…so die Erfolgsformel in der langjährigen Zusammenarbeit der Firmenkundenberatung der Sparkasse Witten und den Kunden Brigitta Gumpricht und Markus Gumpricht. Daher auch „Daumen hoch“ für die umfassende und professionelle Beratung durch unsere Beraterin, Alina Herstell, nachdem die Verträge für ein MFH in Dortmund unterzeichnet wurden. Auch im Beruflichen bevorzugen Markus und Brigitta Gumpricht ganzheitliche Ansätze: mit naturheilkundlichen Therapien durch ihre Naturheilkundliche Praxis Brigitta Gumpricht sowie dem Physio mobil Markus Gumpricht. Mit den beiden Praxen sowie ihrem Unternehmen Licht des Lebens GmbH ziehen beide bald in die neuerworbenen Räumlichkeiten ein.

Mit unserem Sparkassenkalender „2021 – Natürliche Schätze am Wegesrand“ laden wir Sie ein – Monat für Monat – die oft unbeachteten und dennoch so wertvollen natürlichen Schätze am Wegesrand neu zu entdecken. Schauen Sie doch einfach mal rein.

September: Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium)


Schon der Name der Schafgarbe verrät, dass die heimische Wiesenpflanze gerne von Schafen gefressen wird. Vor allem die feinen gefiederten Blätter, die bei Blähungen und vermutlich auch gegen Würmer helfen, mögen die Weidetiere. Die harten Stängel hingegen lassen sie meist stehen.

Nicht nur für Schafe, sondern auch für uns Menschen ist das Wildkraut gesund.

Der Name „Garbe“ leitet sich von dem althochdeutschen „Garwe“ ab, was so viel wie Gesundmacher heißt. Für die positive Wirkung sorgen die zahlreichen Inhaltsstoffe der Schafgarbe: ätherische Öle, Kampfer, Gerb- und Bitterstoffe, Vitamin C und Inulin. Die Pflanze enthält außerdem alle zwölf Schüßler-Salze (Mineralsalze) und hat ein vielseitiges Anwendungsspektrum.

In Anlehnung an den griechischen Helden Achilles wird die Schafgarbe in der Volksheilkunde auch „Achilleskraut“ genannt. Nach der Schlacht von Troja ließ er seine verwundeten Krieger mit dem wundheilenden und blutstillenden Kraut behandeln. Dazu zerrieb man die Blätter oder presste sie aus und tränkte den Verband damit. Die Schafgarbe wird auch „Zimmermannskraut“ genannt, weil in diesem Berufszweig häufig Verletzungen auftreten, die blutstillende Maßnahmen erfordern.

Schon vor 4000 Jahren war die Pflanze in China als ein wertvolles Heilmittel gegen Krämpfe, zur Wundbehandlung und bei Entzündungen bekannt. Darüber hinaus bewährt sie sich seit
Jahrhunderten als Mittel gegen Verdauungsbeschwerden und Frauenleiden. So lautet eine alte
Bauernweisheit: „Schafgarbe im Leib tut wohl jedem Weib“.

Ähnlich wie die Echte Kamille enthält die Pflanze ätherische Öle, die krampflösend, schmerzstillend und entzündungshemmend wirken. Aus den Blüten wird dafür ein leicht bitter schmeckender Tee zubereitet.

Abgekocht eignet sich die Schafgarbe zur Wundbehandlung von Geschwüren aller Art als Bad oder Umschlag. Die Umschläge wirken auch wohltuend und heilend bei aufgesprungenen Händen.

Die Anwendung kann bei empfindlichen Menschen allerdings eine sogenannte Wiesendermatitis auslösen. Die Haut wird empfindlich für Sonnenstrahlen und führt zu allergischen Reaktionen.

„Millefolium“ bedeutet „tausendblättrig“ und bezieht sich auf die feinen Abschnitte der dunkelgrünen fiederspaltigen Blätter. So wird die Schafgarbe auch „Augenbraue der Venus“ genannt, weil die zarten Blättchen an die Schönheit von Venus, der Göttin der Liebe, erinnern. Trotz ihres zarten und grazilen Aussehens fühlen sich die Blätter fest und fast ein wenig drahtig an.

Die jungen Blätter sind mit ihrem würzigen Geschmack roh oder gedünstet genießbar.
Sie passen besonders gut zu Eierspeisen und Kartoffelgerichten. In Salaten, Eintöpfen, Suppen
oder im Kräutersalz bereichern sie mit ihren vielen gesunden Inhaltsstoffen unseren Speiseplan.

Beim Zerreiben der Blätter duftet die Wildpflanze leicht bitter und angenehm aromatisch.

Nicht nur als Bierwürze, sondern auch als Färbemittel fand die Schafgarbe Verwendung. Mit
ihren Blättern lässt sich Wolle gelb oder braun färben.

