches musikalisches Werk geschenkt wie die vier Schweden, deren Vornamen mit den magischen vier Buchstaben beginnen: ABBA!

Die Gewinnlisten mit allen Gewinnzahlen liegen ab sofort in allen Standorten der Sparkasse Witten aus – und können unter www.sparkasse-witten.de abgerufen werden. Den Kunden der Sparkasse, die Ihr Glück per Dauerauftrag „abonniert“ haben, wird der Gewinn selbstverständlich und bequem auf ihrem Girokonto gutgeschrieben; die Gewinnkontrolle erfolgt automatisch. Daueraufträge zur Teilnahme an der Sparlotterie der Sparkassen können an allen Geschäftsstellen der Sparkasse in Witten eingerichtet werden: Ein Los kostet 6 Euro, wobei 1,20 Euro eingesetzt und 4,80 Euro gespart werden. Als Hauptgewinn winken übrigens in jedem Monat „satte“ 100.000,- Euro.

Frostige Verhältnisse: Wenn sich Gerichte mit der Verkehrssicherungspflicht im Winter befassen müssen

Im Winter sind Haus- und Grundbesitzer normalerweise weit mehr als im Sommer gefordert, denn dann müssen sie ihre öffentlich zugänglichen Wege von Schnee und Eis frei halten. Das fällt unter die Verkehrssicherungspflicht und kann manchmal erheblichen Aufwand bedeuten. Besonders dann natürlich, wenn über Wochen hinweg Temperaturen unter dem Nullpunkt herrschen.

Hier einmal 10 exemplarische Urteile dazu … falls es doch noch mal richtig Winter werden sollte.

Nasses Laub ist gleich Schnee und Eis
Nicht nur Schnee und Eis können für Rutschgefahr sorgen, manchmal tut das auch eine dichte Decke herabgefallener Blätter. Wenn diese nass werden, dann entsteht ein schmieriger Belag. Immobilienbesitzer müssen darauf ein Auge haben. Das Oberlandesgericht Schleswig wies allerdings darauf hin, dass – ähnlich wie bei Eisregen oder Schneefall – von einem Verkehrssicherungspflichtigen nicht verlangt werden kann, ständig darauf zu achten. Es müsse auch eine Reaktionszeit gewährt werden, ehe der Betroffene einschreite. Auch könne Laub nicht komplett entfernt werden (Aktenzeichen 11 U 16/13).

Um Schaufelsbreite oder doch mehr?
Manche Gehwege sind sehr breit. Ein Verkehrssicherungspflichtiger muss allerdings in solchen Fällen nicht den kompletten Bürgersteig räumen. Das wäre zu viel verlangt und außerdem für ein sicheres Benutzen des Weges durch Passanten gar nicht erforderlich. Das Landgericht Coburg kam in einem Streitfall zu dem Ergebnis, dass nur so viel geräumt werden müsse, dass zwei Personen ohne Schwierigkeiten aneinander vorbei gehen können. Damit seien die Anforderungen im Winterdienst erfüllt (Aktenzeichen 41 O 675/13).

Sturmfrei
Im Herbst und Winter sorgen gelegentlich Stürme für große Gefahr. Sie decken ganze Dächer ab, wenn sie stark genug sind. In einem zivilrechtlichen Streitfall hatte ein Sturm für einen Astbruch an einem ansonsten gesunden Baum gesorgt. Doch für einen daraus entstehenden Schaden, so der Bundesgerichtshof, könne der Grundstückseigentümer nicht verantwortlich gemacht werden. Das liege nicht im Bereich seiner Einflussmöglichkeiten (Aktenzeichen III ZR 352/13).

