Analyse: Der Haushaltstyp „Paar mit Kindern“ lebt am häufigsten in eigenen vier Wänden – Singles holen auf

Die „eigenen vier Wände“ werden in Deutschland relativ spät erworben: im Alter zwischen 30 und 50 Jahren wird der Wunsch zumeist Wirklichkeit.

Um Erkenntnisse auf dem Feld der Wohneigentumsbildung zu gewinnen, ist es deshalb wichtig, diesen Ausschnitt der Bevölkerung genauer unter die Lupe zu nehmen. Das Berliner Immobilienforschungsinstitut empirica hat dies in Zusammenarbeit mit LBS Research getan. Ein wichtiges Ergebnis der Analyse: Die relativ hohe Wohneigentumsquote von insgesamt gut 50 Prozent in der Altersgruppe zwischen 40 und 49 Jahren wird in erster Linie von Familien getragen: 74 Prozent aller Paare mit Kindern im Westen und 64 Prozent im Osten leben im Wohneigentum. Bei den Singles hingegen dominieren die Mieterhaushalte: Nur 28 Prozent der Alleinstehenden im Westen und 20 Prozent im Osten wohnen in einer eigenen Immobilie (siehe Grafik).

Grundlage der Analyse ist die aktuelle Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) des Statistischen Bundesamtes. Wie LBS Research mitteilt, ist es anhand der Daten möglich, die Wohneigentumsquoten nach Haushaltstypen zu ermitteln. Die Forscher haben neben Familien mit Kindern und Singles auch die Gruppe der Alleinerziehenden und der kinderlosen Paare betrachtet. Zusätzlich wurde für alle Gruppen die Entwicklung seit 1993 aufgezeigt.

Ein Ergebnis ist der Untersuchung zufolge, dass Familien mit Kindern in der maßgeblichen Altersgruppe heute noch häufiger als früher im Wohneigentum leben. In den alten Bundesländern stieg hier die Wohneigentumsquote von 70 auf 74 Prozent. Im Osten hat sich der Anteil Familien, die in den eigenen vier Wänden wohnen, in der Altersgruppe der 40- bis 49-Jährigen sogar mehr als verdoppelt, nämlich von 30 auf 64 Prozent. Auch bei den Singles geht der Trend klar zum Wohn¬eigentum, wenn auch auf deutlich niedrigerem Niveau. Und auch hier weist der Osten die größte Dynamik auf: Während die Eigentumsquote bei den Westdeutschen seit 1993 immerhin um 3 Prozentpunkte auf 28 Prozent gestiegen ist, hat sie sich im Osten mit einem Anteil von 20 Prozent glatt verfünffacht. Bei kinderlosen Paaren im Alter zwischen 40 und 49 Jahren liegt die Wohneigentumsquote in Ost und West ebenfalls auf relativ hohem Niveau: In den neuen Ländern erreicht sie 57 Prozent, im Westen 53 Prozent. Bei den Alleinerziehenden liegt die Wohneigentumsquote in Ost und West bei rund einem Viertel.

Nach Angaben von LBS Research verdeutlichen diese Zahlen den enormen Beitrag der Familien, aber auch der Paare ohne (realisierten) Kinderwunsch bei der Wohneigentumsbildung in Deutschland. Denn quantitativ nimmt die Bedeutung beider Haushaltstypen (Paare mit Kindern und Paare ohne Kinder) seit Jahren ab, während die Zahl der Singlehaushalte zunimmt. Der Anteil der Singlehaushalte (in der betrachteten Altersgruppe zwischen 40 und 49 Jahren) hat sich in Ost und West seit 1993 auf 30 Prozent erhöht und damit fast verdoppelt. Der Anteil der klassischen „Vater-Mutter-Kind-Familie“ (Kind unter 18) ist – obwohl immer noch die mit Abstand größte Gruppe – im selben Zeitraum zurückgegangen: im Westen von 41 auf 34 Prozent, im Osten von 34 auf 27 Prozent. Auch der Anteil der Paare ohne (realisierten) Kinderwunsch ist geschrumpft: von 14 auf 11 Prozent im Westen, von 14 auf 13 Prozent im Osten.