Steckbrief
Familie: Korbblütengewächse (Asteraceae)
Verbreitung: Europa bis Westasien, Nord- und Mittelamerika
Standort: auf Wiesen und Weiden, an Acker- und Wegrändern; bevorzugt sonnige und trockene
Standorte, Nährstoffzeiger
Wuchs: ausdauernde Pflanze (mehrjährig)
Wuchshöhe: bis 1 Meter
Stängel: zäher, aufrechter und kantiger Stängel, der sich nur im Bereich der Blütenstände verzweigt
Blüte: auffällige endständige Blütenstände mit abgeflacht doldenartig angeordneten kleinen weißen Zungenblüten (selten rosa), Röhrenblütchen gelblich
Blütezeit: Juni bis Oktober
Blätter: längliche, regelmäßig doppelt gefiederte, fein zerteilte Blätter, wechselständig
Frucht: glatte, am Rand schmal und dickhäutig berandete Nüsschen
Wurzel: kriechender, ausgeprägter Wurzelstock mit zahlreichen langen Wurzeln

Schafgarben-Kräutersalz
Getrocknete Schafgarbenblüten und -blätter fein wiegen, mit Salz vermengen (etwa 1:10)
und in einem dunklen Glas mit Schraubverschluss aufbewahren. Zum Würzen von fetten Speisen verwenden.
Quelle: Tubes, Gisela; Nutzbare Wildpflanzen – gesund und schmackhaft

Gerichte müssen sich nach der Pandemie vermehrt mit Tierhaltung befassen

Die Zahlen sind eindeutig: Während der Zeit der Corona-Pandemie haben sich deutlich mehr Menschen als sonst ein Haustier zugelegt. Manche entschieden sich eher konventionell für einen Hund oder eine Katze, andere für Nutztiere, wieder andere ließen sich auf das Risiko der Exotenhaltung ein. Mehr Tiere in Wohnungen, Häusern und auf Grundstücken sorgen aber auch für mehr juristische Streitfälle. Für die Extra-Ausgabe haben wir einige Urteile zu diesem Themenkreis gesammelt.

Urteile im Detail

Der härteste Schritt, zu dem Behörden greifen können, ist ein generelles Verbot der Tierhaltung. Das kann gelegentlich geboten sein, wie das Verwaltungsgericht Trier entschied. Bei einem Mann, der ein Lama, zwei Esel und ein Shetlandpony hielt, waren bei mehreren tierschutzrechtlichen Kontrollen erhebliche Versäumnisse festgestellt worden. Der Unterstand wurde z. B. nicht regelmäßig gesäubert, die Versorgung mit Wasser und Futter erwies sich als mangelhaft. Die Richter sahen angesichts der Wiederholungsgefahr Anlass genug, die Tierhaltung vollständig zu untersagen. (Aktenzeichen 8 K 4155/19)

In einem allgemeinen Wohngebiet hielt ein Hausbesitzer acht Huskys. Das empfanden die Nachbarn als eine Zumutung. Der Betroffene versprach eine Reduzierung des Rudels auf zwei Hunde. Tatsächlich konnte er nachweisen, dass die überzähligen Huskys auf andere Halter (Bekannte und Verwandte) umgemeldet worden waren. Doch diese Tiere waren dann häufig auf dem Grundstück „zu Besuch“. Bei einer Kontrolle wurden sogar zehn Vierbeiner festgestellt. Das Oberverwaltungsgericht Saarbrücken akzeptierte die Lösung mit den „Besuchshunden“ nicht und untersagte deren regelmäßigen Aufenthalt auf dem Grundstück. (Aktenzeichen 2 A 2/18)

Die Lage eines Grundstücks ist für die Tierhaltung immer ein ganz wesentlicher Aspekt. Was auf dem Lande selbstverständlich ist, kann in der Stadt als unangemessen verboten werden. Das Verwaltungsgericht Neustadt musste sich mit der Haltung von zehn Hühnern und einem Hahn in einem Dorfgebiet befassen. Die Tiere hatten ihren Stall in etwa drei Metern Entfernung von der grenzständigen Hauswand der Nachbarin. Planungsrechtlich sei das zulässig, hieß es im Urteil. Dorfgebiete dienten eben nicht nur dem Wohnen, sondern auch der Landwirtschaft. (Aktenzeichen 4 K 419/17)

Auf einem Grundstück am Rande einer Gemeinde sollte ein Pferdestall errichtet werden. Die Nachbarn wandten sich dagegen und verwiesen unter anderem auf baurechtliche Probleme und zu erwartende Geruchsbelästigungen. Die Pferdehalterin entgegnete, sie nehme ihre Aufgabe sehr ernst, Ställe und Koppel sauber zu halten. Das Verwaltungsgericht Mainz stellte fest, das Vorhaben sei nicht rücksichtslos und den Nachbarn unter anderem wegen der Lage am Ortsrand zumutbar. (Aktenzeichen 3 K 289/17)

Ganz andere Probleme stellten sich Tierfreunden, die in einem mehrstöckigen Haus mit Aufzug lebten. Sie wollten ihren Hund im Lift transportieren, weil er krankheitsbedingt keine Treppen mehr steigen könne. Die Hausordnung untersagte jedoch solche Transporte. Das Landgericht Karlsruhe hielt diese Regelung für berechtigt. Die Mieter würden dadurch nicht unangemessen in ihren Rechten eingeschränkt. Für den kranken Hund bedurfte es demnach einer anderen Lösung. (Aktenzeichen 5 S 43/13)