Wo gehobelt wird …
Ein Laie mag denken, dass es beim Streuen egal sei, welches Material zum Einsatz kommt – Hauptsache, es macht den Eindruck, dass dadurch die Rutschgefahr verhindert wird. Doch Gerichte sehen das nicht so. Wer zum Beispiel Hobelspäne statt des eigentlich dafür vorgesehenen Streuguts verwendet, der muss bei einem Unfall mindestens mithaften, wenn nicht die ganze Haftung übernehmen. Im konkreten Fall war eine Passantin gestürzt und hatte sich den Oberarm gebrochen. Das Oberlandesgericht Hamm bewertete das Streugut als ungeeignet. Im Urteil hieß es: „Hobelspäne entfalten keine nennenswerte abstumpfende Wirkung.“ Wegen eines zusätzlichen Mitverschuldens der Passantin, die besser hätte aufpassen müssen, hafteten der Verkehrssicherungspflichtige und die Verunglückte jeweils zur Hälfte (Aktenzeichen 6 U 92/12).

Streuzeit
Wenn sich der Winter allmählich verabschiedet, dann liegt gelegentlich noch Streugut auf den Wegen. Auf diesem Splitt kann dann wiederum ein Passant oder ein Radfahrer ausrutschen. Wenn allerdings Anfang April noch Streugut auf dem Weg liegt, dann kann der Grundstückseigentümer nach Überzeugung des Landgerichts Dessau-Roßlau nicht automatisch für einen Unfallschaden haftbar gemacht werden. Denn bis Ende März kann es noch gelegentlich zu Überfrierungen kommen, die dann das Streugut wiederum erforderlich machen (Aktenzeichen 1 S 32/12).

Augen auf auf allen Wegen I
Der Winterdienst darf für Immobilienbesitzer nicht zum „Winterterror“ ausarten. So ist es Passanten durchaus zuzumuten, angesichts kritischer Wetterverhältnisse selbst auf die Wege zu achten, die sie begehen. Streulücken seien nämlich auch bei genauer Vorsorge nicht immer zu vermeiden, stellte der Bundesgerichtshof fest. Es komme darauf an, dass der Verkehrssicherungspflichtige seine Aufgabe im Wesentlichen erfülle (Aktenzeichen III ZR 326/12).

Augen auf auf allen Wegen II
Besonders gefährlich sind Schneeflächen, die erkennbar (noch) nicht „behandelt“ wurden. In manchen Witterungssituationen können Wege von einem Moment auf den anderen sehr rutschig sein, ohne dass der Verkehrssicherungspflichtige eine Chance hätte, sofort dagegen vorzugehen. Deswegen legte das Oberlandesgericht Naumburg  in einem Urteil ausdrücklich Wert auf die Aufmerksamkeit der Passanten. Bei unklaren Verhältnissen müssten sie sich ganz sorgfältig voran tasten oder notfalls Umwege gehen, sonst liege ein Mitverschulden von ihrer Seite vor (Aktenzeichen 5 U 44/11) .

Einer für alle, alle für einen
Auch beim Schneeräumen muss ein wenig auf Gleichbehandlung geachtet werden. Es ist nicht vertretbar, wenn per Hausordnung nur einige Bewohner eines Mehrfamilienhauses dafür herangezogen werden sollen. Das Amtsgericht Köln erteilte deswegen dem Plan eine Absage, dass nur drei im Erdgeschoss wohnende Parteien und nicht die 21 übrigen Parteien zu Schneeschippe und Besen greifen sollten (Aktenzeichen 221 C 170/11).

Nicht jeder ist zum Schneeschippen geeignet
Eine Eigentümergemeinschaft beauftragte einen 82-jährigen Mann damit, das Schneeräumen zu übernehmen. Er konnte das offensichtlich nicht in erforderlichem Umfang leisten, jedenfalls ereignete sich ein Unfall mit Personenschaden. Das Oberlandesgericht Oldenburg kam im Zivilprozess zu der Entscheidung, dass die Eigentümergemeinschaft haften müsse. Sie hätte sich angesichts des hohen Alters des Betroffenen ausdrücklich vergewissern müssen, ob der Mann auch wirklich in der Lage sei, seine Pflichten zu erfüllen (Aktenzeichen 1 U 77/13).