In der aktuellen Diskussion über die nicht vorankommende Wohneigentumsquote in Deutschland (sie stagniert seit Jahren bei 43 Prozent) sind die Ergebnisse nach Angaben von LBS Research ein wichtiger Aspekt. Zur Verbesserung der Wohneigentumsquote werde es zum einen darauf ankommen, dass die Wohneigentumsbildung der Familien mit Kindern nicht „abreißt“ – etwa aufgrund der spürbar gestiegenen Immobilienpreise. Zum anderen sei es wichtig, dass auch für Single-Haushalte attraktive Angebote sowohl im Neubau als auch im Wohnungsbestand entstehen.

Quelle: LBS Research

 

Sparkasse Witten und Wirtschaftsförderung metropoleruhr diskutieren Entwicklung von Gewerbeflächen und Steuern

Termin:
22.06.2016, 18.15 Uhr

Ort:
Sparkasse Witten, VeranstaltungsCenter, Ruhrstr. 45, 58452 Witten

Interessenten können sich noch bis zum 17.06.2016 über ein Online-Formular unter folgendem Link anmelden:

www.business.metropoleruhr.de/witten2016

Mehr als jeder zweite sozialversicherungspflichtige Arbeitsplatz in Witten hängt von Gewerbe- und Industriegebieten ab. Die Möglichkeiten für Unternehmen sich zu erweitern oder neu anzusiedeln, sind jedoch stark begrenzt. In der Stadt liegt der Gesamtbestand an unbebauten und uneingeschränkt marktfähigen gewerblich-industriellen Flächenpotentialen bei rund 3 Hektar. Demgegenüber steht ein jährlicher Flächenumschlag von einem Hektar. Hinzu kommen steigende Hebesätze bei der Gewerbesteuer und der Grundsteuer B. Eine Abwanderung von Unternehmen ist die Folge.

Vor diesem Hintergrund laden die Sparkasse Witten und die Wirtschaftsförderung metropoleruhr GmbH (wmr) am 22. Juni ab 18.15 Uhr ein zur Diskussionsveranstaltung „Gewerbeflächenentwicklung und kommunale Steuern als Herausforderung für Witten“.

Im Veranstaltungscenter der Sparlasse Witten, Ruhrstraße 45, begrüßen Ulrich Heinemann, Vorsitzender des Vorstands der Sparkasse Witten und Rasmus C. Beck, Vorsitzender der Geschäftsführung der wmr, die Gäste.

Nach Grußworten von Bürgermeisterin Sonja Leidemann und von Landrat Olaf Schade folgen Impulsvorträge von Rouven Beeck, Leiter des Geschäftsbereichs Industrie, Energie und Umwelt der IHK Mittleres Ruhrgebiet und Börje Wichert, Bereichsleiter Standortentwicklung der Wirtschaftsförderung metropoleruhr.

Im Anschluss ist eine Diskussionsrunde geplant, um Lösungsansätze für die derzeitige Situation aufzuzeigen. Zum Ausklang gegen 20 Uhr sind alle Gäste und Teilnehmer zu einem kleinen Imbiss eingeladen.

 

Wohnungseigentümergemeinschaften können viele, manchmal sogar Hunderte von Wohneinheiten umfassen. Da ist es verständlich, dass sich hier ein Profi um die Angelegenheiten der Verwaltung kümmern muss. Eine solche neutrale Instanz wird aber auch bei kleineren Objekten häufig bestellt. Es ist eben von Vorteil, wenn jemand düber den Einzelinteressen steht und dazu noch den Eigentümern viele Arbeiten abnimmt.

Ein von den Eigentümern bestellter Verwalter hat dann eine Schlüsselrolle inne. Er vertritt die Gemeinschaft in wesentlichen Fragen nach innen und nach außen. Geht alles seinen geordneten Gang, fällt das nicht weiter auf. Kommt es jedoch zum Streit, dann sind es zumeist Gerichte, welche  die näheren Umstände der Verwaltertätigkeit klären müssen. Wir haben Ihnen hier einmal acht Urteile zusammengestellt, die sich um diesen Themenkomplex drehen.

