Wer sich heute den Traum vom Eigenheim verwirklicht, sollte die Zukunft im Blick haben. In Sachen Energieeffizienz oder intelligente Haustechnik können Bauherren weit vorausdenken. So lassen sich nicht nur auf Jahre niedrige Betriebs- und Unterhaltskosten, sondern auch Wohnkomfort bis ins hohe Alter sicherstellen.
Auch wenn manche Entwicklungen noch nicht absehbar sind: Das Haus der Zukunft wird energetisch weitgehend autark, intelligent und schwellenfrei sein. Strom und Wärme werden direkt im Haus produziert. Die Grundlage hierfür sind regenerative Energieträger, wie Solarenergie oder Geothermie, und eine leistungsfähige Energie- und Gebäudetechnik. Vorausschauende Bauherren planen die dafür erforderlichen Leitungen und Anschlüsse gleich mit, um die Technik später einfacher nachrüsten zu können. Das spart zusätzlichen Aufwand und Mehrkosten.
Energiestandard der Zukunft: Regenerativ und intelligent Eine solarthermische Anlage liefert Warmwasser und beheizt das Haus, während die Photovoltaikanlage Strom produziert. Was davon nicht selbst im Haushalt verbraucht wird, können Eigentümer in das Stromnetz einspeisen und sich vergüten lassen oder in Batterien zwischenspeichern und zu einem späteren Zeitpunkt nutzen – zum Beispiel zum Aufladen des Elektroautos. Noch energieeffizienter wird das Haus durch die Installation einer Wärmerückgewinnungsanlage. Wie bei einem „umgekehrten Kühlschrank“ entzieht eine Pumpe der Umgebung Wärme und speist sie in den Heizkreislauf des Hauses ein.
Energetisch autark wird das Zuhause, wenn es in der Lage ist, die Erzeugung und Verarbeitung der Energie autonom zu steuern. So entscheidet eine Steuerungszentrale beispielsweise selbstständig, ob Solarstrom in das Stromnetz eingespeist oder gespeichert wird, oder sie startet die Waschmaschine, wenn die Sonneneinstrahlung auf dem Dach am stärksten ist. Möglich machen das sogenannte BUS-Systeme. Das sind Datenleitungen, die die Informationen mehrerer hintereinander geschalteter Geräte gemeinsam transportieren und mit der Steuerungszentrale verbinden. Diese kann dann mit allen Geräten kommunizieren, die im Haus Energie erzeugen oder verbrauchen und so die Energie nach Bedarf intelligent einsetzen.
Zukunftsfähigkeit: Mehr als nur Energieeffizienz Die Zukunftsfähigkeit eines Wohnhauses bedeutet auch, beim Hausbau auf Barriere- und Schwellenfreiheit zu achten und die Wohnflächen so zu konstruieren, dass sie flexibel nutzbar sind. Ein einfacher, kompakter Grundriss ist von Vorteil, wenn später etwa ein zusätzliches Kinderzimmer eingerichtet oder eine Einliegerwohnung für die dann pflegebedürftigen Eltern abgetrennt werden soll. Über die BUS-Technik des Hauses können intelligente Geräte einfach nachgerüstet werden. Zum Beispiel altersgerechte Assistenzsysteme, wie druckempfindliche Fußböden, die Stürze von Hausbewohnern erkennen.
Die staatliche Förderbank KfW unterstützt zukunftsorientiertes Bauen. „Je niedriger der Energieverbrauch, desto höher fällt die Förderung der KfW aus“, erklärt LBS-Experte Sven Schüler. Für einen Neubau als „Effizienzhaus 40plus“ erhalten Häuslebauer von der KfW einen Förderkredit in Höhe von bis zu 120.000 Euro, sowie einen Tilgungszuschuss von maximal 30.000 Euro. „Ein Bausparvertrag ist die ideale Ergänzung zur KfW-Förderung, da diese nur bestimmte Maßnahmen unterstützt und in der Regel nicht den gesamten Finanzierungsbedarf für den Hausbau abdeckt. Zusammen mit der angesparten Bausparsumme und dem zinsgünstigen Bauspardarlehen finanzieren sich Eigentümer ihr Traumhaus lückenlos und günstig“, so Schüler.
Quelle: LBS Bausparen & Finanzieren
Mieter riss die alte Tapete ab und hörte dann mit den Arbeiten auf
Wenn ein Mieter an einer Immobilie Renovierungsarbeiten vornimmt, dann sollten diese im Regelfall auch abgeschlossen werden. Sonst könnten von Seiten des Eigentümers Schadenersatzforderungen drohen. Mit einem abgebrochenen Austausch der Tapeten mussten sich nach Auskunft des Infodienstes Recht und Steuern der LBS drei Gerichtsinstanzen befassen.
Das Urteil im Detail
Der Fall: Die Tapeten in einer Doppelhaushälfte waren nach Ansicht eines Mieters in einem bedauernswerten Zustand. Sie waren mehrere Jahrzehnte alt und lösten sich zum Teil schon ab. Deswegen entschied er sich, sie auszutauschen. Er begann mit den Arbeiten und löste die Tapeten von der Wand. Doch dann wurde bekannt, dass das Objekt verkauft werden soll. Der Mieter beendete die Renovierung. Anschließend strengte der Eigentümer einen Zivilprozess an. Er forderte Schadenersatz, um neu tapezieren zu können.
Das Urteil: Während das Amtsgericht zu der Überzeugung kam, wegen des schlechten Zustandes der Tapeten sei kein Schadenersatz nötig, sprach das Landgericht dem Eigentümer eine Entschädigung zu. Der Bundesgerichtshof hatte schließlich das letzte Wort. Grundsätzlich müsse man von einer Pflichtverletzung des Mieters sprechen, weil er die Arbeiten abgebrochen habe. Allerdings könne auch der Zustand der Tapete nicht außer Acht gelassen werden. Es liege im konkreten Fall an dem Vermieter, Beweise für den eventuell noch vorhandenen Wert der Tapete vorzulegen. Erst dann komme ein Schadenersatz in Betracht. (Bundesgerichtshof, Aktenzeichen VIII ZR 263/17)
Quelle: LBS Infodienst Recht & Steuern
Vom 1. bis zum 14. April warten jeden Tag attraktive Preise im Gesamtwert von mehr als 10.000 Euro auf Sie. Oben drauf gibt es noch Basteltipps und Osterrezepte.
So geht’s
Vom 1. bis zum 14. April haben Sie täglich die Chance auf einen unserer tollen Gewinne. Hinter den Ostereiern verstecken sich leckere Osterrezpte, praktische Basteltipps und tolle Preise im Gesamtwert von über 10.000 Euro. Dieses Jahr sind unter anderem dabei:
drei Weber Master-Touch GBS E-5750 Holzkohlegrill
eine Küchenmaschine – KitchenAid
ein iPhone 11 Pro – Apple
paydirekt-Gutscheine im Wert von ca. 5.000 Euro
drei Nintendo Switch Spielekonsolen
ein Samsung S20, 128 GB, Cosmic Grey
Mitmachen!
Die Sparkassen-Osterwochen – präsentiert von paydirekt – öffnen am 1. April ihre Türchen/Ostereier. Bis zum 14. April können Sie täglich ein neues öffnen. Um am Gewinnspiel teilzunehmen, geben Sie einfach Ihre persönlichen Daten ein. Pro Tag dürfen Sie einmal teilnehmen. Mitmachen dürfen Sie übrigens auch, wenn Sie (noch) kein Sparkassen-Kunde sind.
