Viele Menschen wollen mit einer Immobilie für das Alter vorsorgen. Ein Eigenheim oder ein Mietobjekt zu finanzieren, das ist eine große Aufgabe. Wir zeigen, wie sie sich bewältigen lässt und wann Sie Förderungen beantragen können.

Waldemar und Katharina Maul (32 und 28) wussten, wie weitreichend ihre Entscheidung war und mit wie viel Sorgfalt sie vorgehen mussten. Das junge Paar hatte sich Ende des Jahres 2016 dazu entschlossen, ein Haus zu bauen – für die zweijährige Tochter Leonie, sich selbst und den geplanten zusätzlichen Nachwuchs. Fragen hatten die beiden reichlich. Machen wir es bei der Finanzierung richtig? Gibt es Förderungen, die wir nutzen können? Haben wir etwas vergessen? Was ist, wenn wir krank werden?

Diese Dinge hat Frauke Warmer den beiden beantwortet. Sie ist die Sparkassenberaterin des Ehepaars und Expertin für Wohnungsbaufinanzierungen. Frauke Warmer kennt auch die Eltern von Waldemar Maul schon seit langem. Sie alle wohnten für lange Zeit im selben Ortsteil.

Es kommt auf die kleinen Dinge an

Aber nicht nur das Beantworten aller Fragen war wichtig. Frauke Warmer ist auch so etwas wie ein emotionaler Anker: Ein wichtiger Termin mit der Sparkasse Witten stand für Waldemar Maul an. Als er hörte, dass Frauke Warmer verhindert war, bestand Maul darauf, das Treffen zu verschieben und zu warten, bis seine Beraterin wieder zurückgekehrt war. Diese Anekdote zeigt, wie wichtig auch die menschliche Komponente bei der Beratung ist – besonders bei so einem gewaltigen Vorhaben wie der Immobilienfinanzierung. Man macht so etwas oft nur einmal im Leben. Vertrauen spielt daher eine große Rolle. Eine seriöse Auseinandersetzung mit der Idee vom Eigenheim ist unerlässlich. Das macht man nicht gerne mit einer Unbekannten in einer fremden Stadt am Telefon.

Die Sache mit den Raten

„Die Finanzierung planen wir von heute bis zum letzten Tag durch“, sagt Frauke Warmer. Am Ende muss immer eine gute, nachhaltige Rate entstehen. Sie wird viele Jahre ein fester Bestandteil der Fixkosten sein. Dessen muss man sich bewusst sein und schon im Vorfeld die Kosten für Urlaube, Altersvorsorge und Versicherungen zur Immobilie bei der Festlegung der Rate berücksichtigen, rät Warmer. Genauso wird Familienzuwachs und dessen Ausbildung zu späterem Zeitpunkt die Ausgaben deutlich erhöhen.

Grundsätzlich gilt: Je besser die Finanzierung durchdacht ist, desto mehr Sicherheit gibt es bei den Raten, so die Expertin. Oft seien es mehrere Finanzierungsbausteine, die ins Konzept eingebaut werden. Dabei spielen auch staatliche Förderdarlehen eine Rolle – mehr dazu später. Für wen es passt, können auch kürzere Zinsbindungen für einen Teil der Finanzierung interessant sein. Dann fallen weniger Zinsen an.

Heute schon über die Restschulden nach zehn oder zwanzig Jahren nachzudenken, ist ebenfalls wichtig. Höhere Marktzinsen bei Darlehensverlängerungen können direkte Auswirkung auf die zukünftigen Kreditraten haben.

Frauke Warmer empfiehlt, sich ehrlich zu fragen: „Muss ich mich für eine Rate von 1.000 Euro im Monat für lange Zeit einschränken?“ Als grober Richtwert können Sie überlegen, ob die Finanzierung rund ein Drittel Ihres Nettoeinkommens ausmachen würde. Darüber sollte der Betrag meist nicht liegen. Tipp: Vor dem Finanzierungsgespräch sollten Sie noch mal einen gründlichen Kassensturz machen. Einen Ausgabencheck gibt es z. B. im Budgetplaner oder im Haushaltsbuch von geldundhaushalt.de.

Experten raten, einen Anteil des Immobilienpreises mit Eigenkapital zu bezahlen. Die LBS empfiehlt, dass dieser Anteil mindestens 20 Prozent betragen sollte. So hat es auch Familie Maul gehalten.

Das sind die Unterschiede bei den Krediten

Vorweg zur Erklärung: Raten, mit denen der Kredit zurückgezahlt wird, bestehen aus zwei Teilen: die Tilgung – das ist der Betrag, um den man die Schuld verringert. Und die Zinsen, die eine Bank für das Darlehen berechnet.

Häufig nehmen Menschen beim Hauskauf ein Annuitätendarlehen auf. Wer sich für diese Kreditvariante entscheidet, zahlt über die gesamte Kreditlaufzeit immer dieselbe monatliche Rate. Das gibt ein Stück Sicherheit für die Planung. Beim Annuitätendarlehen berechnen sich die Zinsen immer am zu zahlenden Restbetrag. Und weil der Kredit kontinuierlich getilgt wird, sinkt der Betrag für die Zinsen immer weiter – eine größere Summe fließt dann in die Tilgung.

Beim Festdarlehen müssen in den Raten dagegen nur die Zinsen für den Kredit beglichen werden. Am Ende der Laufzeit muss der Kredit dann auf einen Schlag getilgt werden. Wer mittel- oder langfristig einen großen Geldbetrag erwartet, kann sich zu dieser Variante beraten lassen.

Die Lösung per Bausparvertrag sammelt schon im Vorfeld eines Kredites Geld für die eigene Immobilie an. Ist der vereinbarte Betrag zusammengespart, erhalten Sie Zugang zu einem Darlehen.

Bausparen und eine Förderung, die kaum jemand kennt

Der Bausparvertrag wird in vielen Fällen gefördert. Über die sogenannte Wohnungsbauprämie beteiligt sich der Staat mit einer jährlichen Zahlung an Ihrem Vertrag – mit bis zu 90,11 Euro, wenn man verheiratet ist, wie die Mauls. Auch über die weniger bekannte Arbeitnehmersparzulage kann gefördert werden. Dabei wird ein Betrag in Höhe von neun Prozent des bisher Angesparten gezahlt – das können bis zu 86 Euro pro Jahr sein.

Und wenn sich Ihre finanzielle Situation verbessern sollte, können sie die Wartezeit bis zur Zuteilung des Bausparvertrags auch mit einem Zwischenfinanzierungskredit beschleunigen. Der Kredit läuft dann in der Regel bis zum Zuteilungstermin des Bausparvertrages, also bis zum Moment, an dem man den großen Kredit für die Immobilie bekommt.

Kosten, die man schnell vergisst

Beim veranschlagten Preis des Eigenheims sollte noch ein Anteil hinzuberechnet werden, der weitere Kosten berücksichtigt. Das können Ausgaben für die Grunderwerbssteuer sein, Notarkosten und eventuelle Maklerkosten, aber auch das Bezahlen von fachmännischer Hilfe. Auch Honorare für den Architekten, die Baubegleitung und Erschließungskosten sowie eine Doppelbelastung durch eine Mietswohnung während der Bauphase sind einzuplanen.

Auch Eigenleistungen, die manche für ihr Haus einplanen, werden manchmal unterschätzt. Dabei sollten Sie nämlich die zusätzliche Arbeitsbelastung neben Ihrem Hauptberuf nicht unterschätzen. Und Sie müssen zudem die Materialkosten im Blick haben.