Die Haltung exotischer Tiere in normalen Wohnräumen ist höchst umstritten. Eine Wohnungsbesitzerin nahm in einer nur 24 Quadratmeter großen Immobilie zwei Leguane mit einer Länge von jeweils etwa einem Meter auf. Nachdem eines der Tiere entkommen war, wurden die Behörden darauf aufmerksam. Das Verwaltungsgericht Köln betrachtete die Unterbringung der Reptilien als völlig unangemessen. Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit seien nicht artgerecht, geeignete Bewegungs- und Schwimmmöglichkeiten nicht vorhanden und generell hätten die Leguane einen vernachlässigten Eindruck erweckt. (Aktenzeichen 21 K 6578/18)

Igel sind in unseren Breiten alles andere als exotisch. Aber trotzdem zählen sie nicht zu den Tieren, deren längerfristige Haltung in einer Wohnung als angemessen betrachtet wird. Das musste ein Mieter erfahren, der in Kooperation mit einem Verein immer wieder mehrere kranke Igel bei sich beherbergte. Der Eigentümer mahnte ihn deswegen ab, doch er machte weiter. Daraufhin stimmte das Amtsgericht Berlin-Spandau einer fristlosen Kündigung zu. Es handle sich hier um eine mietvertragliche Pflichtverletzung. (Aktenzeichen 12 C 133/14)

Das Veranstalten von Zughunde-Seminaren in einem allgemeinen Wohngebiet kann von der Bauaufsichtsbehörde untersagt werden. Eine Grundstückseigentümerin hielt neun Hunde und betrieb ein angemeldetes Gewerbe, das sich unter anderem mit Husky-Schlittenfahrten und dem Verkauf von Zubehör befasste. Doch es häuften sich die Beschwerden. Aus baurechtlichen Gründen wurde der Weiterbetrieb des Unternehmens untersagt. Das Verwaltungsgericht Neustadt sah hier ebenfalls eine genehmigungsbedürftige Nutzungsänderung. (Aktenzeichen 3 K 890/15)

Wenn Hunde bellen, dann gehört das einfach zu ihrem Wesen. Selbst wenn Frauchen oder Herrchen das möchten, könnten sie es dem Tier nicht verbieten. Bis zu einem gewissen Umfang haben das die Nachbarn hinzunehmen. Jault und bellt allerdings ein anatolischer Hirtenhund (Kangal) die ganze Nacht hindurch, dann kann seine Haltung auf einem Außengelände untersagt werden. Das körperliche und seelische Wohl eines verständigen Durchschnittsmenschen könne nämlich durch andauerndes Bellen beeinträchtig werden, urteilte das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen. (Aktenzeichen 8 K 3784/13)

Quelle: LBS Infodienst Recht und Steuern

Übrigens: Wenn Sie Ihre Wohnsituation ändern – und in „eigene vier Wände“ umziehen – oder eine Immobilie veräußern – möchten, lohnt sich in jedem Fall ein Gespräch mit unseren Immobilienexperten.
Am besten jetzt gleich einen Termin vereinbaren!

Ohne den Gebäudesektor geht es nicht, wenn Deutschland klimaneutral werden will. Nachhaltiges Bauen und Wohnen nimmt dabei eine Schlüsselrolle ein. Private Bauherren können schon jetzt auf nachhaltige Materialien und moderne Technik setzen. Das reduziert nicht nur den Energieverbrauch des Eigenheims und sorgt für den langfristigen Werterhalt der Immobilie, sondern schafft auch ein angenehmes Raumklima. 

Ob regionale Lebensmittel, der Griff zur Glas- statt Plastikflasche, oder der Kauf eines E-Autos: Immer mehr Menschen möchten ihren ökologischen Fußabdruck verkleinern und mit Blick auf nachfolgende Generationen und die Auswirkungen des Klimawandels nachhaltiger leben. Wer den Schritt ins Eigenheim plant, hat zahlreiche Möglichkeiten, den Hausbau und die Nutzung nachhaltig und ökologisch zu gestalten. Immerhin ist der Immobilien- und Bausektor einer der weltweit größten Treibhausgasemittenten und in Deutschland für rund 35 Prozent des CO2-Ausstoßes verantwortlich. Allein die Herstellung herkömmlicher Baumaterialien wie Zement oder Stahl ist sehr energie- und ressourcenintensiv.

Ohne nachhaltiges Bauen und Wohnen ist das wichtige Ziel der Bundesregierung für den Gebäudesektor, bis 2050 klimaneutral zu werden, nicht zu erreichen. Dafür muss der Ausstoß von CO2 im Gebäudesektor von aktuell 120.000 Kilotonnen bereits bis in das Jahr 2030 auf 72.000 Kilotonnen reduziert werden. Wer nachhaltig baut, spart wertvolle Ressourcen und schützt die Umwelt. „Nachhaltige Materialien im Zusammenspiel mit innovativer Technik, wie modernen Heizungsanlagen, verringern den Energieverbrauch und damit die Energiekosten des Eigenheims und sorgen zudem für ein angenehmes Raumklima“, sagt Albrecht Luz von der LBS.