Die Gewinner werden nach Gewinnspielende gezogen und über die angegebene E-Mail-Adresse benachrichtigt.
Ausstellungen, Konzerte, Museen und Lesungen zu Hause erleben
Das hohe Gebot der Stunde heißt: Kontakte vermeiden und zu Hause bleiben – um die weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Deshalb haben die Veranstaltungsorte in Deutschland sowie in den meisten anderen Ländern weltweit geschlossen. Aber: Um den Menschen die Quarantäne zu erleichtern, streamen viele nun ihr Angebot.
Seit dem Ausbruch der Corona-Krise hat sich vieles verändert: Die Bundesregierung hat Kontaktverbote und Ausgangsbeschränkungen verhängt. Theater, Opern, Museen und andere Orte des kulturellen Lebens haben notgedrungen geschlossen.
Doch anstatt nun die Segel zu streichen, stellen viele dieser Veranstaltungsorte ebenso wie Musiker, Sänger und Schriftsteller ihr Angebot den Menschen weiterhin zur Verfügung: digital. Streaming ist das neue Ausgehen.
„United we stream“
Berliner DJs und das Clubleben der Stadt haben Weltruhm. Nicht nur aus anderen Teilen Deutschlands, aus fast allen Ländern kommen die Menschen nach Berlin, um hier zu tanzen, standen dafür früher stundenlang an.
Nun ist es umgekehrt: Mit dem Livestream United we stream der Berliner Clubszene kommt die Party mit einem mehrstündigen Musikprogramm zu ihren virtuellen Gästen nach Hause – verbunden mit einem Spendenaufruf, um Clubs und DJs zu unterstützen.
Täglich ab 19 Uhr laufen Beiträge aus wechselnden Clubs online. Neben einer Live-Übertragung von DJ-Sets, Live-Musik und Performances bietet die Plattform auch Gesprächsrunden, Vorträge und Filme rund um clubkulturelle Themen.
Digitale Kammermusik
Was die elektronische Musik kann, kann die Klassik auch: Die großen Konzert- und Opernbühnen der Welt streamen ihre Premieren (ohne Live-Publikum) und ältere Produktionen online.
Dafür haben die Berliner Philharmoniker die Digital Concert Hall ins Netz gestellt und die Wiener Staatsoper die Staatsoper Live. Das neue digitale Angebot der Metropolitan Opera in New York können kulturinteressierte User aus aller Welt unter Nightly Met Opera Streams genießen.
Einige der Musikerinnen und Musiker der Metropolitan Opera zeigen online ein eigenes Programm mit kurzen Videos: Von Bizet bis Schubert spielen sie zu Hause unter dem Hashtag #MusicConnectsUs.
Wohnzimmer-Konzerte – Toilettenpapier inklusive
In Deutschland haben klassische Musikerinnen und Musiker eine „Corona Music Challenge“ ins Leben gerufen und Facebook als neuen Konzertsaal entdeckt: Während die Pianistin Fidan Aghayeva-Edler unter den Hashtags #ArtistsUnderQuarantine #spreadmusicnotfear #corona #covid19 #livefromhome Solostücke spielt, verabredet sich ihr Kollege Kunal Lahiry jeden Tag mit anderen Sängerinnen und Sängern zu digitalen Duetten.
Das Musikmagazin „Rolling Stone“ trotzt der Krise mit Wohnzimmer-Konzerten auf seinem Instagram-Kanal: Unter dem Label In my room geben Stars wie Brian Wilson von den Beach Boys immer mittwochs ein kleines Konzert.
Ein ähnliches Format hat sich die Kölner Brassband Querbeat einfallen lassen. Unter „Heute ist unser Sofa unser Place to be“ haben sich die 13 Musiker auf Youtube zu einem Videocall zusammengefunden – während sie eines ihrer Lieder zu Hause am Schreibtisch oder auf dem Sofa spielen – übrigens mit dekadent viel Toilettenpapier als Deko.
Theater on demand
Auf den Theaterbühnen proben die Ensembles alternative Wege zum Publikum: Die Schauspieler und Dramaturgen des Schauspielhauses in Düsseldorf melden sich dreimal pro Woche mit Beiträgen für ihr Publikum zum Lesen, Hören, Zuschauen und Mitmachen in ihrem digitalen Magazin.
„Zwangsvorstellungen“ nennt die Berliner Schaubühne Theateraufzeichnungen aus allen Jahrzehnten seit ihrer Gründung, die sie nun online stellt. Die Mitschnitte sind täglich von 18.30 bis 24 Uhr abrufbar. Außerdem gibt es immer um 18 Uhr Grußbotschaften des Ensembles.
Das Theater Dortmund hat sein Symposium zu Kunst und Theater im Digitalen Zeitalter passenderweise auf die Online-Plattform Cheers for Fears verlegt. Und die Münchner Kammerspiele veröffentlichen jeden Tag auf ihrer Webseite den internen Mitschnitt einer Inszenierung aus ihrem Spielplan.
Lesungen auf Instagram und Co. – pünktlich um 16 Uhr
Jeden Tag um 16 Uhr lesen sechs junge Schauspielerinnen und Schauspieler aus dem Buch „Desintegriert euch“ von Max Czollek – live via Instagram.
Ebenfalls auf Instagram trägt ihr britischer Kollege, der Star-Trek-Schauspieler Patrick Stewart, ab sofort täglich ein Sonett von William Shakespeare vor. Mit dem Werk ist „Captain Jean-Luc Picard“ bestens vertraut, er hat schließlich bei der Royal Shakespeare Company gelernt.
Und in den Livestreams von NDR und SWR lesen bekannte deutsche Autoren montags bis freitags Kindergeschichten aus ihren Büchern. Dafür filmen sich die Autoren in ihren Wohnzimmern. Sendezeit ist auch immer um 16 Uhr.
Allein im Museum
Hollywood-Blockbuster haben schon mehrfach die Vorstellung thematisiert, einmal eine Nacht alleine im Museum zu verbringen. In Zeiten von Corona ist das plötzlich nichts Außergewöhnliches mehr, wenn auch nur virtuell.
So ermöglicht die Internetseite der Staatlichen Museen zu Berlin den digitalen Zugang zu über 30 Landingpages aller Museen, Sammlungen und Institute der Bundeshauptstadt. Außerdem bietet ihr Blog „Museum and the City“ viele Hintergrundgeschichten, Interviews und Bildstrecken zu allen Museen und Sammlungen. Darüber hinaus gewähren interessante Porträts der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oder thematische Reihen, wie etwa zur Sanierung der Neuen Nationalgalerie, einmalige Blicke hinter die Kulissen.
Dieses abwechslungsreiche Angebot macht die Krise sicherlich nicht einfacher. Aber es erleichtert und bereichert die Zeit zu Hause – wenn auch nur virtuell.