Was Sie bei den Zinsen beachten sollten

Das Thema mit den unvorhergesehenen Kosten ist damit jedoch noch nicht beendet. Denn Zinsen sind zwar derzeit niedrig. Wann sich das ändert, kann im Grunde aber kein Mensch voraussehen. Bei einem so langfristigen Projekt wie einer Immobilienfinanzierung sollte man deswegen eine Sicherung für diesen Fall einbauen.

Ein Kunde kann das gegenwärtige Zinsniveau bis zum Ende der Finanzierung sichern, wenn er sie mit einem Bausparvertrag kombiniert. Auch sollten Sie darauf achten, dass der Preis für die Immobilie nicht unangemessen hoch ist. Denn durch das niedrige Zinsniveau ist es für viele Menschen möglich, eine Immobilie per Kredit zu kaufen. Gleichzeitig versuchen viele Verkäufer das zu nutzen und verlangen besonders in den Metropolen höhere Preise. Wenn Sie weitere Zinssicherungsinstrumente in die Finanzierung einbauen wollen, sollten Sie sich an Ihren Sparkassen-Berater wenden.

Ein Eigenheim zur Altersvorsorge lohnt sich

Waldemar und Katharina Maul sehen in ihrem Haus auch eine Altersvorsorge. Bis zur Rente werden die beiden die Darlehen voraussichtlich abbezahlt haben. Auch für das Vermögen ihrer Tochter und des geplanten zusätzlichen Nachwuchses soll dann gesorgt sein.

Dass sich der Weg des Ehepaars auszahlen wird, ist sehr wahrscheinlich. Eine Studie des Forschungs- und Beratungsinstituts Empirica fand heraus, dass Immobilienbesitzer im hohen Alter nur einem Armutsrisiko von rund fünf Prozent ausgesetzt sind. Mieter dagegen müssen mit einem Armutsrisiko von nahezu 40 Prozent rechnen, wenn sie über 65 Jahre alt sind. Als Armutsschwelle legten die Autoren der Studie den EU-Richtwert zugrunde und kommen dabei für alleinlebende Menschen auf 1.189 Euro im Monat. Wer drunter liegt, gilt als arm.

Noch mehr Förderungsmöglichkeiten

Das junge Paar entschied sich nach gemeinsamer Absprache mit seiner Beraterin für die Variante mit der Wohnriester-Förderung. Dabei legt man ein Wohn-Riester-Konto an und zahlt jährlich einen bestimmten Betrag ein. Wer zum Beispiel vier Prozent seines Bruttogehalts einzahlt, wird mit einer staatlichen Förderung belohnt. So kann ein Vorteil von mehreren Zehntausend Euro dabei herausspringen.

Für die Familie Maul hat Finanzierungsexpertin Warmer zudem Fördermittel der KfW-Bank in die Finanzierung eingebaut. Die KfW oder Kreditanstalt für Wiederaufbau ist eine öffentlich-rechtliche Förderbank. Besonders für Menschen, die in der finanzierten Immobilie wohnen möchten oder sie gar neu bauen, wie Familie Maul, lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Ein Betrag von bis zu 50.000 Euro lässt sich zu günstigem Zins aufnehmen. Zudem ist der Kredit losgelöst vom Einkommen des Antragsstellers. Der Neubau der Mauls steht später einmal als Einfamilienhaus in einem schönen Neubaugebiet. Der Estrich ist gerade gelegt worden. Bald wollen sie einziehen. „Es ist genau das, was wir wollten“, sagt Waldemar Maul.

 

 

Quelle: DSV-Gruppe

Das Wichtigste über Lage, Bauart und Klumpenrisiko: Eine eigene Immobilie, um darin alt zu werden? Viele Menschen arbeiten an diesem Traum. Das Eigenheim bietet tatsächlich Vorteile, jedoch nur, wenn Sie einige Dinge beachten.

Viele Menschen träumen vom Glück in den eigenen vier Wänden. Endlich ausreichend Platz, endlich tun und lassen, was man möchte. Ein weiterer Vorteil: Wer seine Immobilie einmal abbezahlt hat, kann im Alter kostengünstig leben. Miete müssen Sie im Eigenheim schließlich nicht zahlen.

So einfach, so glücklich? Leider nicht. Denn nur, wer bei seinem Eigenheim vorausschauend plant, hat später wirklich etwas davon. Diese drei Dinge sollten Sie beachten, wenn Sie gerade auf der Suche nach einer Immobilie als Altersvorsorge sind.

1. Sich die richtigen Gedanken zur Lage machen

Bei der Lage Ihrer Wunschimmobilie kommt es natürlich zu allererst darauf an, wo Sie sich wohlfühlen. Der richtige Platz für Sie ist genau da, wo Sie sich entspannen können, sich sicher fühlen und haben, was Sie zum Leben brauchen. Fragen, die Sie sich deshalb stellen sollten, sind unter anderem:

Möchte ich lieber in der Stadt, am Stadtrand oder ländlich wohnen? Wie viel Raum brauche ich? In welcher Distanz zu mir wohnen meine Nachbarn? Kann ich mit Lärm und viel Gewusel umgehen? Oder möchte ich lieber in einer ruhigen Nachbarschaft leben?

All diese Dinge beschreiben den Charakter einer Wohnumgebung. Sie sind ausschlaggebend dafür, den richtigen Ort für Ihre Immobilie zu finden. Im Hinblick aufs Älterwerden gibt es jedoch noch weitere Aspekte, die Ihr Eigenheim in puncto Lage erfüllen muss:

Es ist wichtig, dass Ihre Versorgung sichergestellt ist – auch, wenn Sie irgendwann nicht mehr Auto oder Fahrrad fahren können. Das heißt: Supermärkte müssen in der Nähe sein. Überprüfen Sie, wie es mit öffentlichen Verkehrsmitteln aussieht. Und wie steht es um die medizinische Versorgung?

Zusätzlich zur direkten Wohnumgebung sollten Sie beim Immobilienkauf ebenfalls auf die weitere Region schauen. Sie ist vor allem dann relevant, wenn Sie Ihr Haus oder Ihre Wohnung doch weitervermieten möchten. Auch, wenn Sie es heute nicht planen: Nicht immer lässt sich ein Eigenheim bis zur Rente halten. Zum Beispiel, wenn Sie berufsbedingt umziehen müssen oder wenn sich Ihr Haushalt aufgrund einer Trennung auflöst. Für diese Situationen und für das eventuelle Vermieten sollten Sie gewappnet sein. Eine Immobilie in einer guten Lage, also etwa in Ballungsräumen mit großer Mietnachfrage, lässt sich zu einem höheren Preis vermieten. Wo die Nachfrage groß ist, sind hohe und regelmäßige Mietzahlungen wahrscheinlicher.

Die LILA-Lage

Die wichtigsten Kriterien zur direkten und erweiterten Umgebung lassen sich grob in vier Punkten zusammenfassen. Sie beschreiben die sogenannte LILA-Lage:

Landschaft (Sie wohnen, wo es schön ist) Infrastruktur (Es gibt eine gute Verkehrsanbindung) Lebensqualität (Sie wohnen dort, wo etwas los ist) Arbeit (Sie wohnen dort, wo es Arbeit gibt)

 2. Fehler bei der Kostenschätzung vermeiden

Planen Sie einen Hauskauf oder möchten Sie bauen? Egal, für welche Variante Sie sich entscheiden: Denken Sie schon zu Beginn an die Kosten, die ein Objekt zusätzlich zu seinem Anschaffungspreis verursachen kann. Zum Beispiel, weil Sie in Reparaturen, Instandhaltungen oder Umbauten investieren müssen. Entscheiden Sie sich dafür, ein Haus oder eine Eigentumswohnung zu kaufen, sollten Sie genau prüfen, wann und wie es gebaut wurde. Welche Materialien kamen zum Einsatz? Wann wurden Teile ersetzt und erneuert? Die meisten Häuslekäufer verschätzen sich, wenn es darum geht den Modernisierungsbedarf einer Immobilie zu bestimmen.