Mit der Planung fängt es an 
„Nachhaltiges Bauen fängt bei der Planung an. Immobiliengrundriss und -grundstück sollten flächensparend geplant und dabei möglichst wenig Fläche versiegelt werden“, so der LBS-Experte. Begrünte Dächer wirken temperaturausgleichend und vermindern durch einen Sickereffekt beispielsweise die Versiegelung. „Zudem ermöglichen es flexible und intelligente Grundrisse, die eigenen vier Wände im Laufe der Zeit an sich verändernde Wohnwünsche und -bedürfnisse anzupassen“, ergänzt Luz. Aus einem Kinderzimmer könnte ohne viel Aufwand ein Arbeitszimmer oder ein Hobbyraum werden.

Für den Bau selbst stehen umweltbewussten Bauherren verschiedene Materialien wie Holz, Lehm oder Stroh zur Verfügung. Sie sind nachwachsend, recyclingfähig und punkten mit einer sehr geringen CO2-Bilanz. Holz kann energieintensive Baustoffe wie Stahl oder Beton ersetzen und steht diesen in punkto Tragfähigkeit in nichts nach. Lehm eignet sich besonders als Wandbaustoff, ist feuchtigkeitsregulierend, absorbiert Schadstoffe in der Luft und speichert die Wärme. Diese kann durch eine ökologische Dämmung aus nachwachsenden und recyclingfähigen Stoffen wie Stroh, Schafwolle oder Schilf ergänzt werden.

Natürliche Energiequellen und moderne Technik verbessern Klimabilanz und senken Kosten
Während Häuslebauer bislang bei der Wahl des Baumaterials noch keinen gesetzlichen Vorgaben folgen müssen, bestehen diese bereits für die Energieerzeugung und Dämmung von Wänden, Kellerböden und Dächern. Mit natürlichen und ökologischen Energiequellen für die Wärme- und Energieerzeugung, wie einer Pelletheizung oder einer Photovoltaikanlage, können Immobilienbesitzer den Energieverbrauch zusätzlich langfristig senken. „Eigentümer, die auf erneuerbare Energiequellen setzen oder mit moderner Technik ihre Emissionen reduzieren, sparen bei Abgaben wie dem CO2-Preis. Dieser dürfte absehbar weiter steigen. Das macht die im Vergleich höheren Anschaffungskosten mehr als wett“, so Albrecht Luz. Die Mehrkosten schätzt der LBS-Experte für ein in ökologischer Bauweise errichtetes Haus auf mindestens zehn Prozent gegenüber einem konventionell errichteten Eigenheim.

Quelle: LBS Infodienst Bauen und Finanzieren

Übrigens: Wenn Sie Ihre Wohnsituation ändern – und in „eigene vier Wände“ umziehen – oder eine Immobilie veräußern – möchten, lohnt sich in jedem Fall ein Gespräch mit unseren Immobilienexperten.
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#deinekarrieresparkassewitten

Eine Ausbildung als „Bankkaufmann/-frau“ – digital und trotzdem persönlich? Digitale Transformation ist in aller Munde und somit haben Jobs mit Zukunftsperspektiven Hochkonjunktur. Gute Zeiten also für junge Menschen, die das nächste „Karrierelevel“ nach der Schule betreten. Das dachten sich auch sechs engagierte Teamplayer, für die am 01. August die Ausbildung zum Bankkaufmann/-frau sowie Versicherungskauffrau bei der Sparkasse Witten begann. Das junge Team wurde von Rolf Wagner und Andrea Psarski (Vorstand) sowie Manuela Briele (Ausbildungsleiterin) herzlich begrüßt.

Für die Zukunft 4.0 bestens gerüstet! Ein Anspruch, den die Sparkasse Witten mit ihrem Ausbildungskonzept gerecht wird. Um auch sofort richtig durchzustarten, wurden bereits am ersten Tag den neuen Auszubildenden IPads überreicht, welche dienstlich wie auch privat genutzt werden können. Diese gehen nach der Ausbildung in den privaten Besitz über. „Wir holen unsere Azubis in ihrer Welt ab“ – so die Ausbildungsleiterin, Manuela Briele. „Und die ist eben digital. Und das sieht auch unser Ausbildungskonzept vor: Schnell und überall erreichbar; Materialien (wie z.B. Lernvideos etc.) können einfach und sicher zur Verfügung gestellt werden und eine Bearbeitung ist überall und jederzeit möglich – ob in der Bahn, im Café oder wo auch immer.“

Immer am Puls der Zeit und nah am Kunden: Die Sparkasse Witten steht für eine zukunftsorientierte Ausbildung im digitalen Wandel und investiert in erheblichem Maße in die Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter.

Zusammen mit den „Neuen“ bildet die Sparkasse Witten derzeit 15 Auszubildende in dem Ausbildungsberuf Bankkaufmann/-frau  aus. An allen Standorten der Sparkasse in Witten sind – inklusive der Auszubildenden – 326 Mitarbeiter beschäftigt.