Quelle: sparkasse.de
Eines ist sicher: Die Sparkasse ist und bleibt auch weiterhin für Sie erreichbar. Unsere weiterhin geöffneten vier Standorte in der Stadtmitte, in Annen, Herbede und Heven sind auch weiterhin persönlich für Sie da. Dabei sorgen wir dafür, dass alle Distanz- und Hygienemaßnahmen eingehalten werden. So ist auch in diesen schwierigen Zeiten weiterhin persönliche Beratung möglich. Dennoch bitten wir unsere Kundinnen und Kunden, unsere noch geöffneten Standorte möglichst nur in dringenden Angelegenheiten, die nicht online oder telefonisch erledigt werden können, zu besuchen. Und zwar zum Schutz unserer Kunden und Mitarbeiter gleichermaßen. Übrigens: Die Mehrzahl der Beraterinnen und Berater – und zwar auch in den geschlossenen Geschäftsstellen – steht für Sie auch weiterhin unter den bekannten Durchwahlnummern telefonisch zur Verfügung. Darüber hinaus können Sie ihre Bankangelegenheiten telefonisch über das Kunden-Service-Center (telefonisch erreichbar montags bis freitags von jeweils 8.00 bis 18.00 Uhr) sowie die Internetfiliale der Sparkasse www.sparkasse-witten.de abwickeln. Selbstverständlich stehen die Selbstbedienungsgeräte an unseren Filialstandorten in allen Wittener Stadtteilen auch weiterhin uneingeschränkt zur Verfügung.
Übrigens: Kontaktlos, sicher und schnell zahlen Sie auch mit Ihrer SparkassenCard oder über unsere mobile Sparkassen-App.
Und noch eine wichtige Bitte an Sie: Bleiben Sie gesund!
Investieren in Aktien – so geht es richtig
Viele Menschen überlegen, ihr Geld in Aktien anzulegen. Völlig zu Recht! Doch Sie sollten das nicht unvorbereitet tun. Wir helfen Ihnen beim Einstieg mit zehn einfachen Tipps.
Tipp 1: Verstehen Sie, in was Sie investieren
Es klingt banal, aber Sie sollten verstehen, in was Sie Ihr Geld stecken. Wenn Sie sich für eine spezielle Aktie interessieren und sich nicht nur auf Ihre gute Nase verlassen wollen, sollten Sie sich zum Beispiel den Geschäftsbericht der AG, die aktuellen Quartalszahlen, Analystenberichte und volkswirtschaftliche Prognosen ansehen.
Oder Sie nutzen die Expertise von Profis und investieren lieber in einen Aktienfonds, bei dem sich ein oder mehrere Fondsmanager um Märkte und Analysen kümmern. Auch hier sollten Sie sich informieren: Wie wird die Gesellschaft zum Beispiel im jährlichen Capital-Ranking beurteilt? Und passt die Ausrichtung des Fonds zu Ihrem persönlichen Chance-Risiko-Profil? Dabei hilft Ihnen Ihr Sparkassenberater.
Tipp 2: Setzen Sie nicht alles auf eine Karte
Sie haben sich informiert und eine konkrete Aktie im Auge? Das ist ein guter Anfang. Aber vielleicht denken Sie ja auch über mehrere Titel nach und können sich nicht entscheiden. Das müssen Sie auch nicht unbedingt. Denn wenn Sie erstmal mit einem Aktienfonds anfangen, wird Ihr Geld auf hunderte verschiedene Werte verteilt. So minimieren Sie das Risiko, falls doch mal ein Unternehmen schlechte Zahlen schreibt und gar Pleite macht.
Wenn Sie zwar in Aktien einstiegen möchten, aber noch etwas weniger Risiko gehen wollen, sind auch sogenannte gemischte Fonds interessant. Die legen das Geld nicht nur in Aktien, sondern auch in Zinspapieren an. Je nachdem, wie die Fondsmanager die Märkte einschätzen, kann der Anteil der Aktien auch mal zurückgefahren werden.
So haben Sie dann gleich zweimal gestreut: Sie verteilen Ihr Geld auf Aktien UND Renten – und innerhalb diese beiden Assetklassen noch einmal auf viele verschiedene Einzelwerte.
Tipp 3: Investieren Sie nur verfügbares Kapital
Auf dem Kapitalmarkt sollten Sie nur Kapital anlegen, das bei Ihnen nicht anderweitig verplant ist. Wenn Sie wissen, dass Sie das Geld in den kommenden fünf Jahren für den Lebensunterhalt, die Tilgung Ihres Privatkredits oder andere Anschaffungen brauchen, gilt: Finger weg. Denn einen fixen Verkaufszeitpunkt, der dann gerade besonders ungünstig sein könnte, sollten Sie vermeiden.
Ein Beispiel: Sie müssen in zwei Jahren ein Auto kaufen. Bis dahin legen Sie das Geld in Aktien an. Aber genau in dem Moment, wenn Sie das Auto brauchen, hat die Börse eine Schwächephase. Die Folge: Sie müssen mit Verlust verkaufen.
Tipp 4: Haben Sie Geduld mit Ihrer Anlage
Sie benötigen eine neue Küche, aber es fehlen ein paar Tausend Euro. Also das Geld an der Börse anlegen und sich so schnell die fehlenden Mittel besorgen? Bitte nicht! Bei der Geldanlage am Aktienmarkt brauchen Sie einen längeren Atem – auf den schnellen Euro sollten Sie besser nicht wetten. Eine gute Idee ist dagegen das regelmäßige Sparen mit einem Fondssparplan.
Wenn Sie auf zügige Gewinne angewiesen sind, werden Sie unweigerlich auf ein risikoreiches Investment setzen müssen. Das kann gut gehen, aber viel zu oft tappen gerade Anfänger hier in eine Falle. Denn mit einem unausgewogenen Portfolio könnten Sie am Ende blank dastehen.
Wenn Sie dagegen Geduld beweisen und mit Weitsicht anlegen, haben Sie wesentlich größere Chancen, Ihre Geldanlage bestmöglich zu gestalten. Mit der Zeit sinkt das Risiko deutlich, mit Aktien Geld zu verlieren. Wer bislang mindestens elf Jahre mit einen Fondssparplan in die 30 Dax-Werte investierte, lag am Ende immer im Plus. Dennoch unterliegen Investmentfonds Kurschwankungen.
Tipp 5: Lassen Sie sich nicht von Verlusten nervös machen
Natürlich gehen Sie mit der Erwartung ins Aktien-Rennen, möglichst eine gute Rendite zu erzielen. Aber die Börse ist immer in Bewegung und Ihr Depot kann zu einem bestimmten Zeitpunkt auch einmal Verluste aufweisen.
Kursschwankungen sind ganz normal und kommen immer wieder vor. Das ist kein Unglück, sondern im Gegenteil ein Zeichen dafür, dass die Wertpapier-Märkte funktionieren und Angebot und Nachfrage sich verändern. Bereiten Sie sich darauf vor, dass es zu Korrekturen kommen kann und verfallen Sie nicht Panik und Aktionismus. Reagieren Sie mit kühlem Kopf.
Bei Aktien können Sie sich zur Sicherheit eine „Stop-Loss“-Grenze setzen, also einen Wert, ab dem Sie Ihre Anlage auf jeden Fall abstoßen wollen. Auf der anderen Seite können Kurskorrekturen aber auch genau der richtige Zeitpunkt sein, um zu einem günstigen Preis nachzukaufen.
Tipp 6: Bleiben Sie bei Aktientipps skeptisch
Sie hören oder lesen einen todsicheren Tipp von einem vermeintlichen Börsen-Guru? Bei dem mehr als 10 oder 20 oder mehr Prozent Rendite sicher sind? Dann haben wir auch einen Tipp für Sie: Seien Sie vorsichtig!
Es gibt im Umfeld von Geldanlagen jede Menge sogenannte Experten, die Ihnen Versprechungen machen. Sie sollten sich aber immer fragen, was derjenige für ein Interesse hat, Ihnen diese Information mitzuteilen.
Begegnen Sie deshalb allzu verlockenden Tipps und Hinweisen lieber mit einer gesunden Skepsis.