Kleine Klarheit
Mehrere Mieter einer Wohnanlage hatten den Winterdienst nach entsprechender Beauftragung durch den Eigentümer untereinander aufgeteilt. Allerdings waren die Regeln nicht so klar, dass jeder genau gewusst hätte, wann er an der Reihe war. Einer der Mieter stürzte daraufhin auf ungeräumtem Grund und forderte Schadenersatz von seinen Mitmietern. Das Oberlandesgericht Naumburg entschied, in solch einer Konstellation sei untereinander keine Haftung zu ermitteln. Dazu waren die Vereinbarungen zu ungenau gewesen. Der Verunglückte musste sich also an seine eigene Krankenversicherung halten (Aktenzeichen 2 U 77/13).

Quelle: Infodienst Recht und Steuern der LBS

Nutzerfreundlichkeit und lokale Händler gefragt
Star Finanz veröffentlicht Ergebnisse zur Online-Shopping Umfrage 2015

Zwar setzt die Mehrheit der deutschen Online-Shopper auf globale Anbieter wie Amazon oder eBay. Ein Großteil der Konsumenten würde jedoch gerne auch auf Angebote lokaler Händler zurückgreifen. Mit 71 Prozent gab ein Großteil der Umfrageteilnehmer an, sie würden lieber bei einem bekannten Händler vor Ort einkaufen, sollte dieser über ein entsprechendes Online-Angebot verfügen.

Der Einzelhandel in Deutschland befindet sich in einer Phase der Veränderungen. E-Commerce gewinnt sukzessive Marktanteile hinzu und mobile Geräte wie Smartphones oder Tablets verändern zunehmend das Kundenverhalten – in den Verkaufsfilialen und darüber hinaus. Vor diesem Hintergrund führte das Hamburger Unternehmen Star Finanz im Oktober dieses Jahres eine Umfrage zum Thema Online-Shopping durch. Rund 13.000 Menschen nahmen daran teil. „Der Großteil der Befragten wünscht sich eine höhere Nutzerfreundlichkeit beim Einkauf im Netz sowie eine bessere Kommunikation der Sicherheitsstandards bezogen auf die persönlichen Daten und ist durchaus offen für alternative Bezahlverfahren“, erklärt Bernd Wittkamp, Geschäftsführer der Star Finanz.

Mobiles Shopping erfreut sich in Deutschland zunehmender Beliebtheit. Laut einer aktuellen Studie des Centre for Retail Research wird hierzulande der Einkauf über das Smartphone in diesem Jahr um 108 Prozent zulegen. Welches hohe Potenzial sich in diesem Segment verbirgt, machen auch die Ergebnisse der jüngsten Umfrage durch Star Finanz deutlich. So gaben 59 Prozent der Befragten an, noch nie über ein Smartphone oder Tablet mobil eingekauft zu haben. Und auch bei den anderen 41 Prozent gibt es auf Seiten der Online-Händler durchaus Verbesserungspotenzial. „Mit 51 Prozent hat über die Hälfte der Umfrageteilnehmer in der Vergangenheit häufig bzw. hin und wieder einen Bestellvorgang aufgrund mangelnder Nutzerfreundlichkeit abgebrochen. Lediglich 10 Prozent haben dies noch nie getan“, berichtet Wittkamp.

Lokale Händler stärken

Schnell und bequem Preise vergleichen, unabhängig von Öffnungszeiten einkaufen und dabei zumeist von einer größeren Auswahl profitieren – für die Befragten sind das die wichtigsten Gründe, um online einzukaufen. „Die Mehrheit setzt dabei auf globale Anbieter wie Amazon oder eBay. Ein Großteil der Konsumenten würde jedoch gerne auch auf Angebote lokaler Händler zurückgreifen“, so Wittkamp. Mit 71 Prozent gab ein Großteil der Umfrageteilnehmer an, dass sie lieber bei einem bekannten Händler vor Ort einkaufen würden, sollte dieser über ein entsprechendes Online-Angebot verfügen.