Klare Vertragsinhalte

Es empfiehlt sich für die Eigentümergemeinschaft, unmittelbar bei der Anbahnung eines Vertragsverhältnisses mit einem Verwalter die wichtigsten Punkte unmissverständlich zu klären. Der Bundesgerichtshof wies in einer Entscheidung darauf hin, dass es der Normalfall sei, mit der Bestellung durch die Gemeinschaft in derselben Eigentümerversammlung auch die Eckdaten des Vertrages (Laufzeit und Vergütung) zu bestimmen. Damit ist nicht jedes Detail gemeint, aber die Dimensionen müssen erkennbar sein. Abweichungen von dieser Praxis sind nur unter ganz besonderen Umständen – und auch dann nur übergangsweise – gestattet (BGH,Aktenzeichen V ZR 114/14).

Wenn die Beziehung schon länger besteht, ein Verwalter also bereits eine Vertragslaufzeit hinter sich hat, sind die Anforderungen nicht mehr ganz so streng wie beim ersten Mal. Bei der Neubestellung eines Verwalters ist zum Beispiel das Einholen von Alternativangeboten erforderlich. Bei der Weiterführung des Vertrages ist das nach Überzeugung des Bundesgerichtshofs nicht zwingend nötig. Anders verhielte es sich nur, wenn sich seit der Erstbestellung des Verwalters grundlegende Aspekte seiner Arbeit verändert hätten (BGH, Aktenzeichen V ZR 96/10).

Eigentümerversammlungen

Zu den wesentlichen Aufgaben des Verwalters gehört die Einberufung der Eigentümerversammlung unter Einhaltung aller dafür vorgesehenen gesetzlichen und rechtlichen Voraussetzungen. In dringenden Fällen – zum Beispiel zur Abwendung von Schäden – können einzelne Eigentümer auf gerichtlichem Wege erzwingen, dass eine Versammlung anberaumt wird. Doch alleine die Tatsache, dass sich die bereits in Angriff genommene Bestellung eines Verwalters hinauszögert, reicht nach Meinung des Oberlandesgerichts Köln nicht aus (Aktenzeichen 16 Wx 114/02).

Ein Mitglied einer Eigentümergemeinschaft kann den Verwalter unter Umständen dazu zwingen, einen bestimmten Punkt mit in die Tagesordnung aufzunehmen, diesen erörtern zu lassen und darüber abzustimmen. In einem Streitfall war es darum gegangen, dass in der Wohnung eines Eigentümers die Heizung nicht unter einen seiner Meinung nach erträglichen Temperaturgrad herunterzuregeln war und zur Behebung grundlegende Änderungen des Heizsystems nötig gewesen wären. Die Aufnahme dieses Punktes in die Tagesordnung scheiterte nach Ansicht des Landgerichts München  im konkreten Fall allerdings daran, dass die zweiwöchige Ladungsfrist nicht mehr hätte eingehalten werden können (Aktenzeichen 1 S 5166/11).

Die Rolle des Zustellungsbevollmächtigten

Der Verwalter ist im Regelfall auch der Zustellungsbevollmächtigte für die Eigentümergemeinschaft. Das heißt, er nimmt Gerichtsentscheidungen oder Dokumente, die die Gemeinschaft betreffen, entgegen und gibt diese an die Mitglieder weiter. Ist er allerdings selbst als Gegner an einem solchen Verfahren beteiligt oder besteht die Gefahr einer „gefärbten“ Weitergabe, dann wird das zum Problem. Der Bundesgerichtshof stellte fest, dass bei der konkreten Gefahr „einer nicht sachgerechten Information der Wohnungseigentümer“ der Verwalter als Zustellungsbevollmächtigter ausgeschlossen sei (BGH, Aktenzeichen V ZR 170/11) .