Tipp 7: Spekulieren Sie nicht, legen Sie an
Kaufen, verkaufen, kaufen, verkaufen: So stellt sich mancher das Anlegen in Wertpapieren vor. Mit der Realität hat das im Normalfall nicht viel zu tun. Dass Sie eine Aktie kaufen und nach Tagen oder Wochen direkt wieder abstoßen, bleibt hoffentlich die Ausnahme.
Denn wer viel und schnell handelt, produziert vor allen Dingen erst eines: Kosten. Beim Kaufen und Verkaufen werden Gebühren fällig, die von der Wertentwicklung der Aktie oder eines Fonds erstmal einmal wieder reingeholt werden müssen.
Wer strukturiert und breit anlegt, muss nicht laufend rein und raus aus Aktien.
Tipp 8: Nutzen Sie den Zinseszinseffekt
Lassen Sie Ihr Geld für sich arbeiten. Dieser Satz beschreibt am besten, was der Zinseszins für Ihre Anlage bedeutet. Er ist der Hebel, mit dem Sie das volle Potenzial ausschöpfen.
Die Idee dahinter ist relativ einfach: Sie reinvestieren Ihre Gewinne beziehungsweise Zinsen, um daraus weitere Erträge zu erwirtschaften. Sie fügen also Ihre Gewinne dem eingesetzten Kapital hinzu, um so die Chance auf größere Erträge zu haben. Bei Fonds passiert das Wiederanlegen meist automatisch, da müssen Sie selbst gar nicht aktiv werden.
Der Zinseszins ist einer der wichtigsten Mechanismen der Vermögensbildung überhaupt. Albert Einstein antwortete auf die Frage, was die stärkste Kraft im Universum sei: „Das ist der Zinseszins!“ Vor allem langfristig zahlt er sich für Sie aus. Nutzen Sie also diesen Effekt, um Ihr Vermögen entscheidend vergrößern zu können.
Tipp 9: Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Anlage
Sie sollten Ihre Anlage mit einer ruhigen Hand verwalten. Das heißt aber nicht, dass Sie Ihr Portfolio vernachlässigen dürfen. Selbst wenn Sie den Finanzmarkt einigermaßen im Blick haben, können sich Vorzeichen ändern. Solche Entwicklungen sollten Sie nicht verschlafen.
Besser ist es, wenn Sie gemeinsam mit Ihrem Anlageberater regelmäßig – am besten mindestens einmal im Jahr – über Ihr Depot sprechen und gegebenenfalls Anpassungen vornehmen.
Tipp 10: Warten Sie nicht länger
Sie haben das Gefühl, es gibt noch so viel zu lernen und wagen sich deshalb nicht an Aktien heran? Trauen Sie sich, denn jeder Tag ohne Anlage ist ein Tag ohne Chance auf Rendite.
Um in den Kapitalmarkt einzusteigen, müssen Sie kein Börsen-Profi sein. Genau dafür gibt es Fonds und Spezialisten, die sich um das Management kümmern. Und wenn Sie einmal dabei sind – zum Beispiel mit einem Fondssparplan – ist das Anlegen am Kapitalmarkt für Sie ganz normal.
Bei der Deka, dem Wertpapierhaus der Sparkassen, können Sie bereits ab 25 Euro pro Monat einsteigen. Trauen Sie sich und machen Sie einen Anfang.
Sie haben noch Fragen? Ihre Sparkasse hilft Ihnen gerne: Senden Sie eine Nachricht, vereinbaren Sie einen Beratungstermin in Ihrer Filiale oder fordern Sie einen Rückruf an. https://bit.ly/2PFieYj
Quelle: sparkasse.de
Dreimal mehr im März: mehr Tageslicht, mehr Fachkräfte, mehr Gleichberechtigung. Im dritten Monat des Jahres beginnt nicht nur der Frühling. Auch in Sachen Politik, Gesellschaft und Kultur bietet der März allerhand Neues.
Politik und Wirtschaft
Mehr Fachkräfte dürfen einwandern
Am 1. März tritt das neue Fachkräfteeinwanderungsgesetz in Kraft. Es soll dem fortschreitenden Fachkräftemangel in Deutschland entgegenwirken, indem qualifizierte Fachkräfte aus Nicht-EU-Staaten, den sogenannten Drittstaaten, angeworben werden.
Bislang haben Arbeitnehmer aus Ländern außerhalb der EU nur mit anerkannter akademischer Ausbildung unbeschränkte Aussicht auf Beschäftigung in Deutschland. Ab März 2020 können auch Arbeitnehmer in Ausbildungsberufen mit einer entsprechenden ausländischen Berufsqualifikation ein Visum oder eine Erlaubnis zur Aufnahme einer Beschäftigung erhalten. Diese Öffnung ist nicht nur für sogenannte Engpassberufe vorgesehen. Sie erstreckt sich auf alle Berufszweige.
Masern-Impflicht
Vom 1. März an gilt in ganz Deutschland die Impflicht gegen Masern. Mit der neuen Impfpflicht sollen die immer wieder auftretenden Masern-Ausbrüche zurückgedrängt werden. Masern gelten als eine der ansteckendsten Infektionskrankheiten.
Kinder müssen laut Masernschutzgesetz ab dem vollendeten ersten Lebensjahr, beim Eintritt in die Schule oder in den Kindergarten die von der Ständigen Impfkommission empfohlenen Masern-Impfungen vorweisen. Kinder, die schon in einer Gemeinschaftseinrichtung betreut werden, müssen den Nachweis bis zum 31. Juli 2021 erbringen.
Wer sich weigert, dem droht ein Bußgeld von bis zu 2.500 Euro. Während Kitas und Tagesmütter nicht geimpfte Kinder abweisen sollen, ist das bei Schulen aufgrund der Schulpflicht nicht möglich.
Spurensicherung nach Sexualdelikt wird Kassenleistung
Wer Opfer eines Sexualdeliktes wurde, musste bislang die Kosten für eine vertrauliche Spurensicherung selbst bezahlen. Ab dem 1. März werden diese Kosten von den Krankenkassen übernommen. Auch Laboruntersuchungen, die nötig sind, um etwa sogenannte K.o.-Tropfen nachzuweisen, sind ab März eine Kassenleistung.
Tag der Aktie
Aktien machen aus Privatpersonen Miteigentümer eines Unternehmens. Sie ermöglichen Startups, neue Geschäftsideen umzusetzen und sie sichern Großunternehmen die Finanzierung von Wachstum und Beschäftigung.
Aktien sind dabei so vielfältig wie ihre Anleger. In einer Zeit des Niedrigzinses sind sie ein wichtiger Bestandteil einer nachhaltigen und zukunftssicheren Vorsorgestrategie.
Am 16. März ist der Tag der Aktie, inzwischen zum sechsten Mal. Er dient dazu, die Aktienkultur in Deutschland zu verbessern. Weitere Informationen zum Thema Wertpapiere und passende Investitionsmodelle für jeden Anlegertyp finden Sie auch bei der Deka.
Gesellschaft
Internationaler Frauentag
Am 8. März feiern wir den Internationaler Frauentag, auch Weltfrauentag, Frauenkampftag, Internationaler Frauenkampftag oder ganz einfach Frauentag genannt. Seit mehr als 100 Jahren demonstrieren Frauen an diesem Tag weltweit gegen Diskriminierung und für Gleichberechtigung im Arbeitsleben, in der Gesellschaft und vor dem Gesetz.