Konsumenten offen für alternative Bezahlverfahren

In punkto Bezahlung haben sich die Vorlieben der deutschen Online-Shopper in den vergangenen Jahren kaum verändert. Auch bei den Befragten sind PayPal, der Kauf auf Rechnung sowie die Kreditkarte mit insgesamt 89 Prozent die drei beliebtesten Zahlungsmöglichkeiten. Dennoch besteht Potenzial für alternative Bezahlverfahren wie bspw. über das Smartphone. „Von den rund 13.000 Umfrageteilnehmern kann sich mit 51 Prozent etwa die Hälfte die Nutzung zumindest vorstellen, 45 Prozent lehnen dies aktuell ab“, führt Wittkamp aus.
Beim Angebot solcher Dienste vertrauen die Konsumenten mit 87 Prozent in erster Linie einem Finanzinstitut.
Gerade einmal zwei Prozent sprechen in diesem Zusammenhang IT-Unternehmen wie Google oder Apple ihr Vertrauen aus.

Online-Shops können durch Gütesiegel und bessere Transparenz punkten

Vertrauen spielt beim Online-Shopping eine bedeutende Rolle. Für 86 Prozent der Umfrageteilnehmer sind Gütesiegel wie bspw. „Trusted Shops“ für die Kaufentscheidung mitentscheidend. Lediglich 14 Prozent erachten derlei Zertifizierungen für weniger bzw. überhaupt nicht wichtig. „Neben dem Vertrauen ist Konsumenten ebenfalls eine hohe Transparenz seitens der Online-Händler wichtig – insbesondere in Bezug auf Sicherheitsstandards und den Schutz der persönlichen Nutzerdaten sowie bei der Bezahlung“, erklärt Wittkamp. Auch hier ist Platz für Verbesserungen. So wünschen sich 78 Prozent der Befragten bspw. durch entsprechende Hinweise hierzu eine bessere Kommunikation beim Erstbesuch eines Online-Shops. Auch im Zuge des Bestellvorgangs hätten Online-Einkäufer gerne mehr Informationen insbesondere zum aktuellen Status der Bestellung bzw. Tracking-Möglichkeiten wie dem Echtzeit-Standort des Pakets. Das generell hohe Informationsbedürfnis seitens der Konsumenten spiegelt sich letztendlich auch in folgendem Punkt wider: „Mit 40 Prozent gab fast die Hälfte der Umfrageteilnehmer an, sich in den letzten sechs Monaten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen eines Online-Shops durchgelesen zu haben“, so Wittkamp abschließend.

Über Star Finanz:
Star Finanz, ein Unternehmen der Finanz Informatik – zentrales Rechenzentrum der Sparkassen-Finanzgruppe – , ist führender Anbieter von multibankenfähigen Online- und Mobile-Banking-Lösungen in Deutschland. Seit mehr als fünfzehn Jahren prägt das Unternehmen mit Sitz in Hamburg und Hannover mit seinen derzeit über 150 Mitarbeitern das Online-Banking entscheidend mit.
Privatkunden, Mittelständlern und großen Unternehmen bietet die Star Finanz eine umfassende Palette an innovativen Finanzprodukten, darunter die Produktlinien StarMoney, StarMoney Plus und StarMoney Business sowie die Electronic-Banking-Software SFirm. Mit der Online-Banking-Software StarMoney ist Star Finanz als einziger Anbieter deutschlandweit auf 7 Plattformen nativ vertreten. Zum Leistungsspektrum gehört ebenso PFM – ein Portal für das persönliche Finanzmanagement mit Anbindung an die Internet-Filiale der Sparkassen oder den Online-Auftritt von Banken als Ergänzung des digitalen Angebots der Institute, als auch die Unterschriftenmappe, eine App zur mobilen Zahlungsfreigabe für Geschäftsleute mittels EBICS.
Darüber hinaus realisiert Star Finanz erfolgreich individuelle Software-Lösungen, mit denen Unternehmen – vor allem Finanzinstitute – neue Maßstäbe setzen und bei den eigenen Kunden nachhaltig ihren Erfolg steigern. Zwei Beispiele: Die Apps Sparkasse und Sparkasse+ für die Sparkassenfinanz-Gruppe, die zu den führenden Mobile-Banking-Anwendungen für iOS, Android und Windows Phone zählen oder das pushTAN-Verfahren, das den Empfang und die Verwendung von TANs auf ein- und demselben Endgerät ermöglicht und aktuell von zwei führenden deutschen Geldinstituten eingesetzt wird. Die mobilen Finanzapplikationen der Star Finanz wurden inzwischen mehr als elf Millionen Mal in den unterschiedlichen App-Stores heruntergeladen.
Star Finanz ist sowohl Gesellschafter der giropay GmbH als auch technischer Betreiber des gleichnamigen Online-Bezahlverfahrens und treibt die Weiterentwicklung im E-Commerce mit an.