Foto (von links nach rechts): Andrea Psarski (Vorstand der Sparkasse Witten), Manuela Briele (Ausbildungsleiterin der Sparkasse Witten), Julian Platte, Merijona Ramqai, Fynn Teichmann, Damian Zlotnik, Deniz Gökdogan, Anastasia Sincha, Rolf Wagner (Vorstand der Sparkasse Witten)

Keine Haftung des Eigentümers für Sturz der Mieterin

Wenn ein großes Rollo plötzlich und unerwartet herunterkracht, während man sich selbst in der Nähe aufhält, dann kann einen das schon gehörig erschrecken. So war es der Mieterin einer Doppelhaushälfte ergangen. Nach eigenen Angaben verlor sie deswegen auf einer Treppe das Gleichgewicht, stürzte und verletzte sich (unter anderem am Handgelenk). Nun forderte sie 10.000 Euro Schmerzensgeld und etwa 50.000 Euro Haushaltsführungsschaden vom Eigentümer der Immobilie. Schließlich habe sie diesen nach dem Einzug darauf hingewiesen, dass das Rollo schwergängig sei. Doch die Justiz lehnte über zwei Instanzen hinweg ab. Die Begründung: Es gebe keinen adäquaten Zusammenhang zwischen dem Krach und dem Unfall. Überreaktionen nach lauten Geräuschen gehörten zum allgemeinen Lebensrisiko. (Landgericht Nürnberg-Fürth, Aktenzeichen 7 S 5872/17)

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Quelle: LBS Infodienst Recht und Steuern

Erhaltungsaufwendungen sind im Veranlagungsjahr des Versterbens abzusetzen

Ein Steuerpflichtiger kann größere Aufwendungen für die Erhaltung von Gebäuden gegenüber dem Fiskus auf mehrere Jahre verteilen. Doch was geschieht, wenn der Betroffene während dieses Zeitraumes stirbt? Damit musste sich die höchste finanzgerichtliche Instanz in Deutschland befassen.

Das Urteil im Detail

Der Fall: Werbungskosten aus Vermietung und Verpachtung sind in dem Veranlagungszeitraum abzusetzen, in dem sie geleistet wurden. Bei Erhaltungskosten ist jedoch eine Verteilung auf zwei bis fünf Jahre möglich. Letzteres hatte ein Eigentümer getan, dann verstarb er allerdings vor dem Ende der Frist. Die Rechtsprechung musste nun darüber entscheiden, wie die Erben mit den noch nicht verbrauchten Erhaltungsaufwendungen umgehen können.

Das Urteil: Der Bundesfinanzhof beschloss, dass der noch nicht berücksichtigte Teil der Erhaltungsaufwendungen im Veranlagungsjahr des Versterbens als Werbungskosten abzusetzen ist. Die Verteilung der Erhaltungsaufwendungen auf die Folgejahre kann von den Erben nicht fortgesetzt werden. (Bundesfinanzhof, Aktenzeichen IX R 31/19)

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Quelle: LBS Infodienst Recht und Steuern

Eigentümer war trotzdem nicht von der Beitragspflicht befreit

Auch wenn eine Eigentumswohnung wegen größerer Mängel vorübergehend nicht benutzbar ist, so schuldet der Eigentümer der Gemeinschaft trotzdem in vollem Umfang die Beitragszahlungen. Der Betrag kann nicht gemindert werden.

Das Urteil im Detail

Der Fall: Eine Wohnungseigentümerin konnte drei Objekte innerhalb einer Wohnanlage nicht nutzen, weil sie grundlegend saniert werden mussten. Wer die Verantwortung für den schlechten Zustand der Immobilien trug, das war strittig. Trotzdem hielt sich die Eigentümerin von ihrer Beitragspflicht an die Gemeinschaft für befreit. Die übrigen Mitglieder erhoben Klage auf Zahlung, um doch noch an das Geld zu kommen.

Das Urteil: Eine Zivilkammer wies darauf hin, dass Eigentümer wegen Unbenutzbarkeit von Wohnungen im Regelfall kein Minderungsrecht besitzen. Sie alleine trügen das Risiko von Benutzbarkeit bzw. Vermietbarkeit. Das Wohngeld sei deswegen im konkreten Fall im vollen Umfang zu bezahlen. (Landgericht Berlin, 55 S 81/17)

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Quelle: LBS Infodienst Recht und Steuern

Makler musste nicht über Raumbeschaffenheit aufklären

Wenn ein Immobilienverkäufer oder der von ihm beauftragte Makler einen nennenswerten Mangel an einem Objekt verschweigt, dann kann der Erwerber im Nachhinein Schadensersatz geltend machen. Die Erfolgschancen schwinden allerdings , wenn der vermeintliche Mangel ohnehin offenkundig war.

Das Urteil im Detail

Der Fall: Ein Ehepaar hatte eine Eigentumswohnung gekauft. Im Exposé der Maklerin firmierten zwei Räume im Souterrain als „Gäste- und Wohnzimmer“. Doch nach Vertragsabschluss stellten die neuen Eigentümer fest, dass die betreffenden Räume nach den öffentlich-rechtlichen Vorschriften zur Fenstergröße gar nicht als Wohnfläche zu bezeichnen waren. Sie forderten einen anteilmäßigen Verlustausgleich des Kaufpreises, der 590.000 Euro betragen hatte.