Übrigens: Den Frauen, genauer gesagt der finanziellen Unabhängigkeit von Frauen, widmet sparkasse.de einen eigenen Themenbereich. Ob Renten Gap, Altersvorsorge oder Spartipps für die Elternzeit: Die Artikel geben Antworten auf die wichtigsten Fragen zu den finanziellen Unterschieden zwischen Männern und Frauen.
Dazu passt der Equal Pay Day am 17. März, dem 76. Tag des Jahres. Denn rechnerisch arbeiten Frauen bis zu diesem Tag im Jahr umsonst. Zumindest gemessen an dem Gender Gap in Höhe von 21 Prozent, der laut Statistischem Bundesamt aktuell herrschenden Lohnlücke zwischen den Gehältern von weiblichen und männlichen Kollegen.
Zeitumstellung auf Sommerzeit
Es ist wieder soweit: Am 29. März, dem letzten Sonntag im Monat, beginnt die Sommerzeit. Dabei werden die Uhren in der Nacht zum Sonntag um eine Stunde von 2 auf 3 Uhr vorgestellt. Es bleibt also morgens wieder eine Stunde länger dunkel, dafür ist es abends eine Stunde länger hell.
Die Zeitumstellung hat bekanntlich viele Kritiker: Das zweimalige Umstellen im Jahr habe Schlafstörungen, Konzentrations- und Leistungseinbußen zur Folge, bemängeln sie.
Besonders bei den Deutschen ist die Zeitumstellung unbeliebt: In einer Forsa-Umfrage für die Krankenkasse DAK-Gesundheit befürworten 79 Prozent ihre Abschaffung.
Ab 2021 soll es dann auch soweit sein: Das EU-Parlament plädierte im vergangenen Jahr dafür, die Zeitumstellung im Frühjahr und Herbst abzuschaffen.
Bis diese aber endgültig Geschichte ist, braucht es allerdings noch ein Kompromiss unter den Mitgleitstaaten. Bis dahin müssen Ihre Uhren also vorerst weiter umstellen.
Super Tuesday
Die US-Vorwahlen halten die USA traditionell bereits lange vor dem eigentlichen Wahltermin in Atem – so auch 2020. Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang der sogenannte Super Tuesday, der diesmal auf den 3. März fällt: An diesem Tag stimmen mehrere große Staaten gleichzeitig ab.
Der Kandidat, der am Super-Dienstag die meisten Delegierten für sich
gewinnen kann, liegt in der Regel auch nach Ende der Vorwahlen vorn.
Kultur
Leipziger Buchmesse
In Leipzig steht der März im Zeichen des Lesens. Die Buchmesse in der sächsischen Metropole hat eine lange Tradition: Bereits seit dem 17. Jahrhundert gibt es sie, und bis 1945 war sie die wichtigste deutsche Buchmesse. Heute belegt sie in Deutschland Rang zwei nach der Frankfurter Buchmesse. Im Gegensatz zu dieser ist sie aber in erster Linie eine Publikumsmesse.
Bekannt ist die Messe auch für ihr besonderes Rahmenprogramm: „Leipzig liest“ bietet Lesungen und Veranstaltungen auf und abseits des Messegeländes. In diesem Jahr geht die Leipziger Buchmesse vom 12. bis 15. März.
St. Patrick’s Day – Jetzt wird grün(d)lich gefeiert
Die Welt wird in diesen Tagen traditionell ein kleines bisschen grüner. Denn am 17. März ist St. Patrick’s Day, der Tag, an dem die Iren im Gedenken an den christlichen Missionar Bischof Patrick so viel wie möglich in grüne Farbe tauchen.
Gefeiert wird weltweit. Ob die Pyramiden von Gizeh, das Opernhaus in Sydney oder die Allianz-Arena in München – zahlreiche Gebäude und Bauwerke schimmerten bereits in der irischen Nationalfarbe. Chicago färbt jedes Jahr seinen gleichnamingen Fluss ein, und überall laufen Feierwillige in grünem Koboldskostüm samt Hut herum.
Wer Guinness mag und Iren in besonders ausgelassener Stimmung erleben will, sollte für diese Zeit einen Besuch im nächstgelegenen Irish Pub einplanen.
Quelle: sparkasse.de
Mehr als 26 Prozent der Bundesbürger glauben, dass sie sich noch nicht ausreichend um ihre Altersvorsorge gekümmert haben. Das zeigt eine aktuelle Erhebung des Instituts für Demoskopie Allensbach (IfD). Private Altersvorsorge als zusätzliche Absicherung zur gesetzlichen Rente wird für die Gesamtheit der Deutschen immer bedeutender, doch die finanzielle Situation der Frauen unterscheidet sich noch einmal deutlich von der der Männer.
Für das eigene Alter vorzusorgen, ist gerade für Frauen eine Herausforderung – noch immer sind ihre Lebenseinkommen geringer und ihre Erwerbsbiografien heterogener. Etwa weil sie nach der Familiengründung in Elternzeit gehen und dann als Teilzeitkraft wieder einsteigen, oder weil sie mehrheitlich die Pflege bedürftiger Angehöriger übernehmen. Folglich bekommen Frauen im Alter eine geringere Rente – und müssen damit sogar länger auskommen. Laut Statistischem Bundesamt werden Frauen im Schnitt rund fünf Jahre älter als Männer.
Umso wichtiger ist es für sie, sich nicht nur auf die gesetzliche Rente zu verlassen und zusätzlich privat vorzusorgen. „Eine Immobilie ist dafür besonders gut geeignet, denn sie ist nicht nur wertbeständig, sondern man schafft sich auch einen Wohlfühlort nach den eigenen Wünschen und Bedürfnissen“, erklärt Monika Grave von der LBS. Immerhin: Knapp 31 Prozent der Menschen, die allein im Eigentum wohnen, sind weiblich. Der Anteil der Männer ist mit fast 69 Prozent mehr als doppelt so hoch.
Mehr Geld im Alter dank mietfreiem Wohnen Wohneigentum macht unabhängig und zahlt sich vor allem im Alter aus, wenn das Einkommen niedriger ist als während der Erwerbstätigkeit. „Im Unterschied zu anderen Vorsorgeprodukten sind die eigenen vier Wände „Rente mit Sofortnutzen“: Man kann diese ab dem Tag des Einzugs genießen und profitiert später vom mietfreien Wohnen. Ist die Immobilie bezahlt, bleibt dann mehr Geld zum Leben. Damit ist sie gerade für Frauen eine ideale Altersvorsorge“, so Monika Grave.
Wer den Weg ins Eigenheim gehen möchte, sollte gerade in Zeiten niedriger Zinsen frühzeitig Eigenkapital aufbauen. Mit einem Bausparvertrag kann bereits mit kleineren Sparbeträgen über längere Zeit ein guter Grundstock angespart werden. Und auch der Staat hilft mit – etwa durch Förderungen wie Wohn-Riester, Wohnungsbauprämie oder Arbeitnehmersparzulage.
Quelle: LBS Infodienst Bauen und Finanzieren
Antworten auf 3 wichtige Fragen
Die Zahl der Infizierten durch das Coronavirus steigt. Auch an den Börsen gehört das Virus zu den Gesprächsthemen. Müssen sich Sparer und Anleger vor dem Coronavirus sorgen? Wen trifft das Coronavirus am meisten? Sollen deutsche Unternehmer ihre Mitarbeiter aus China zurückholen? Antworten von Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank.
3 Fragen zu Geld an Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Deka
Die Virus-Furcht geht um. An den Finanzmärkten ist die Stimmung angespannt. Müssen Sparer und Anleger sich vor dem Coronavirus sorgen?