Bei einer großen Investition, wie dieser, sollten Sie deshalb einen Profi zu Hilfe nehmen. Nur so können Sie sicher sein, dass Rohrleitungen in Ordnung, Keller und Dach dicht und Heizungsanlagen funktionsfähig sind. Und dass diese noch eine Weile halten werden.

Im Hinblick aufs Älterwerden ist außerdem wichtig, dass ein Objekt altersgerecht gebaut ist oder dass Sie es später altersgerecht umgestalten können. Bei einem Neubau haben Sie den Vorteil, gewisse Standards bereits beim Bau berücksichtigen zu können. In etwa, ob Türen ausreichend breit sind oder ob der Zugang zum Haus und zu allen Räumen barrierefrei ist.

Ein wichtiger Aspekt ist auch die Größe der Immobilie. Im Alter wird es anstrengender, sich um viele Räume zu kümmern oder einen großen Garten zu pflegen. Sie können schon beim Konzipieren Ihres neuen Zuhauses überlegen, ob sich Räumlichkeiten später umgestalten lassen – etwa durch Einliegerwohnungen.

Für ein gebrauchtes Objekt sind diese Überlegungen schwieriger. Wände stehen, Räume sind festgelegt. Lassen Sie sich davon jedoch nicht abschrecken und gehen Sie sachlich an die Situation heran. Überlegen Sie, was sich umbauen ließe. Und kalkulieren Sie etwaige bauliche Veränderungen in den Kaufpreis ein – auch, wenn Sie diese nicht sofort umsetzen möchten.

3. Nicht alles auf eine Karte setzen

Die Vorstellung einer eigenen Immobilie, die uns bis ins hohe Alter begleitet und gleichzeitig unsere finanzielle Absicherung bedeutet, ist schön. Aber ist sie auch praktikabel? Experten meinen: nein. Zumindest, wenn die Immobilie die einzige Altersvorsorge ist, die Sie haben.

Investiert man nur in eine einzige Geldanlage, sprechen Experten vom sogenannten Klumpenrisiko. Das heißt: Sie setzen alles auf eine Karte und stecken Ihr gesamtes Geld in eine einzige Lösungsvariante. Und das birgt ein hohes Risiko.

Vergleichbar ist das mit dem Kauf einer Aktie. Um sich abzusichern und etwaige Kursschwankungen auszugleichen, reicht es nicht, auf ein einziges Wertpapier zu setzen. Sie sollten immer breit streuen. Das heißt: Sie investieren in verschiedene Wertpapiere. Verliert eines immens an Wert, rettet Sie das andere.

Stellen Sie sich nun vor, Ihr Haus verliert massiv an Wert. Etwa, weil etwas kaputt geht. Oder weil die Region, in der es steht, plötzlich weniger beliebt ist. Wenn Sie dort weiterhin wohnen möchten, ist das kein Problem. Doch was passiert, wenn Sie Ihre Immobilie zu einem ungünstigen Zeitpunkt verkaufen müssen? Sie können davon ausgehen, weniger Geld dafür zu bekommen, als Sie einst investiert haben. Das wiederum bedeutet einen finanziellen Verlust für Sie.

Wenn Sie in diesem Fall nicht anderweitig für das Alter vorgesorgt haben, stehen Sie vor einem Problem. Denn die Sicherheit (Ihr Haus) ist weg. Kapital haben Sie aber weniger als zuvor.

Dieser Fall ist nicht unwahrscheinlich, denn Wertschwankungen bei Immobilien sind normal. Anders als bei Aktien oder Fonds spürt man sie jedoch nicht. Schließlich gibt es keinen „Haus-Index“, in dem Sie minütlich nachsehen können, wie viel Ihr Heim gerade wert ist. Aus diesem Grund wagen viele eher die Investition in eine Immobilie als in Aktien. Ganz nach dem Motto: Was man nicht weiß, macht einen nicht heiß.

Ein weiterer guter Grund dafür, neben der Immobilie noch anders vorzusorgen: Was nützen die eigenen vier Wände, wenn kein Geld fürs Leben da ist? Viele Hauskäufer unterschätzen diesen Aspekt. Sie zahlen fleißig ihren Kredit ab und sind zum Renteneintritt schuldenfrei. Von ihrer gesetzlichen Rente allein können sie jedoch nicht leben. Problematisch wird es erst recht, wenn Reparaturen anstehen.

Wer das Thema Altersvorsorge klug angehen möchte, investiert breiter, nicht nur in Sicherheit (wie z.B.: das eigene Haus), sondern z.B. auch in eine Kapitalanlage. Nur so können Sie später Ihren Lebensunterhalt bestreiten. Bilden Sie nicht nur einen großen Vorsorgeklumpen, sondern mehrere „Klümpchen“.

Quelle: DSV-Gruppe

Im Alter keine Miete mehr zahlen oder sich mithilfe von Mieteinnahmen die Rente aufbessern? Mit einer eigenen Immobilie kein Problem – wenn man es richtig macht.

Die eigene Immobilie steht bei den Deutschen hoch im Kurs. Egal, ob selbstgenutzt oder vermietet: Als Geldanlageform wird sie seit zehn Jahren kontinuierlich beliebter. Wenn es dabei um die Altersvorsorge geht, zeichnet sich ein etwas anderes Bild: Zwar liegt das selbstgenutzte Eigenheim auch hier ganz vorne. 48 Prozent der Deutschen leben in den eigenen vier Wänden und sichern sich damit finanziell für das Alter ab. Jedoch ist vermietetes Wohneigentum zur Altersvorsorge weniger beliebt. Nur 15 Prozent sorgen auf diese Art vor (Quelle: Vermögensbarometer 2017). Wir stellen diese zwei Varianten einander gegenüber.

Die eigennutzte Immobilie als Altersvorsorge

Mietkosten sparen
Beginnen wir mit dem Offensichtlichen: Wer in seiner eigenen Immobilie wohnt, bezahlt keine Miete. Besonders für Rentner ist das ein großer Vorteil. Denn in den meisten Fällen haben sie weitaus weniger Geld zur Verfügung als zuvor im Arbeitsleben. Perfekt, wenn man sich da die Miete sparen kann. Das Statistische Bundesamt hat 2009 errechnet: Im Schnitt kommen Hauseigentümer monatlich (netto ) 530 Euro günstiger weg als Mieter.
Das klingt nach einer Menge Geld. Man muss jedoch auch bedenken, dass Eigentümer selbst für Reparaturen in und an den eigenen vier Wänden aufkommen müssen. Entscheiden Sie sich für ein Eigenheim, sollten Sie das im Hinterkopf behalten. Sie müssen auch im Ruhestand finanziell in der Lage sein, Reparaturen zu bezahlen und Ihr Zuhause in Schuss zu halten. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Ihre Immobilie nicht Ihre einzige Altersvorsorge ist.

Richtig finanzieren
Im Ruhestand die Miete einsparen, aber immer noch den Immobilienkredit abbezahlen? Das sollte nicht der Plan sein. Zumindest lohnt sich eine Immobilie als Altersvorsorge dann nicht. Achten Sie beim Kauf eines Objekts darauf, dass Sie es sich leisten können. Als Faustregel gilt: Sie sollten bis zum Renteneintritt mindestens 90 Prozent des Kredits abbezahlt haben. Um das zu schaffen, braucht es einen gut durchdachten Finanzierungsplan. Dieser muss sich sowohl an Ihrem Einkommen, als auch an Ihrem Alter orientieren.