Eidesstattliche Versicherung

Eine weitere Pflicht des Verwalters kann es sein, die eidesstattliche Versicherung für die Wohnungseigentümergemeinschaft abzugeben. Es gehört nach Überzeugung des Bundesgerichtshofes zur ordnungsgemäßen Erfüllung seiner Aufgaben. Er sei berechtigt und verpflichtet, das zu tun, heißt es im Urteil. Im konkreten Fall hatte sich die Verwalterin geweigert, die eidesstattliche Versicherung abzugeben (BGH, Aktenzeichen I ZB 61/10).

Die Befugnisse des Verwaltungsbeirates

Immer wieder gibt es in der Praxis Schwierigkeiten, zwischen den Befugnissen von Verwalter und Verwaltungsbeirat zu unterscheiden, da sie ja beide eine wesentliche Rolle für die Eigentümergemeinschaft spielen. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg stellte in einem aktuellen Urteil klar, dass die Vertretung nach außen normalerweise in den Zuständigkeitsbereich des Verwalters fällt und ihn der Beirat dabei lediglich unterstützt. Konkret war es um einen Normenkontrollantrag gegangen, mit dem sich der Beirat gegen einen Bebauungsplan wandte (Aktenzeichen 2 A 3.15).

Die Grenzen der Befugnisse

Der Einfluss des Verwalters findet allerdings auch seine natürlichen Grenzen. Eine Vollmacht in der Teilungserklärung, wonach der Verwalter für alle mit dem Wohnungseigentum zusammenhängenden Angelegenheiten zuständig sei, ist unzulässig. Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main (Aktenzeichen 20 W 241/14) erkannte darin einen Verstoß gegen die wesentlichen Strukturprinzipien des Wohnungseigentumsrechts, wonach je nach Situation Beirat, Verwalter und einzelne Eigentümer einbezogen werden. Die vorliegende Lösung hätte es ermöglicht, dass der Verwalter bis in die ureigensten Rechte eines jeden Eigentümers hineinregiert (Aktenzeichen 20 W 241/14).

Quelle: Infodienst Recht und Steuern der LBS

 

Bei bestem Tenniswetter spielten am 10.06.2016 beim KNAX-Cup Finaltag auf der Anlage des Tennisclub Hohenstein Schülerinnen und Schüler von 12 Wittener Grundschulen um die begehrten KNAX-Cup Pokale.

Auf diesen Tag fieberten die teilnehmenden Zweitklässler schon lange hin, denn schließlich ging dem KNAX-Cup Finaltag ein wochenlanges Training mit Tennistrainern im Schulsportunterricht voraus. Zum abschließenden Wettbewerb, den der Tennisclub Hohenstein mit der Sparkasse Witten bereits zum 6. Mal gemeinsam ausrichtet, trafen sich die Schulteams nun auf dem Tennisplatz. Neben dem Spaß auf der Tennisanlage am Hohenstein, der auch in diesem Jahr wieder an erster Stelle stand, ging es einigen ehrgeizigen Teams auch um die Titelverteidigung.

Für reichlich Ballwechsel sorgten verschiedene Stationen, an denen die teilnehmenden Zweitklässler ihr Ballgefühl unter Beweis stellen konnten. Der beste Schlagabtausch gelang dabei der Brenschenschule, die sich den Titel in diesem Jahr zum ersten Mal erkämpft hat.

Im KNAX-Klub der Sparkasse Witten werden regelmäßig Aktionen für Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren angeboten. Die Mitgliedschaft ist kostenlos und kann an jeder Sparkassenzweigstelle in Witten erworben werden: In Begleitung eines Erziehungsberechtigten melden sich die Kids unverbindlich an. Für den KNAX-Klub-Ausweis bringen die Kinder am besten gleich ein Passfoto mit!

Foto: Barbara Zapka

 

Heute präsentieren wir Ihnen in unserer Reihe von Gastbeiträgen einen Artikel zum Thema Existenzgründung.