Für Privatanleger mit einem Horizont von zehn Jahren und mehr sind solche Episoden an der Börse vollkommen bedeutungslos. Wer hier hektisch reagiert, läuft Gefahr, dass die Börse das Thema bereits wieder überwunden hat.
Eine nachhaltige Beeinflussung der Weltkonjunktur ist nach heutigem Stand unwahrscheinlich. In den kommenden Wochen wird man trotzdem noch abschätzen, ob der Verlauf der Pandemie in dem bisher bekannten Bahnen verläuft, oder ob Besonderheiten auftreten.
Die Welt ist durch Lieferketten und Globalisierung eng verzahnt. Wen trifft das Coronavirus am meisten?
Die heftigsten Folgen treten dort auf, wo die Krankheit ausgebrochen ist. Dort hat bereits eine gewisse Ausbreitung stattgefunden. Deswegen sind erhebliche Eingriffe ins öffentliche Leben notwendig.
Je stärker die Pandemie die chinesische Wirtschaft beeinflusst, desto größer sind natürlich auch die Rückkopplungen in andere Wirtschaftsräume. Durch das SARS-Virus verlor China für etwa ein Quartal 0.5 Prozentpunkte seines Wirtschaftswachstums. Damals nahm die Welt zum ersten Mal zur Kenntnis, dass ein Ereignis in China auch auf die Börsen weltweit Auswirkungen haben kann. Diese Verzahnung ist heute noch wesentlich stärker. Die wirtschaftliche Bedeutung Chinas hat in den vergangenen 20 Jahren enorm zugenommen.
Das Virus dürfte Chinas Wirtschaft im ersten Quartal bremsen. Das liegt unter anderem an den Reisebeschränkungen und den verlängerten Ferien zum chinesischen Neujahrsfest. Ich rechne auch mit negativen Auswirkungen auf den Tourismus, insbesondere in den asiatischen Nachbarländern. Chinesische Touristen spielen hier eine bedeutende Rolle. Auch Japan befürchtet negative Folgen für seine exportabhängige Wirtschaft. China ist der zweitwichtigste Kunde Japans.
Viele deutsche Unternehmen haben Mitarbeiter in China. Sollen diese jetzt besser nach Deutschland zurück?
Die Kosten einer kurzzeitigen Unterbrechung des Wirtschaftsablaufs sind sicherlich niedriger als die Kosten einer unkontrollierten Ausbreitung des Virus. Es ist sehr schwierig, bei solchen Ereignissen hundertprozentig angemessen zu reagieren. Aber angesichts der möglichen Risiken ist Vorsicht keine schlechte Strategie.
Quelle: sparkasse.de
Der Bundesrat hat am heutigen Freitag einer Verbesserung der Wohnungsbauprämie zugestimmt. Damit gibt es bald deutlich mehr Geld vom Staat für viele, die für den Bau, Kauf oder die Renovierung eines Eigenheims sparen. Von der Förderung können künftig mehr Menschen in Deutschland profitieren. Die LBS beantwortet die wichtigsten Fragen zur verbesserten Wohnungsbauprämie und erklärt, was sie bringt und wer davon profitieren kann.
Wer bekommt die Wohnungsbauprämie? Die Wohnungsbauprämie (WoP) fördert diejenigen, die Geld sparen, um eine Wohnimmobilie zu kaufen, zu bauen oder zu renovieren. Dafür gelten Einkommensgrenzen, die mit der Verbesserung der Förderung ab 2021 deutlich angehoben werden, wodurch deutlich mehr Menschen in den Genuss der Prämie kommen.
Wie viel Wohnungsbauprämie gibt es?
Wer mindestens 16 Jahre alt ist und pro Jahr bis zu 700 Euro (1400 Euro
für Verheiratete) auf einen Bausparvertrag einzahlt, erhält ab 2021 eine
Wohnungsbauprämie von 10 Prozent auf diese Einzahlungen – also bis zu
70 Euro (Singles) bzw. 140 Euro (Verheiratete)
pro Jahr. Das sind über 50 Prozent mehr als bisher. Im derzeitigen
Zinstief ist das eine besonders wertvolle Förderung.
Wofür kann die Wohnungsbauprämie verwendet werden? Die angesammelten Prämien gibt es für Vertragsabschlüsse ab 2009 nur, wenn das angesparte Geld später für wohnwirtschaftliche Zwecke, also für den Bau, Kauf oder die Modernisierung von Wohneigentum verwendet wird. Bei jungen Leuten unter 25 Jahren macht der Staat eine Ausnahme: Sie können nach sieben Jahren frei über das gesamte Guthaben inklusive der Wohnungsbauprämien verfügen. Diese Sonderregelung kann jeder Sparer aber nur einmal in Anspruch nehmen. Auch wer unmittelbar eine Immobilie finanzieren möchte, kann von der Wohnungsbauprämie profitieren. Dies funktioniert mit einem Bauspar-Kombikredit. Dabei wird eine Vorfinanzierung abgeschlossen, die zunächst nicht getilgt wird. Stattdessen fließen entsprechende Zahlungen als Sparleistungen auf einen Bausparvertrag, der dann mit der Zuteilung die Vorfinanzierung ablöst. Die Einzahlungen auf den Bausparvertrag sind bis zur Zuteilung förderfähig.
Welche Voraussetzungen sind zu erfüllen? Neben der Zweckbindung sind die Einkommensgrenzen wichtige Bedingungen für den Erhalt der Wohnungsbauprämie. Diese liegen derzeit bei einem zu versteuernden Einkommen von 25.600 Euro (Singles) bzw. 51.200 Euro (Verheiratete). Ab 2021 steigen die Grenzen auf 35.000 Euro (Singles) bzw. 70.000 Euro (Verheiratete). Wichtig: Auch viele Haushalte mit einem höheren Bruttoeinkommen können noch dazu gehören. Denn vom Bruttoeinkommen werden mehrere Posten abgezogen, um das zu versteuernde Einkommen zu ermitteln. Dazu zählen etwa bestimmte Versicherungsbeiträge, Vorsorgeaufwendungen oder auch Kinderfreibeträge. Aufschluss über die Höhe des zu versteuernden Einkommens gibt der letzte Steuerbescheid.
Wie wird die Wohnungsbauprämie beantragt? Zu Beginn jedes Jahres erhalten Kunden der LBS automatisch einen WoP-Antrag für das Vorjahr. Dieser Prämienantrag ist ausgefüllt und unterschrieben bei der Bausparkasse einzureichen. Die Wohnungsbauprämie kann bis zu zwei Jahre rückwirkend beantragt werden. Das heißt: Bis 31. Dezember 2019 kann die Wohnungsbauprämie für das Jahr 2017 gesichert werden, wenn in diesem die entsprechenden Sparbeträge eingezahlt wurden.
Das „Bild des Monats“ im Märkischen Museum Witten ist Kuno Gonschiors „Vibration Grün-Violett-Orange“. Am 23. Februar 2020 lädt der Förderverein Märkisches Museum um 15.00 Uhr in der Reihe „Kunst & Kuchen“ dazu ein, das Bild näher kennen zu lernen. Die Punktebilder von Kuno Gonschior aus den 1960er Jahren können zur sogenannten Op-Art gezählt werden. Die Kunsthistorikerin Maika Letizia Wolff wird mit den Besuchern zusammen dieses flirrende Farbpunktbild erkunden, bei dem Chaos und System aufeinandertreffen. Gemeinsam wird die Frage betrachtet, inwiefern der Künstler mit der Wahrnehmung des Menschen spielt.