Das Urteil: Der Bundesgerichtshof entschied wie zuvor schon das Oberlandesgericht Frankfurt zu Gunsten der Maklerin. Zwar habe sie als Expertin bemerken müssen, dass das Souterrain nicht die Bestimmungen für eine Wohnfläche erfülle. Doch habe sie davon ausgehen dürfen, nicht eigens auf die Besonderheit dieser Räume hinweisen zu müssen. Man habe ja bei der Besichtigung sogar noch ausdrücklich über die problematischen Lichtverhältnisse gesprochen. (Bundesgerichtshof, Aktenzeichen I ZR 194/19)

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August: Gewöhnlicher Blutweiderich (Lythrum salicaria)


Der Blutweiderich ist relativ anspruchslos, was seinen Standort angeht, bevorzugt aber feuchte Stellen. Direkte Sonneneinstrahlung verträgt die Staude ebenso gut wie Staunässe.

Weil die blühende Pflanze sehr attraktiv aussieht, könnte man vermuten, dass sich eine Zierpflanze in die Wildnis verirrt hat.

Die leuchtend dunkelrosa Blüten vom Gewöhnlichen Blutweiderich sind nicht nur eine Augenweide – sie locken auch viele Bienen und Schmetterlinge in den Garten. Blutweiderich ist ein Nektarspender von besonderem Wert. Vor allem Schwebfliegen besuchen die auffälligen Blütenstände und sorgen zuverlässig für eine Fremdbestäubung der Narben.

Außerdem ist der Blutweiderich eine wichtige Futterpflanze für die Raupen aus der Gattung der Nachtpfauenaugen.

In Nordamerika steht der Gewöhnliche Blutweiderich seit seiner Einführung durch den Menschen im 19. Jahrhundert in dem Ruf, ein lästiges „Unkraut“ zu sein. Einst als Heil- und attraktive Gartenpflanze eingeführt, breitete sich diese Art rasch aus. Es gibt aber keine Hinweise darauf, dass der Blutweiderich einheimische Arten verdrängt.

Ein einzelnes Pflanzenexemplar kann bis zu drei Millionen Samen produzieren, die durch Wind und Wasser ausgebreitet werden. Die Samen sind mit Schleimhaaren ausgestattet und haften leicht an Wasservögeln fest, die sie auf diese
Weise ausbreiten. Die klebrigen Samen können auch am Fell von Tieren haften bleiben und werden oft weit verschleppt. Sie keimen in nahezu allen ausreichend feuchten Böden im nächsten Frühjahr.

In Notzeiten aß man die jungen Sprossen, Blätter und die innen weiße Grundachse als Gemüse.

Aufgrund seines hohen Gerbstoffgehalts zwischen 9 % (Wurzel) und 14 % (Blüten) gerbte man schon im 16. Jahrhundert auch Leder mit Blutweiderichsaft. Außerdem wurden damit Holz und Seile imprägniert, um schnelle Fäulnis im Wasser zu verhindern.

Der Blutweiderich wurde bereits im Altertum als Heilpflanze benutzt. Nach Plinius wurde die Pflanze gegen Ekzeme eingesetzt. Dioskurides empfahl sie gegen Blutspeien und Ruhr.

Als Heilmittel werden Blüten und der Wurzelstock des Blutweiderichs genutzt. Die Pflanze besitzt aufgrund der Gerbstoffe stark adstringierende, bakterizide, blutstillende und harntreibende Eigenschaften. In der Naturheilkunde werden Extrakte aus den gerbstoffhaltigen Wurzeln des Blutweiderichs als blutstillende Mittel bei äußeren und inneren Blutungen verwendet – daher der Name der Pflanze.

Die Stängel des Blutweiderichs kann man gegen Zahnfleischbluten kauen. Mit dem roten Farbstoff färbte man früher Zucker.

Steckbrief
Familie: Weiderichgewächse (Lythraceae)
Verbreitung: Europa, Nordwestafrika, Asien; in Nordamerika und Australien eingebürgert
Standort: staudenreiche Feuchtwiesen, Röhricht und Gräben, an Ufern von Teichen und Fließgewässern; auf nährstoffreichen,
auch kalkhaltigen Lehm- und Tonböden; halbschattig bis sonnig
Wuchs: ausdauernde Pflanze (mehrjährig)
Wuchshöhe: 50 bis 120 cm
Stängel: bis zu 50 aufrechte, teils verzweigte, behaarte, vierkantige Stängel können aus dem Rhizom wachsen
Blüte: langer ährenförmiger Blütenstand; Blüten 1,5 bis 2,5 cm breit, purpurrot, mit sechs schmalen Kronblättern, in dicht
gedrängten Quirlen
Blütezeit: Juli bis September
Blätter: schmale lanzettliche Blätter sitzen sich im unteren Stängelbereich jeweils zu dritt, weiter oben paarweise gegenüber
Frucht: zweifächerige Kapsel
Wurzel: Wurzelstock dick und holzig