Steuervorteile und Förderungen
Wer sich für ein Eigenheim entscheidet, kann sich über einige finanzielle Vorteile freuen. So gibt es zum Beispiel diverse Förderungsmöglichkeiten, die Ihnen bei der Realisierung eines Eigenheims weiterhelfen. Wohn-Riester ist eine Möglichkeit, bei der Sie der Staat beim Aufbau von Kapital unterstützt. Auch steuerlich lässt sich einiges aus einer eigenen Immobilie herausholen. Sie können zum Beispiel Handwerkerkosten von der Steuer absetzen. Genauso ist es mit haushaltsnahen Dienstleistungen, wie dem Putzdienst oder der Gartenpflege.

My home is my Castle
Anders als im Mietobjekt können Sie im Eigenheim tun und lassen, was Sie möchten. Sie planen einen Umbau oder Modernisierungsmaßnahmen? Kein Problem. Sie müssen sich außerdem nicht vor Mieterhöhungen fürchten. All diese Dinge tragen dazu bei, dass ein eigenes Zuhause einen unschätzbar hohen emotionalen Wert bekommt. Sie sind dort unabhängig und sicher.

Die fremdgenutzte Immobilie als Altersvorsorge

Mieteinnahmen
Natürlich müssen Sie nicht selber in einer Immobilie wohnen, um diese als Vorsorge fürs Alter zu nutzen. Entscheiden Sie sich dazu, ein Haus oder eine Wohnung zu kaufen und dann zu vermieten, ist das ebenfalls eine gute Möglichkeit, um Ihre Rente aufzubessern. Denn das bringt feste monatliche Einkünfte. Natürlich lohnt sich das nur unter einer Voraussetzung: Sie müssen Ihr Mietshaus oder Ihre Mietswohnung bereits (zum größten Teil) abbezahlt haben. Hier gilt der gleiche Richtwert wie bei der selbst bewohnten Immobilie. Bis zum Renteneintritt sollten Sie mindestens 90 Prozent Ihrer Kreditschulden getilgt haben. Außerdem sollten Sie nicht außer Acht lassen, dass Sie als Vermieter neben Geld auch Zeit investieren müssen.

Region und Lage
Damit sich Ihre Investition in ein Mietobjekt lohnt, sollten Sie zu allererst auf dessen Lage Wert legen. Denn die entscheidet darüber, ob Sie ein Haus oder eine Wohnung einfach und schnell vermieten können. Nur in Regionen mit großer Mietnachfrage können Sie sicher sein, feste monatliche Einnahmen zu erzielen. Und das ist schließlich der Sinn hinter Ihrer Investition, oder?
Die „LILA-Lage“ ist in diesem Fall ein wichtiger Indikator, um sich für ein Objekt zu entscheiden. Der Begriff „LILA“ bildet sich aus den Anfangsbuchstaben der vier grundlegenden Kriterien für eine gute Immobilien-Lage: Landschaft (Sie wohnen, wo es schön ist), Infrastruktur (Es gibt eine gute Verkehrsanbindung), Lebensqualität (Sie wohnen dort, wo etwas los ist) und Arbeit (Sie wohnen dort, wo es Arbeit gibt). Insbesondere, wenn Sie nicht am eigenen Wohnort investieren, ist es oft schwierig abzuschätzen, wie wertvoll eine Immobilie tatsächlich ist. Lassen Sie sich dann in jedem Fall von einem Immobilienexperten beraten.

Das liebe Geld
Eine 90-prozentige Tilgung Ihrer Kreditschulden bis zur Rente ist die eine Sache. Die andere: Sie sollten sichergehen, dass Sie mit einem Objekt tatsächlich ausreichend Gewinn machen. Schließlich ist eine vermietete Immobilie eine Art der Geldanlage und die soll etwas abwerfen.
Wie Sie herausfinden, ob sich das Vermieten lohnt? In vielen Immobilienanzeigen zu finden: die Bruttomietrendite. Um diesen Wert zu ermitteln, wird der Kaufpreis ins Verhältnis zu den vermuteten Mieteinnahmen gesetzt. Dieser Wert greift jedoch zu kurz, um zu bestimmen, wie hoch Ihre Einnahmen tatsächlich sind. Neben dem Kaufpreis haben Sie schließlich noch andere Kosten. Da gibt es gleich zu Beginn die Grunderwerbssteuer oder Notarkosten. Später fließen Verwaltungskosten oder Ausgaben für Reparaturen und Instandhaltung mit ein. Um die tatsächliche Rendite zu bestimmen, müssen diese Posten ebenfalls in die Berechnung mit einfließen. Orientieren Sie sich also an der Nettomietrendite. Die Nettomietrendite sollten Sie jedes Jahr aufs Neue berechnen. So überprüfen Sie, ob Sie mit Ihrer Immobilie ausreichend Gewinn erzielen. Im Schnitt sollten Sie dabei einen Wert von vier bis fünf Prozent erreichen. Lassen Sie sich dabei aber am besten von Ihrem Sparkassenberater beraten.

Steuervorteile
Für Vermieter gibt es viele Möglichkeiten, Ausgaben von der Steuer abzusetzen – viel mehr, als es bei einem selbstgenutzten Eigenheim der Fall ist. Zum Beispiel können Sie den Kaufpreis gestaffelt geltend machen. Genauso verhält es sich mit der Grundsteuer oder Kosten, die Ihnen bei der Suche nach einem neuen Mieter oder während der Verwaltung entstehen. Kosten für Modernisierungen, die sich positiv auf den Wohnwert auswirken, können Sie auf den Mieter umlegen. Letztlich haben Sie die Wahl. Sie entscheiden, welche Vorsorgeform für Sie am besten geeignet ist. Bei Fragen zur Finanzierung können Sie natürlich jederzeit Ihren Sparkassen-Berater ansprechen.

Quelle: DSV-Gruppe

Wer eine Wohnung mietet, der sollte tunlichst ganz genau auf eventuell bereits vorhandene Schäden achten und diese auch gemeinsam mit dem Eigentümer dokumentieren. Wer erst deutlich später darauf hinweist, der hat nach Information des Infodienstes Recht und Steuern der LBS vor Gericht schlechte Karten. Dann ist der eigentliche Verursacher häufig nicht mehr nachweisbar und der aktuelle Mieter bleibt auf dem Schaden sitzen.

(Amtsgericht Saarbrücken, Aktenzeichen 120 C 12/16)

Der Fall: Die Eigentümerin einer Wohnung machte gegenüber der Mieterin bei der Rückgabe des Objekts Forderungen geltend. So waren die Türen und Türzargen erheblich abgenutzt und zerkratzt. Für die fachgemäße Wiederherstellung sollte die Mieterin aufkommen. Diese aber berief sich auf ihre Vor- oder vielleicht sogar Vorvormieter, die für die Schäden verantwortlich seien. Durch ihren eigenen Gebrauch seien höchstens ein paar weitere Kratzer hinzugekommen. Aus diesem Grund wollte sie die Reparaturen nicht bezahlen.

Das Urteil: Der Vertrag besage eindeutig, dass die Mieterin am Ende der Laufzeit die Wohnung in unbeschädigtem Zustand zurückgeben müsse, befand der zuständige Richter. Hier gebe es jedoch erhebliche Mängel, die auch im Abnahmeprotokoll nach dem Auszug bestätigt seien. Nun hätte es nach Überzeugung des Gerichts an der Mieterin gelegen, Beweise für das Vorhandensein der Schäden bereits bei ihrem Einzug zu liefern. Das sei ihr jedoch nicht gelungen.