Danach ist Gelegenheit, das Gespräch bei Kaffee und selbstgebackenem Kuchen im Lesecafé des Museums fortzusetzen. Die Kosten für Eintritt und Führung übernimmt der Förderverein des Museums, um eine Spende wird gebeten. Das „Bild des Monats“ im Museum findet sich auf den Monatsblättern des aktuellen Kalenders der Wittener Sparkasse wieder.
Text: Carola Kieker
Alle Veranstaltungen und Ausstellungen des Märkischen Museums finden Sie hier.
Wie erfolgversprechend sind exotische Geldanlagen?
Was selten ist, ist wertvoll. In der Niedrigzinsphase ist es naheliegend, sich das Knappheitsprinzip beim Vermögensaufbau zunutze zu machen: aus Sammel-Leidenschaft wird Geldanlage. Geschichten von spektakulären Verkäufen und Traumrenditen gesammelter Objekte gibt es zuhauf. Ist eine teure Sammlung also die beste Geldanlage? Was taugt als Investitionsobjekt – und was nicht?
Deutschland ist Sammler-Land, rund ein Viertel der
Bundesbürger sammelt. Briefmarken, Bierdeckel, seltene Weine, Kunst,
Taschen oder historische Schätze sind seit Jahrzehnten gefragte und
gehandelte Objekte. Was einst Hobby war oder rein dekorative Zwecke
verfolgte, ist in Zeiten der Digitalisierung zur ernst zu nehmenden
Anlagemöglichkeit avanciert.
Die globale Vernetzung von Sammlern und Händlern beflügelt die Preise. Und treibt neue Blüten: von Bonsai-Baum bis Turnschuh. Außergewöhnliche Geldanlagen stehen hoch im Kurs. Denn wem Festgeld und klassische Geldanlage zu renditeschwach, der ertragreiche Handel über Fonds und Wertpapiere aber zu abstrakt ist, flüchtet sich in Sachwerte. Diese Alternative verspricht einen greifbaren materiellen Gegenwert und vergleichsweise gute Gewinne.
Die ungewöhnlichen Wege, sein Geld zu vermehren, sind grenzenlos. Wie viel Potential haben alternative Geldanlagen? Und kann man mit Sneakers wirklich schleichend reich werden? Wir haben außergewöhnliche Geldanlagen unter die Lupe genommen.
Sammeln: Klassiker und Trends
Oldtimer
Alte Autos sind nicht nur etwas für Hobbyschrauber. Es gibt einen großen Liebhabermarkt für Fahrzeuge, die älter sind als 30 Jahre. Allerdings ist Alter nicht gleich zusetzen mit Wertzuwachs – wer in ein KFZ mit H-Kennzeichen (das H steht nach der Zahlenreihe und kennzeichnet einen Oldtimer) investieren will, sollte Expertise haben.
Kunst
Käufer von Kunst haben idealerweise Interesse am Kunstgegenstand selbst, nicht nur an der potenziellen Rendite. Wer sich nicht auskennt, sollte das Kunstwerk auf jeden Fall von Sachverständigen schätzen lassen. Nicht jede Kunst erweist sich als dauerhaft gut verkäuflich.
Wein
Flüssiges Gold für das Portfolio: Eine gute Flasche Wein, aus dem berühmten Weingut Château Mouton-Rothschild beispielsweise, kann ihren Wert über wenige Jahre schnell vervielfachen. Wichtig hierbei ist vor allem eine fachgerechte Lagerung bei hoher Luftfeuchtigkeit und konstanten Temperaturen um die 13 Grad.
Uhren
Sensationsverkäufe in Millionenhöhe sind am Uhrenmarkt
keine Seltenheit. Es gibt eben nur noch wenige der wirklich wertvollen
Chronographen von Rolex, Omega, Tag Heuer oder Patek Philippe, besonders
nicht in tadellosem Zustand. Die Zahl der Fälschungen aber steigt –
ohne Sachkenntnis lassen sich hier keine Gewinne erzielen.
Briefmarken
Mit Briefmarken können durchaus solide Erträge erzielt
werden. Hier sind neben der eigentlichen Marke auch die Destinationen
wichtig – also von wo nach wo der Brief mit der Marke geschickt wurde.
Beliebt sind beispielsweise Briefmarken der Nachkriegszeit.
Handtaschen
Taschen taugen nicht nur als Luxusaccessoire fürs Handgelenk, sondern mitunter auch als Investment. Vor allem Besitzer exklusiver Modelle aus dem Designer-Haus Hermès können mit hohen Wertsteigerungen rechnen: Sonderanfertigungen mit Echtgold-Beschlägen knacken bereits heute die 200.000 Euro-Marke.
Schallplatten
Vinyl ist wieder „in“. Immer mehr Interpreten bieten
neben Musik- Streaming ihre Songs auch auf LPs an. Als Investition sind
seltene Tonträger schon lange gefragt – vor allem Erstpressungen in
neuwertigem Zustand. Je nach Titel werden ultrarare Originale zu stolzen
Preisen gehandelt. Schnäppchen gibt es nur noch selten.
Porzellan
Vor allem für das berühmte Meißner Porzellan zahlen Sammler hohe Summen. Da viele Auflagen nur streng limitiert hergestellt werden, steigt der Wert kontinuierlich. Hier lohnt es sich, in Großmutters Schrank zu stöbern.
Teddybären
Die am höchsten gehandelten Teddybären stellt die Firma Steiff seit über einem Jahrhundert her. Sechsstellige Summen lassen sich bei Auktionen erzielen. Natürlich sind hierbei das Herstellungsjahr sowie das Modell und der Zustand entscheidend.
Puppen
Babypuppen von Käthe Kruse werden bei Auktionen zu Beträgen in vierstelliger Höhe gehandelt, vor allem Modelle aus der frühen Nachkriegszeit. Die Sammler schätzen die Puppen für die große Handwerkskunst in der Verarbeitung und verbinden mit ihnen oft eigene Kindheitserinnerungen.
Sneaker
Von Nike Air, adidas NMD HR bis Yeezy Boost – in limitierter Stückzahl gefertigte Kollaborationen von Sportmarken und Musikern wie Kanye West und Pharrell Williams, erzielen Renditen im zwei- bis dreistelligen Bereich.
Aber auch alte Treter von Kultstars haben Potenzial: So wurden die Sportschuhe des Basketballprofis Michael Jordan für eine sechsstellige Summe versteigert. Mehr zum Thema Geldanlage mit Sneakers im Experten-Interview.
Lego
Kinderspielzeug? Ja, aber auch Erwachsene haben die Bausteine für sich entdeckt. Wenn der Karton verschlossen bleibt, gibt es für bestimmte Bausätze ein hohes Wertsteigerungspotenzial. Vier- bis fünfstellige Summen sind drin. Wie beim 2007 für 500 Euro angebotenen “Ultimate Collector’s Millennium Falcon“. Heutiger Wert: 6.500 Euro.
Comics
Comics sind weit mehr als nur Groschenhefte. Für Sammler und Liebhaber haben sie nicht nur einen emotionalen Wert – Millionenbeträge werden für besondere Erstausgaben gezahlt. Die Preise für Raritäten steigen stetig. Mehr Wert haben eingeschweißte Ausgaben.
Scotch Whisky
Neben edlen Weinen gibt es eine weitere flüssige
Geldanlage: den Whisky-Markt. Interessant ist vor allem der in einer
einzigen Destillerie aus gemälzter Gerste gebrannte Single Malt.