Smoothie mit Blutweiderich
■ 1 Handvoll Blätter vom Blutweiderich
■ 5 Blätter Schwarzkohl
■ 1 Banane
■ 1 Handvoll Heidelbeeren
■ 1 geschälte Kiwi
■ 1 EL Mandelmus
■ Wasser oder Eiswürfel nach eigenem Geschmack
Um einen feinen, faserfreien und zugleich cremigen grünen Smoothie zu erhalten,
werden die Zutaten mit einem Hochleistungsmixer bestmöglich zerkleinert.
Quelle: www.smoothie-mixer.de/wildkraeuter-lexikon/blutweiderich

Mit unserem Sparkassenkalender „2021 – Natürliche Schätze am Wegesrand“ laden wir Sie ein – Monat für Monat – die oft unbeachteten und dennoch so wertvollen natürlichen Schätze am Wegesrand neu zu entdecken. Schauen Sie doch einfach mal rein.

Juli: Kleinblütige Königskerze (Verbascum thapsus)

Die graufilzigen weichen Blätter der zweijährig wachsenden Kleinblütigen Königskerze bilden im ersten Jahr eine Blattrosette, bevor im Jahr darauf ein reich beblätterter Stängel mit einer hohen Blütenkerze daraus hervorwächst. Die gelbblühende Pflanze wächst kerzengerade und kann bis zu zwei Meter groß werden. In ihrem Aussehen ähnelt sie einer Fackel und wurde früher auch als solche verwendet: Die in Pech oder Harz getauchten Stängel spendeten angezündet in der Dunkelheit Licht.

In Europa kommen mehrere Königskerzenarten vor, die zum Teil leicht miteinander zu verwechseln sind. Bei uns findet man wild wachsend auch die Großblütige Königskerze (Verbascum densiflorum) mit etwas größeren Blüten oder die Schwarze Königskerze (Verbascum nigrum) mit dunkelfarbiger Blütenmitte.

Alle Königskerzen bilden eine gute Bienenweide, aber auch wichtige Futterpflanzen für die Raupen einiger Schmetterlingsarten wie z. B. den Königskerzen-Mönch. Neben Bienen und Hummeln zählen kurzrüsselige Schwebfliegen und Käfer zu den typischen Blütenbestäubern.
Die Blüten besitzen zwar keinen Nektar, bieten aber ihren Bestäubern reichlich Pollen an.

Im Spätsommer werden die zahlreichen winzigen Samen der Königskerze über den Wind ausgebreitet. Zum Keimen benötigen sie ausreichend Licht.

Typisch für die Kleinblütige Königskerze ist die dichte Behaarung. Der Filz aus wollig weichen Haaren, der die Pflanze überzieht und sie vor Austrocknung und zu starker UV-Strahlung schützt, hat der Königskerze auch den Namen Wollblume eingetragen.

Der Volksglaube meint, dass mithilfe der Wollblume eine Wettervorhersage für den kommenden Winter möglich sei. Locker besetzte Blütenstände sollten auf schneearme Perioden, kleine Blütenstände auf schneearme Winter, besonders lange Blütenstände mit dichtem Blütenbesatz auf lange, schneereiche Winter hinweisen.

In Russland soll die Wolle der Blätter als Zunder benutzt worden sein.

In der Naturheilkunde gilt die Königskerze als schleimlösend und harntreibend. Schon von Plinius wurde die Königskerze zur Behandlung von Verletzungen und Lungenentzündung empfohlen. Hildegard von Bingen empfiehlt „Wullena“ gegen Heiserkeit und Brustschmerzen sowie dem, der ein „schwaches und trauriges Herz hat“.

Aus den Blättern oder Blüten können ein Tee, eine Tinktur oder ein Sirup hergestellt werden, welche bei Reizhusten, Bronchitis oder Asthma helfen können. Die Volksmedizin nutzt die Königskerze außerdem bei Blasen- und Nierenerkrankungen, gegen Rheuma und bei Neuralgien. Des Weiteren wird das Abheilen von Hautwunden unterstützt. Wichtige Inhaltsstoffe sind Schleimstoffe, Flavonoide, Saponine und ätherische Öle.

Steckbrief
Familie: Braunwurzgewächse (Scrophulariaceae)
Verbreitung: Mittel- und Südeuropa, Westasien
Standort: an sonnigen, steinigen sowie mäßig trockenen Wegrändern, auf Brachen und
Ruderalflächen, im Siedlungsbereich, an Gräben
Wuchs: zweijährig; aufrechter, hoher Wuchs
Wuchshöhe: 30 bis 200 cm
Blüte: lange Blütenstände mit ca. 1 bis 3 cm großen fünfblättrigen gelben Blüten; stehen dicht
in ährig angeordneten Knäueln zusammengefasst
Blütezeit: Juli bis September
Blätter/Stängel: gerader
Stängel mit lang herablaufenden Blättern; diese bis auf die untersten Blätter ungestielt;
beiderseits dicht wollig-filzig behaart; Blattspreite länglich bis eiförmig
Frucht: eiförmige Kapselfrucht
Fruchtreife: Juli bis Oktober
Wurzel: rübenähnlich verdickte Hauptwurzel