Quelle: LBS Infodienst Recht und Steuern

Mit unserem Sparkassenkalender 2017 mit dem Titel „Witten im Fokus“ zeigen wir nicht nur Monat für Monat wunderbare Impressionen aus unserer Ruhrstadt, sondern geben auch wertvolle Foto-Tipps und Tricks, die das eigene fotografische Know-How verbessern oder gar das Interesse für Fotografie und unser schönes Witten erst wecken.

Oktober-Foto-Tipp: Licht und Fotografie II – vom Seiten-, Streif- und Gegenlicht zur Fotografik

Nicht­ nur ­die­ Tageszeiten ­spielen ­eine ­große ­­Rolle,­ auch die­ Richtung,­ aus ­der ­das ­Licht ­kommt, ­kann­ für ­die ­Qualität­ und­ Aussage ­des ­Fotos­ entscheidend ­sein.­ Einige der­ wichtigen­ Lichtarten ­sollen ­hier ­skizziert ­werden.­ Am­ häufigsten­ zur­ Anwendung ­gelangt­ das ­­Seitenlicht.­ Wie der­ Name ­schon­ sagt,­ fällt­ das­ Licht ­von­ der­ Seite­ her ­auf das­ Objekt­ oder ­die­ Landschaft. ­Dadurch­ wird­ deren Räumlichkeit­ betont, ­da­ das ­Licht­ natürlich ­mehr­ oder ­weniger­ Schatten ­wirft,­ wodurch­ Strukturen ­und­ Konturen deutlich­ betont­ werden.­ So­ wirken ­beispielsweise ­die beiden­ vom­ Motiv­ sehr­ ähnlichen­ Aufnahmen­ des ­Ruhrtals ­durch ­die ­verschiedenen ­Lichtsituationen­ sehr ­unterschiedlich. Eine­  besondere­ Form ­des ­Seitenlichts ­kommt­ in ­Form ­des Streiflichts ­vor.­ Streiflicht ­ist ­Licht, ­das­ von­ der­ Seite ­auf eine­ Fläche­ einfällt.­ Es­ kann­­ diffuses­ Licht­ sein ­oder ­ein scharfer­ Strahl,­ der­­ einen­ Schlagschatten ­erzeugt.­ Bei­ tiefstehender­ Sonne ­trifft­ das­ Licht ­in ­einem­ flachen­ Winkel auf ­die­ Oberfläche,­ so dass ­selbst ­kleinste­ Unebenheiten  Schatten ­werfen.­ Dadurch ­wird­ nicht­ nur­ die­ Struktur­ der Oberfläche­ deutlich,­ sondern ­das­ Bild­ erhält­ auch­ Tiefe und­ wirkt­ dadurch ­inter­essanter.­ Wie ­bereits ­zuvor­ beschrieben, ­ist­ die ­Möglichkeit,­ auf­ Streiflicht­ zu ­setzen, zeitlich  ­sehr­­ begrenzt,­ was ­bei­ der ­Planung­ berücksichtigt werden­ muss. Wenn­ sich ­die­ Lichtquelle ­hinter­ dem ­zu­ fotografierenden Motiv ­befindet ­und­ das­ Licht ­deshalb ­mehr­ oder­ weniger direkt ­in­ die ­Kamera­ scheint, ­spricht ­man ­von­ Gegenlicht. Hier­ scheiden ­sich ­die­ Geister.­ Viele­ Fotografen ­vermeiden diese­­ Situation,­ andere ­wiederum ­sind ­von ­den­ gestalterischen ­Möglichkeiten ­begeistert. ­Richtig­­ eingesetzt,­ schafft das­ Gegenlicht ­eine­ dramat­ische ­und­ spannende­ Bildstimmung, ­wobei­ es ­abzu­wägen­ gilt, ­ob ­man ­das ­Motiv­ als Silhouette ­a­bb­ildet ­oder ­es­ doch­ lieber­ angemessen ausgeleuchtet ­vor ­dem ­hellen­ Hintergrund­ darstellt. ­Wie auch ­in­  anderen ­Fällen ­hilft­ eine Belichtungsreihe.­ Verzichtet ­man ­bewusst ­auf­ Zwischentöne­ und­ wird ­das ­Motiv auf­ seine­ reine­ Form ­reduziert­ dargestellt,­ spricht­ man von­ Fotografik.­ Meistens ­wählt­ man ­dazu ­reines ­Schwarz-Weiß.­ Durch ­den ­Verzicht ­auf­ Zwischentöne­ sind­ solche Foto­grafiken ­der ­Rubrik ­der ­abstrakten­ Fotografie­ zuzuordnen. (vgl. auch Kalenderblätter Juli und Dezember)

Blick auf die Ruhr; Bildautor: Christian Wölk

Hammerteich; Bildautor: Hans Marx

Blick auf die Ruhr; Bildautor: Peter Lück

Wolkenwanderer; Bildautor: Roland Schneider

 

Übrigens: Bei Fotos und Bildtipps hat uns der Fotoclub ObjectivArt’96 Witten/Herdecke e.V. unterstützt.

Wie Sie ganz einfach eine Spardose selber machen können? Achtung, jetzt wird’s kreativ! 

Heutzutage gibt es so gut wie nichts, das wir nicht kaufen können. Dabei hilft auch das Internet. Hier finden sich unzählige Online-Händler. Und die verkaufen fast alles, was das Herz begehrt. Keine Frage: Das ist wahnsinnig praktisch. Aber etwas, das Sie sich einfach besorgen können, entdecken auch andere ganz schnell. Wer etwas Einzigartiges sein Eigen nennen will, sucht lange. Oder macht etwas selber.

Basteln war gestern – jetzt kommt Upcycling
Der Trend geht schon eine ganze Weile zum sogenannten DIY. DIY? Das ist die Abkürzung für Do It Yourself, also „Mach es selber“. Egal, ob Schmuck, Vasen, Lampen, Uhren oder sogar Garderoben und Sofas: Die vielen Selbermacher haben den Dreh raus. Und sie zeigen, was sie können: Die individuellen Meisterwerke der DIY-Bewegung gibt es mittlerweile nicht nur auf Blogs im Internet, sondern auch in vielen Magazinen oder im TV zu sehen. Ein Bereich des DIY hat in den vergangenen Jahren besonders viel Aufmerksamkeit bekommen: das Upcycling. Das Wort erinnert Sie an Recycling? Dann sind Sie auf der richtigen Spur. Upcycler verwerten Altes wieder, um daraus etwas Neues zu machen. Mehr noch. Sie werten das auf, was in seiner bisherigen Form nutzlos schien. Beliebt ist diese neue Form des Bastelns aus mehreren Gründen. Zum einen steht das Wiederverwenden im Mittelpunkt. Wer nicht neu kauft, spart Geld und Rohstoffe. Außerdem produziert er weniger Müll und sammelt damit ganz nebenbei Fleißbienchen beim Schutz der Umwelt. Auf der anderen Seite steht das kreative Austoben, denn der Fantasie sind beim Upcycling keine Grenzen gesetzt. Lampen aus alten Hüten oder Schneebesen, Wandregale aus löchrigen Eimern oder Sitzsäcke aus Autoreifen: Alles ist möglich.

Upcyclen Sie eine Spardose
Aber jetzt ran an den Speck! Was haben Sie noch zu Hause, das sich für eine Spardose eignet? Halten Sie zunächst Ausschau nach einem Gefäß. Dafür können Sie gut alte Gläser, aber auch leere Shampoo- oder PET-Flaschen verwenden. Alles, was Sie finden, kann hilfreich sein.
Sie möchten direkt loslegen? Dann nutzen Sie zwei die Anleitungen anbei. Basteln Sie ein cooles Sparschwein oder ein ausgefallenes Motto-Sparglas.