Limitierte Abfüllungen und der Fakt, dass der Whisky nicht nur
gesammelt, sondern auch getrunken wird, lassen den Wert steigen – beim
Black Bowmore von 1993 derzeit um das etwa 150-fache.
Tee
Flüssige Schätze dritter Teil: Sie trinken abends gerne
gemütlich ein Tässchen Tee? Das trifft sich gut. Denn Tee ist eine
durchaus lukrative Geldanlage. Die Sorte Puh Erh beispielsweise wird im
Alter immer besser und kann – gut gelagert – eine fünfstellige Summe
wert sein.
Bonsai
Ein Investment in Bonsai-Bäume ist komplex. Die teuren
Pflanzen-Rohlinge werden nicht allein durch den Faktor Zeit wertvoll,
sondern durch Pflege – denn bei Anzucht und Gestaltung der empfindlichen
Gewächse gibt es viel zu beachten. Das Risiko, dass der Bonsai eingeht,
bleibt bei aller Sorgfalt groß.
Interview: Sind Sneakers das neue Gold?
Ein Investment in Turnschuhe ist eine kuriose Geldanlage. Streng limitierte, ausverkaufte Sneakers werden von Resellern zu schier unglaublichen Preisen weiterverkauft. Die „Sneakerhead“-Szene ist heute so groß, dass gut organisierte Online-Marktplätze existieren. Für begehrte Modelle plündern Fans mitunter ihr ganzes Konto und hoffen auf große Gewinne. Wobei natürlich nicht jeder Treter zum Sammlerobjekt wird.
Wie sinnvoll ist ein Investment in Schuhe von adidas, Nike und Co.? Gabriele Widmann, Volkswirtin bei der zur Sparkassen-Finanzgruppe gehörenden DekaBank verrät, wie der Sammler-Markt funktioniert und wo Anleger aufpassen sollten:
Die Deka investiert vornehmlich in Immobilien und Aktien. Könnten auch mal seltene Gegenstände mit hoher Wertsteigerung eine Rolle spielen, wie beispielsweise teure Sneakers?
Gabriele Widmann: In solch herausfordernden Geldanlagezeiten mit historisch niedrigem Zins haben wir als Deka umso mehr den Ehrgeiz, für unsere Anleger-Kunden bestmögliche Renditen an den Märkten zu erwirtschaften. Da könnte man schon auf die Idee kommen, die Fondsanleger auch an der fulminanten Wertentwicklung von Sneakers, Whisky-Raritäten oder ähnlichem partizipieren zu lassen.
Aber das gewinnorientierte Sammeln hat einen Haken?
Für solide, flexible und verlässliche Geldanlagen braucht
es aus unserer Sicht deutlich mehr als nur kurzzeitige Wertzuwächse.
Die können sich nämlich ganz schnell in Nichts auflösen, wie man zuletzt
bei den Kryptowährungen, allen voran beim Bitcoin gesehen hat.
Wir achten aus diesem Grund sehr sorgfältig darauf, dass hinter den Anlagen in unseren Fonds tatsächliche Werte stehen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in Zukunft stabil bleiben. Davon ist der Sneaker-Markt weit entfernt.
Zum Rekordpreis versteigerte Sneaker zeichnen dennoch eine lukrative Erfolgsgeschichte dieser Wertanlage. Wie funktioniert die Wertsteigerung?
So etwas entwickelt sich oft zufällig. Da ist eine begrenzte Zahl an Stücken von etwas, was plötzlich ganz viele Menschen haben wollen. Dank Internet und sozialer Medien verbreitet sich die entsprechende Information heutzutage viel schneller als früher.
Über diese Mundpropaganda springen immer mehr Leute auf den Zug auf,
die sich daraus schnelle Gewinne erhoffen, und schon entsteht eine
kleine Spekulationsblase. Pech haben all diejenigen, die kurz vor dem
Platzen einsteigen und statt üppiger Gewinne nur noch große Verluste
einfahren.
Ist die Wertsteigerung von Sneakers mit der von Aktien vergleichbar?
Aktien sind Unternehmensbeteiligungen. Wenn ich Aktien
eines Unternehmens kaufe, dann gehört mir ein – wenngleich in der Regel
kleiner – Anteil an der betreffenden Aktiengesellschaft.
Die Wertsteigerungen bei Sneakers resultieren daraus, dass für knappe Güter eine hohe Nachfrage besteht und deshalb deren Preise stark steigen. Da diese Nachfrage aber zum Großteil nur darin begründet ist, dass weiter steigende Preise erwartet werden, nicht jedoch in irgendeinem zukünftig steigenden Nutzen, ist hier ganz klar Spekulation im Gange.
Natürlich gibt es auch bei Aktien Spekulation. Diese ist daran zu erkennen, dass Aktienkurse plötzlich viel stärker steigen als es die Gewinnaussichten rechtfertigen würden.
Was halten Sie von Sneakerbörsen wie Stockx.com? Sind die mit herkömmlichen Marktplätzen vergleichbar?
Da solche so genannten Börsen nicht auf Einhaltung von Grundregeln für Märkte überwacht werden, kann ich keine Einschätzung darüber geben, wie vertrauenswürdig sie sind. Die Erfahrung zeigt, dass auf derartigen Marktplätzen oft die Eigeninteressen der Betreiber im Vordergrund stehen und dass beispielweise die so wichtige Transparenz – über Kosten, Angebot und Nachfrage, über Umsätze und so weiter – nicht im gewünschten Umfang vorhanden ist.
Der Basketball-Schuh Nike Air Jordan 12 „Flu Game“ aus dem NBA-Finale 1997 erreichte einen Resale-Preis von 104.765 US-Dollar, umgerechnet etwa 76.000 Euro. Sind Sneakers das neue Gold?
Wenn es so weit kommt, dass Menschen auf der ganzen Welt Sneakers für eine Wertanlage halten, könnten sie tatsächlich zu einem „Goldersatz“ werden. Gold hat allerdings einen unschätzbaren Vorteil: Es ist ein homogener Stoff, der schon seit Jahrtausenden als Wertgegenstand gilt.
Der Wert gebrauchter Sneakers liegt in der emotionalen Verbindung zu ihrem ehemaligen Träger. Die Schuhe sind demnach nur als Einzelstück wertvoll.
Die übrigen derzeit so gehypten Sneakers sind zudem unterschiedlich in Form, Farbe und Qualität. Damit werden sie viel schwerer handelbar als Gold, ihr Wert ist schwieriger einzuschätzen. Es müsste sich zuerst einmal ein langfristiges Vertrauen in den neuen Wertgegenstand „Sneakers“ entwickeln. Das ist aber extrem unwahrscheinlich.
Noch Fragen?
Ob Sneaker-Rendite oder klassischer Vermögensaufbau: Sprechen Sie bei allen Fragen rund um das Thema Geldanlage einfach einen unserer Berater an. Wir helfen Ihnen gerne weiter.
Quelle: sparkasse.de
Cookie-Einstellungen
Wir verwenden Cookies, um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend zu verbessern. Dazu zählen Cookies, die für die Steuerung unserer kommerziellen Unternehmensziele notwendig sind, die ausschließlich zu anonymen Statistikzwecken verwendet werden, für Komforteinstellungen oder für die Darstellung personalisierter Inhalte. Sie entscheiden, für welche Kategorie Sie die Cookies zulassen möchten. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen. Datenschutzerklärung
Diese Cookies sind für die Webseite unbedingt notwendig. Sie helfen dabei, die Webseite nutzbar zu machen und ermöglichen beispielsweise sicherheitsrelevante Funktionalitäten.