Quelle von Text und Bild: Star Finanz

Neue Häuser müssen ab 2016 noch sparsamer sein: Die verschärfte Energieeinsparverordnung (EnEV) erhöht Anforderungen an Energiestandard für Neubauten.

Wer ab 2016 baut, muss sein neues Haus wärmer „anziehen“. Für Dämmung und Energieverbrauch gelten ab dem 01.01.2016 neue Mindestanforderungen. Das regelt eine Verschärfung der EnEV. Für Neubauten steigen die Energiestandards künftig um 25 Prozent, die Dämmung soll um 20 Prozent verbessert werden. Die Landesbausparkasse (LBS) rät künftigen Bauherren, diese neuen Anforderungen bei der Planung zu berücksichtigen, da sie sich auch auf die Förderprogramme und somit auf die Finanzierung auswirken.

Wer sein Haus nicht ausreichend dämmt, belastet nicht nur seine eigene Geldbörse, sondern vor allem auch die Umwelt. Um die gesteckten Klimaziele zu erreichen, hat die Bundesregierung in der EnEV Energiestandards festgelegt. Diese Anforderungen an Wärmedämmung und Anlagentechnik sind für alle beheizten oder klimatisierten Gebäude verbindlich. Mit dem Jahreswechsel gelten für Neubauten verschärfte Bedingungen. Ein Haus muss dann 25 Prozent weniger Primärenergie pro Jahr verbrauchen als ein Haus, das nach der Verordnung von 2015 gebaut worden ist. Der Primärenergiebedarf bezieht sich dabei auf Heizung, Warmwasser, Lüftung und Kühlung.

Die neue EnEV gilt für alle Neubauten, für die der Bauantrag oder die Bauanzeige ab dem 1. Januar 2016 eingereicht wird. Falls keine Baugenehmigung oder -anzeige erforderlich ist, ist der Baubeginn ab dem 1. Januar 2016 maßgeblich.

Wärmeverlust eines Gebäudes soll um weitere 20 Prozent sinken

Zudem steigen die Anforderungen an die Dämmung. Der Wärmeverlust eines Gebäudes an die Umgebung soll über eine dickere Dämmung noch einmal um 20 Prozent gesenkt werden.

Durch die EnEV werden Bauherren bereits seit 2009 dazu verpflichtet, erneuerbare Energien zu nutzen. Dabei sollten sie sich aber nicht mit den Mindeststandards begnügen. Laut LBS droht sonst die Gefahr, dass die neue Immobilie bereits kurz nach der Fertigstellung bautechnisch überholt ist. Wer jetzt schon nach zukünftigen Effizienzstandards baut, ist auf der sicheren Seite.

Außerdem sollten Bauherren den Zeitpunkt ihrer Antragstellung bzw. Bauanzeige genau im Blick haben, da sich die neue EnEV auch auf staatliche Förderprogramme auswirkt. So gilt zum Beispiel für KfW-Programme: Je geringer der Energieverbrauch des Neubaus, desto höher fällt die Förderung durch die KfW aus – sowohl in Form eines Tilgungszuschusses, als auch durch einen besonders niedrigen Zins.

Da künftig höhere Standards gelten, ändert die KfW ihr Förderangebot: Voraussichtlich schon ab April 2006 wird die Förderung für den Standard Effizienzhaus 70 eingestellt.