DIY: das coole Sparschwein

So soll´s mal aussehen: Unser DIY-Sparschwein! Also: Ran an den Speck!

Die Materialien: 1 PET-Flasche, 1 Sprühfarbe (Farbe nach Wunsch), Tonkarton, 4 Deckel einer PET-Flasche, 2 Augen aus dem Bastelbedarf, Heißklebepistole, 1 schwarzer Edding, 1 Cutter

Schritt 1: Das Schwein muss stehen. Befestigen Sie die vier Plastikdeckel an einer Seite der Flasche, so dass Ihr Schwein stehen kann.

Schritt 2: Jetzt wird’s bunt. Besprühen Sie die gesamte Flasche mitsamt der Füße in der von Ihnen ausgesuchten Farbe.

Schritt 3: Der Schlitz. Schneiden Sie auf der Oberseite einen ausreichend großen Schlitz in die Flasche. Achtung: Das Material ist sehr weich. Passen Sie also auf, nicht abzurutschen.

Schritt 4: Geben Sie dem Schwein ein Gesicht. Nehmen Sie erneut sie Klebepistole zur Hand und befestigen die Augen.

Malen Sie mit dem Edding Nasenlöcher.

Kleben Sie die Ohren und den Schwanz an. Diese sollten Sie zuvor aus dem Pappkarton ausgeschnitten haben.

Fertig ist das Sparschwein.

 

DIY: das Motto-Sparglas

Die Materialien: 1 Einmachglas alternativ: altes Marmeladen- oder Nutella-Glas, Heißklebepistole, 1 Sprühfarbe (Farbe nach Wunsch), Klebefolie-Buchstaben alternativ: schneiden Sie die gewünschten Buchstaben aus, alte Spielfiguren, Schmirgelpapier

Schritt 1: Erst mal vorbereiten. Bereiten Sie den Deckel Ihres Glases vor. Rauen Sie die Oberfläche an.

Schritt 2: Wofür sparen Sie? Sie legen Geld zurück, um davon eine Reise nach Paris zu bezahlen? Kleben Sie mit der Heißklebepistole einen Miniatur-Eiffelturm auf den Deckel des Glases.

Schritt 3: Beschriften Sie das Glas. Nutzen Sie die Buchstaben, um Ihr Glas zu beschriften.

Kleben Sie die richtige Abfolge auf das Glas und sprühen drauf los. Dabei kann ruhig ein bisschen Farbe daneben gehen.

Schritt 4: Auch der Deckel soll bunt sein. Sprühen Sie anschließend ebenfalls den Deckel mitsamt der aufgeklebten Figur an

Schritt 5: Lassen Sie alles trocknen und schrauben dann den Deckel auf das Glas. Fertig!

Wenn es um das Thema Geld geht, sind Eltern in der Verantwortung. Sie leben ihren Kindern den Umgang damit vor, sie bringen ihnen bei, wie Sparen funktioniert. Auf diese Dinge sollten Eltern achten:

1. Komm‘, wir sprechen über Geld.

Moment mal, über Geld sprechen? Soll man das denn überhaupt? „Über Geld spricht man nicht!“, heißt es schließlich. Die Deutschen tun sich tatsächlich schwer damit. Gerade, wenn es um die Kleinen und ihr Verhältnis zum Geld geht, sollten wir jedoch alle öfter den Mund aufmachen. Kinder müssen verstehen, dass sich Scheine und Münzen nicht von alleine vermehren. Nur so erkennen sie, dass man damit sorgsam umgehen muss. Was also tun? Integrieren Sie das Thema Geld sinnvoll in Ihren Alltag. Nehmen Sie Ihr Kind zum Beispiel mit zum Einkaufen. Zeigen Sie ihm, dass es günstige und teure Produkte gibt – vergleichen Sie gemeinsam. Besprechen Sie nach dem Einkauf, wie viel Geld Sie bezahlt haben. Das gleiche sollten Sie tun, wenn Sie einen neuen Fernseher kaufen, ein Auto finanzieren oder in den Urlaub fahren möchten. Nichts ist umsonst. Wenn man Kindern das erklärt, verstehen sie das gut. Lassen Sie sie zum Beispiel kleine Jobs im Haushalt machen, für die sie Geld bekommen. So wird der Zusammenhang zwischen Geld und Arbeit deutlich. Zeigen Sie Ihren Kindern auch, wie Sie Ihr Geld verwalten oder wie Sie sparen. Je mehr Sie Ihrem Kind über das Thema Finanzen mitgeben, desto besser.
Erzählen Sie Ihrem Nachwuchs ruhig auch, wenn es bei Ihnen mal knapp wird. Achtung: Angst machen sollten Sie Ihrem Sprössling natürlich nicht. Sprechen Sie finanzielle Probleme an, aber mit Fingerspitzengefühl.

 

2. Taschengeld? Na klar, aber dafür gibt es Regeln.

Klappt es mit der Theorie, darf die Praxis nicht fehlen. Deshalb ist es wichtig, dass Ihr Kind regelmäßig Taschengeld bekommt – und das circa ab dem sechsten Lebensjahr. Nur so lernt es nachhaltig mit Geld umzugehen.
Geben Sie ihm auch ein paar Regeln mit auf den Weg. Dann wird es schon bald Taschengeldprofi sein: – Es gibt keinen Kredit. Ist das Geld alle, ist das Geld alle. Einen Kredit, den Ihr Kind zurückzahlen kann, gibt es nicht. Es muss warten, bis Sie das nächste Taschengeld zahlen. Dann kann es erneut Geld ausgeben. – Es gibt keinen Vorschuss. Es gilt das gleiche Prinzip wie beim Kredit: Hat Ihr Kind sein Geld ausgegeben, muss es bis zum nächsten Zahltag warten. Es muss lernen, sein Geld einzuteilen oder für größere Wünsche zu sparen. – Es gibt Taschengeld regelmäßig: Egal, ob Ihr Kind eine Fünf geschrieben hat oder ob es frech zum Nachbarn war: Reduzieren Sie nicht sein Taschengeld. Das bleibt, unabhängig vom Verhalten oder der Leistung Ihres Kindes. Ihr Kind soll lernen zu planen.

 

3. Weißt Du, wie’s um Dein Geld steht?

Ihr Kind hat immer schnell sein gesamtes Geld ausgegeben, obwohl länger kein neues in Sicht ist? Gehen Sie in die Offensive und besprechen Sie dieses Problem. Finden Sie heraus, wofür das meiste Taschengeld draufgeht. Dann können Sie gemeinsam überlegen, ob es Einsparpotentiale gibt.
Wie Sie das machen können? Zeigen Sie Ihrem Sprössling, wie man ein Haushaltsbuch führt. Darin soll er genau notieren, wie viel Geld wohin geflossen ist. Am Wochen- oder Monatsende ziehen Sie dann Bilanz.
Dieser Tipp scheint auf den ersten Blick simpel. Doch haben Sie selber schon mal ein Haushaltsbuch geführt? Erst damit fallen die vielen kleinen Ausgaben auf, die nicht zwingend notwendig sind.
Einen kostenlosen Taschengeldplaner gibt es übrigens beim Beratungsdienst Geld und Haushalt.