Königskerzensirup7

■ Saft und die Schale einer unbehandelten Zitrone
■ ½ l Wasser
■ 300 g Zucker
■ jeweils 3 EL Blüten der Königskerze, Malve und des Gänseblümchens
■ dazu noch 20 g Thymian- und Spitzwegerichblätter
■ 5 EL Honig
Das Wasser mit der Zitronenschale und dem -saft aufkochen, dann den Zucker hinzufügen
und einkochen, bis die Flüssigkeit sirupartig ist. Die Heilkräuter und den Honig beigeben,
in ein Glas füllen und 20 Tage bis 4 Wochen am Fenster stehen lassen.
Hilft bei Husten oder Erkältungen. Dazu mit Wasser verdünnt 3-mal am Tag einen EL
einnehmen, kann auch mit Wasser verdünnt werden.
Quelle: www.kraeuter-verzeichnis.de

Die Negativzinspolitik der Europäischen Zentralbank erschwert die Altersvorsorge. Denn wer Geld für später zurücklegt, kann derzeit nur mit geringen Zinsen rechnen. Einen Ausweg bietet eine eigene Wohnung oder ein eigenes Haus. Zwei Drittel der Menschen in Deutschland sehen darin die beste Altersvorsorge, wie der Kantar Trendindikator 2020 ermittelt hat. 

Der Vorteil für Immobilienfinanzierer: Sie profitieren jetzt von historisch günstigen Kreditzinsen. Das erleichtert vielen den Sprung in die eigenen vier Wände, insbesondere, wenn sie sich die aktuellen Konditionen für die gesamte Laufzeit der Finanzierung sichern, beispielsweise mit einem Bausparvertrag. Anstatt Miete zu überweisen, zahlen Eigentümer ihr eigenes Zuhause ab. „Sorgen über Mieterhöhungen oder Eigenbedarfskündigung müssen sie sich nicht machen. Und später, wenn die Immobilie abbezahlt ist, haben sie mehr Geld zur freien Verfügung“, erklärt LBS-Experte Joachim Klein.


Mit Wohn-Riester-Förderung geht es einfacher
Der Staat unterstützt Menschen auf dem Weg in die eigenen vier Wände mit der Wohn-Riester-Förderung. Diese kann über die Jahre Vorteile von mehreren zehntausend Euro bringen. Für jeden förderberechtigten Erwachsenen, der Wohn-Riester nutzt, gibt es bis zu 175 Euro Grundzulage im Jahr. Das gilt für alle, die Eigenkapital für eine selbstgenutzte Immobilie ansparen, genauso wie für diejenigen, die ihr Darlehen abzahlen. Zusätzlich gibt es für jedes ab 2008 geborene Kind 300 Euro und für ältere jeweils 185 Euro Kinderzulage. Eine vierköpfige Familie kann so jedes Jahr fast 1.000 Euro allein an Zulagen erhalten. Die Wohn-Riester-Förderung ist nicht an Einkommensgrenzen gebunden. Sie bekommt, wer vier Prozent seines sozialversicherungspflichtigen Brutto-Vorjahreseinkommens in den Wohn-Riester-Vertrag einzahlt, maximal 2.100 Euro inklusive Zulagen.

Der Bausparvertrag das einzige Riester-Produkt, bei dem die Zulagen sowohl in der Spar- als auch in der Darlehensphase fließen. In der Sparphase baut sich durch sie das Eigenkapital schneller auf und später helfen sie bei der Tilgung des Bauspardarlehens. Und wer bereits in der eigenen Immobilie lebt, kann ebenfalls von der Förderung profitieren. Ein für die Eigenheimfinanzierung genutzter Baukredit lässt sich mit Wohn-Riester umschulden – unabhängig davon, wann die Immobilie erworben wurde.

Zusätzlich können Wohn-Riester-Bausparer neben den Zulagen Steuervorteile nutzen, denn die eigenen Darlehensraten sind ebenso wie die Förderung als Sonderausgaben in der Einkommensteuererklärung für das entsprechende Jahr absetzbar. Im Rahmen einer sogenannten Günstigerprüfung entscheidet das Finanzamt bei der Bearbeitung automatisch, ob dies für den Riester-Nutzer neben den Zulagen einen zusätzlichen Vorteil bringt. Ab dem Renteneintritt müssen die geförderten Spar- und Tilgungsbeiträge dann versteuert werden. Doch in der Regel liegt der Steuersatz im Ruhestand weit unter dem im Berufsleben. Und die Belastung durch die Miete fällt weg. Das alles trägt dazu bei, dass das eigene Heim schneller abbezahlt ist.

Übrigens: Wenn Sie Ihre Wohnsituation ändern – und in „eigene vier Wände“ umziehen – oder eine Immobilie veräußern oder erwerben möchten, lohnt sich in jedem Fall ein Gespräch mit unseren Immobilienexperten.
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Quelle: LBS Infodienst Bauen und Finanzieren