 

4. Für größere Wünsche musst Du sparen.

Auch noch im Erwachsenenalter gibt es immer wieder Dinge, die sich nicht einfach aus der Portokasse bezahlen lassen. Sicher, Sie können zur Not Ihr Konto überziehen oder einen Kredit aufnehmen. Ratsam ist das jedoch nicht in allen Fällen. Drängt eine Anschaffung nicht, oder können Sie den benötigten Betrag innerhalb weniger Wochen oder Monate zusammensparen, empfiehlt es sich abzuwarten.
Auch das muss Ihr Kind lernen. Und nicht nur, weil es keinen Kredit aufnehmen oder sein Konto überziehen kann. Für Ihr Kind ist es wichtig, selber zu erleben, dass nicht alle Wünsche sofort realisierbar sind.
Legen Sie zusammen mit Ihrem Kind eine Wunschliste an und überlegen Sie sich einen Sparplan. Wie viel Geld soll in die Spardose? Soll das Ersparte auf ein Girokonto? Besprechen Sie verschiedene Möglichkeiten. Für Kinder zwischen sechs und elf Jahren gibt es bei Ihrer Sparkasse zum Beispiel ein Konto über den KNAXClub – mit attraktiven Zinsen. Nicht selten ändern sich Wünsche, schon bevor das große Ziel erreicht ist. Auch diese Erkenntnis ist wichtig, um erfolgreich Finanzprofi zu werden. Ein sehnlicher Wunsch von heute ist eine Woche später oft schon nicht mehr so wichtig. Die Lektion: Größere Anschaffungen sollte man immer überdenken.

 

5. Vom Taschengeld zum Budgetgeld

Je älter Ihr Kind wird, desto eigenständiger soll es mit seinem Geld umgehen. Hat Ihr Kind seine Ausgaben gut im Blick und schafft es immer wieder etwas zu sparen, sollten Sie daher einen Schritt weiter gehen. Neben dem Taschengeld, das Ihr Kind für all die schönen Dinge des Lebens ausgeben darf, erhält es dann einen weiteren festen Betrag. Ab 14 Jahren können Sie das ganz einfach auf ein eigenes Girokonto überweisen. Ihr Kind bezahlt damit dann die notwendigen Dinge, die zu seinem Alltag gehören. Sie können Schritt für Schritt damit anfangen. Ein Anfang wäre zum Beispiel, dass Ihr Kind vom weiteren Geld seine Kleidung selber kauft. Später kommen dann Schulmaterial, Kosmetik- oder Hygieneartikel oder auch die Reparatur des Fahrrads hinzu. Was wichtig ist und bleibt: Ihr Kind entscheidet, was es kauft und wie viel es für welchen Posten ausgibt. Dieses Budgetgeld ist eine gute Vorbereitung für das Leben, das Ihren Sprössling erwartet, nachdem er sein Elternhaus verlassen hat.
Außerdem ist eigenes Geld für Kind auch entspannter für die ganze Familie. Diskussionen um Geld für neue Klamotten oder Aktivitäten mit Freunden fallen so nämlich weg. Als Anhaltspunkt für das Budgetgeld gibt der Beratungsdienst Geld und Haushalt diese Hinweise.

Quelle: DSV Gruppe

 

Beim „Crazy Pics“-Fotoworkshop des S-Clubs Witten auf der Zeche „Nachtigall“ hieß es:
Kameras raus und rein ins tolle Foto-Abenteuer. An diesem Tag gab´s viele tolle Tipps und Tricks in Sachen Fotografie. Die gesammelten Werke des „Crazy Pics“-Workshops können demnächst auch in der Sparkasse Witten in einer S-Club Ausstellung bewundert werden. Übrigens: Der S-Club ist der Club für junge Kunden der Sparkasse Witten von 13 – 17 Jahren. Einfach in die nächste Sparkassengeschäftsstelle kommen und kostenlos Mitglied werden!

Drei Modelle für ein stressfreies Zusammenleben in einer Wohngemeinschaft /
Exit-Strategie für die Zeit nach der WG im Auge behalten

14.09.2017, Münster (LBS). Halbe Kosten, doppelte Freude: Studenten und junge Menschen am Beginn ihres Arbeitslebens profitieren vom Modell Wohngemeinschaft. Geteilte Mietkosten und soziale Kontakte versüßen ihnen den Auszug aus dem Elternhaus. Ob eine Wohngemeinschaft das Zusammenleben im Alltag dauerhaft gut bewältigt, zeigt sich jedoch oft erst später. Verschiedene Interessen unter den Mitbewohnern, in der Hausgemeinschaft oder mit dem Vermieter sollten deshalb bei der Gestaltung des Mietvertrags von Anfang an mit gedacht werden, empfiehlt die LBS. Mindestens genauso wichtig wie eine gewissenhafte Vorbereitung auf das WG-Leben sollte auch eine gute Exit-Strategie für die Zeit danach sein: „Wer sich nicht frühzeitig mit seiner Wohnsituation nach der WG beschäftigt, wird sein Leben lang Miete an andere zahlen oder gar wieder bei Mutti enden“, sagt LBS-Experte Sven Schüler. Seine Empfehlung: Das Hier und Jetzt in seiner WG genießen und parallel schon für morgen im eigenen Zuhause vorsorgen.

Um einen WG-Mietvertrag abzuschließen, gibt es grundsätzlich drei Möglichkeiten.

Modell 1: Alle Mitbewohner stehen zusammen als Vertragspartei im Mietvertrag.
Hier haben alle Mieter die gleichen Rechte und Pflichten. Sie bilden eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts. Das bedeutet unter anderem, dass für mögliche Ausstände alle Mitbewohner gesamtschuldnerisch haften. Der Vermieter kann damit jeden einzelnen Mieter für das Begleichen des säumigen Gesamtbetrags – z.B. bei ausstehenden Mietzahlungen für ein leeres Zimmer – heranziehen.

Bei einem Mieterwechsel muss der Mietvertrag unter Einbeziehung des Vermieters und der Mitbewohner geändert werden. Es empfiehlt sich, schon im ersten Mietvertrag zu vereinbaren, dass die Bewohner Nachmieter benennen dürfen. Allerdings darf der Vermieter bei einem Mieterwechsel die Kaution weiter in voller Höhe einbehalten, so dass sich die verbliebenen Mitbewohner mit dem ausziehenden Mieter intern über eine Möglichkeit der anteiligen Auszahlung einigen müssen. Will der Vermieter die Wohnung kündigen, muss er der gesamten Wohngemeinschaft kündigen.

Modell 2: Nur ein Mitbewohner steht als Mieter im Vertrag, die anderen sind Untermieter dieses Mitbewohners.
Hier ist der Hauptmieter der einzige und alleinige Ansprechpartner des Vermieters. Er haftet bei allen ausstehenden Zahlungen alleine – auch, wenn ein Zimmer zeitweise nicht vermietet sein sollte. Es ist seine persönliche Angelegenheit, wie er für die Mietzahlungen aufkommt und wer – rein rechtlich gesehen – die Wohnung mit ihm bewohnt. Für ihn empfiehlt es sich mit den Untermietern ebenfalls einen Mietvertrag abzuschließen, der die Zahlungsmodalitäten regelt. Ein Wechsel der Untermieter bedarf jeweils der Zustimmung des Vermieters. Idealerweise sollten Details schon im WG-Mietvertrag geregelt werden. Kündigt der Hauptmieter seinen Vertrag, haben auch die anderen Mitbewohner keine rechtliche Grundlage mehr in der Wohnung zu bleiben und sind auf das Wohlwollen des Vermieters angewiesen. Sollte der Hauptmieter seine Miete nicht mehr zahlen, kann sich der Vermieter zwar nicht an den Untermietern schadlos halten, sie können allerdings im Ernstfall von einer Räumungsklage gegen den Hauptmieter betroffen sein.

Modell 3: Jeder Mitbewohner erhält einen eigenen Mietvertrag. Hier mietet jeder Mitbewohner praktisch nur sein eigenes Zimmer.
Damit haftet jeder Mitbewohner auch nur für seine eigene Miete (inklusive Gemeinschaftsräume wie Küche, Bad etc.). Der Vermieter kann jeden Mieter nur für seine persönlichen Zahlungen zur Rechenschaft ziehen, da er mit jedem einen eigenen Vertrag geschlossen hat. Auch alle anderen Vereinbarungen werden vom Vermieter mit jedem einzelnen Mitbewohner festgelegt und können frei gestaltet werden. Damit kann der Vermieter grundsätzlich auch einen neuen Mitbewohner frei bestimmen. Solche Einzelmietverträge sind hauptsächlich bei Studentenwohnheimen gängig. Bei normalen Mietwohnungen spielen sie kaum eine Rolle.

Auch die Abrechnung der Neben- und Betriebskosten sollten WGs schriftlich regeln

Um Unstimmigkeiten vorzubeugen empfiehlt die LBS, dass Wohngemeinschaften neben der Grundmiete vor allem die Neben- und Betriebskosten schriftlich regeln. Hier können die Kosten gleichmäßig auf alle Bewohner oder – bei sehr unterschiedlichen Zimmergrößen – nach Wohnfläche aufgeteilt werden. Ohne eine Vereinbarung gilt die Wohnfläche unter Einbeziehung der anteilsmäßigen Nutzung von Küche und Bad als Grundlage für die Abrechnung.

Bei den Kosten für Strom und Wasser, die nach dem Verbrauch abgerechnet werden, sollte durch die Personenzahl geteilt werden. Grundsätzlich helfen auch hier genaue Absprachen. Um das Zusammenleben stressfrei zu genießen, können auch über den Putzplan, das Einkaufen oder das Herausstellen der Mülltonnen schriftliche Regelungen getroffen und von allen unterschrieben werden. Das spart im Streitfall Zeit und Nerven.

Quelle: LBS West

Spiel, Spaß und Spannung gab es beim diesjährigen Weltkindertag am 17.09.2017: Bei KNAXigem Wetter konnten die Kids von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr auf der autofreien Ruhrstraße viele tolle Aktionen erleben. Unser KNAX-Klub war natürlich auch mit der Sparschwein-Malaktion dabei. Die KNAXianer bemalten eifrig ihre Sparschweine, so dass wir hinterher viele bunte Kunstwerke bewundern konnten. Nun wollen wir hoffen, dass die kleinen Sparschweine auch fleißig befüllt werden!

Mit unserem Sparkassenkalender 2017 mit dem Titel „Witten im Fokus“ zeigen wir nicht nur Monat für Monat wunderbare Impressionen aus unserer Ruhrstadt, sondern geben auch wertvolle Foto-Tipps und Tricks, die das eigene fotografische Know-How verbessern oder gar das Interesse für Fotografie und unser schönes Witten erst wecken.

September-Foto-Tipp: Spiegelungen

Bei­ diesem ­Monatsfoto ­ist ­die ­Wasserspiegelung­ der Ruhrlastkähne­ und ­der­ Ruine ­Burg ­Hardenstein­ entscheidend. Wichtig­ für ­Spiegelungen ­im­ Wasser ­ist­ natürlich ­eine möglichst­ ruhige­ Wasseroberfläche.­ Sehr­ schöne ­Aufnahmen­ entstehen,­ wenn ­die ­Lichtkontraste­ nicht­ zu ­groß sind. ­Da­ die­ Luftbewegungen ­am­ frühen­ Morgen ­oder späten­ Abend ­(blaue­ Stunde)­ deutlich­ kleiner­ sind, ­eignen sich ­die­ Randstunden ­des­ Tages ­besonders­ gut­ für­ Spiegelungen.­ Bei solchen ­Aufnahmen­ muss­ auf­ den ­richtigen Bildausschnitt ­geachtet­ werden, ­denn­ Hauptmotiv ­und Konterfei­ gehören­ zusammen. Deshalb ­sollten ­die ­Reflexionen­ nicht ­am­ Rand­ abgeschnitten­ werden. Das­ A ­und­ O­ in­ der ­Fotografie ­ist­ die­ Bildkomposition­ mit der­ eigenen­ persönlichen­ Note.­ Um­ das ­Bild­ zu ­komponieren­ und­ eventuell­ mit ­langen­ Belichtungszeiten ­zu arbeiten,­ gehört­ ein­ Stativ­ unbedingt ­dazu. Nach­ Möglichkeit ­fotografiert­ man ­im ­RAW-
­F­ormat.­ Die gegen über­ dem­ JPEG­-Format ­größere­ Farbtiefe ­und­ Belichtung ­bieten ­beim ­Optim­ieren­ des ­Fotos ­am­ PC einen­ viel­ größeren­ Spielraum.­ Das­ umseitige­ Kalenderbild­ entstand­ um­ 6­ Uhr ­morgens­ im­ RAW-­Format ­mit­­ einer ­Belichtungszeit­ von­ 1/40­s,­­ einer­­ Blende­ von ­4,5­ und ­einer Brennweite­ von­ 115­mm.

Aber ­gerade  ­auch architektonische ­Elemente ­eignen ­sich hervorragend ­für ­die ­Aufnahme­ von ­Spiegelungen.

Gehry 6; Bildautor: Roland Schneider

Dabei entstehen­ zum ­Teil­ völlig­ abstrahierte­ Strukturen,­ die ihren­ eigenen­ Reiz­ entwickeln.­ Die­ spiegelnde­ Skulpturder­ „Chicago­ Bean“­ kann­ sich ­ein ­Fotograf ­natürlich­ nicht entgehen­ lassen.Chicago Bean innen; Bildautor: Holger Hänsch

Chicago Bean; Bildautor: Holger Hänsch

Vor 100 Jahren war die Ruhr einer der meist befahrenen Flüsse Europas. Die Ruhraaken beförderten Kohle und
andere Güter. Die Schiffe ließen sich bei der Talfahrt von Wasser und Wind treiben und wurden bei der Bergfahrt von Pferden über Lein- und Treidelpfade gezogen. Die Stadtwerke Witten bieten mit dem Motorfahrgastschiff regelmäßig vom Freizeitbad Heveney bis zur Uferstraße in Witten-Bommern Ent deckungstouren an. Die auf dem Monatsmotiv abgebildeten Lastkähne stellen sicher, dass das Ausflugsschiff MS Schwalbe immer die notwendige Wassertiefe zur Verfügung hat.

Ruhrlastkähne / Ruine Burg Hardenstein; Bildautor: Anton Schnurr

Übrigens: Bei Fotos und Bildtipps hat uns der Fotoclub ObjectivArt’96 Witten/Herdecke e.V. unterstützt.

Besucher der Sparkassengeschäftsstelle Bommern können noch bis zum 02.10.2017 faszinierende Aquarelle des Wittener Künstlers Heinz Borgert bewundern. Der Reiz dieser Technik fesselt. „Es ist das Unkontrollierte, das Transparente, die Leichtigkeit. Jedes Exponat ist ein Abenteuer.“, so Borgert. Nur bedingt lässt sich hier der Schöpfungsprozess kalkulieren, zu unbeständig ist das Wesen dieser Technik. Wunderbare Kunstwerke, die wie zufällige Momente erscheinen, laden zum gemeinsamen Erleben ein.

Die Ausstellung kann zu den angegebenen Öffnungszeiten besucht werden.

Sparkassengeschäftsstelle Bommern, Bodenborn 45, 58452 Witten, Telefon: 02302/174-60
Mo, Do 08.30-18.00 Uhr Di, Mi, Fr 08.30-16.00 Uhr