In dieser kleinen Reihe bisher erschienen:

Existenzgründung: Liquiditätsplan ungeheuer wichtig

Existenzgründung: Kostspielige Fehler vermeiden

Geschäftsführer-Knowhow: Delegieren per Matrix

Jan Evers

Wir freuen uns über die Mitarbeit von Dr. Jan Evers. Der Gründungsexperte ist Inhaber der Beratungsgesellschaft evers & jung in Hamburg. Für Ministerien, Banken und Wirtschaftsförderer entwickelt die evers & jung GmbH seit über 15 Jahren Konzepte und Lösungen, die Unternehmern das Gründen und die Selbstständigkeit erleichtern.

Unternehmertum: Bin ich ein Unternehmertyp?

In Wissenschaft und Ratgeber-Literatur wird sehr breit diskutiert, was einen Unternehmertyp bzw. eine Unternehmerpersönlichkeit ausmacht und ob man das lernen kann. Aus volkswirtschaftlicher Betrachtung sicher sehr wichtig – der einzelnen Person, die vor der Frage steht, sich selbstständig zu machen oder nicht, hilft das nur begrenzt. Genau dieser Person weiterzuhelfen, darum soll es hier gehen.

Sicher ist es für jeden ein Erkenntnisgewinn, einmal die wissenschaftlich recht abgesicherten Tests zu machen, wie sie auf

www.gruenderwerkstatt-deutschland.de

zu finden sind. Sich mit seinen Stärken und Schwächen auseinanderzusetzen, macht Sinn. Und das Tool ist hilfreich. (Ein Login ist nötig, aber der Test ist kostenlos und schnell gemacht.)

Aus meiner Beratungspraxis mit einigen hundert Gründern und Unternehmern würde ich im Folgenden das Thema einmal ganz eingedampft angehen.

Kann man Unternehmertum lernen?

Ja! Aber für die meisten ist es eine langjährige Entwicklungsaufgabe. Sie macht Spaß, wenn man Entwicklung als einen guten Prozess ansieht. Die Ratgeber, die die von mir beratenen Unternehmer und ich am effektivsten fanden, sind von  Michael E. Gerber, Stefan Merath, Jens Corssen. Am meisten gelernt habe ich im konkreten Austausch mit echten Unternehmerpersonen.

Was ist Unternehmertum?

Unternehmer sein bedeutet, die drei Kernaufgaben Fachmann, Manager und Visionär selbst zu verkörpern oder unter einen Hut zu bringen. Das heißt, die Kompetenz, die einem fehlt, gezielt bei sich selbst zu entwickeln, als Personal zu rekrutieren oder als Partner zu verpflichten.

Dass Unternehmen gegründet werden, um primär Geld zu verdienen – wie weitläufig angenommen wird – stellt meist aber nur eine zweitrangige Motivation dar. In der Praxis zeigt sich, dass die Mehrzahl der Gründer Personen mit einer sehr fachlichen Ambition sind. Sie wollen gute Arbeit machen und dafür honoriert werden.

Am Beispiel eines Tischlers:

Die fachlich getriebene Unternehmerperson möchte einfach bessere Tische machen, als es ihr in der bisherigen Anstellung möglich war. Sie hat den Vorteil, erkennen zu können, was gute Tische sind. Aber möglicherweise – und in der Praxis sehr häufig – den Nachteil, zu Produktverliebt zu sein. Der wunderbarste Tisch ist wenig wert, ohne Käufer oder wenn der erzielbare Preis nicht im Verhältnis zum Aufwand steht. Dafür ist üblicherweise der Manager da. Er sorgt dafür, dass die eingesetzten Ressourcen im Verhältnis zum Ergebnis stehen und Produktion und Verkauf zueinander passen. Am besten ist die Unternehmerperson beides, am zweitbesten sind es sich vertrauende Partner, die dieses Spannungsfeld positiv nutzen und sich gegenseitig für das Anderssein schätzen.

Häufig ist es nicht so. Die Fähigkeit des Visionärs – also des eher unternehmerisch Getriebenen – sorgt jetzt dafür, dass ein neuartiger Tisch entwickelt wird, der sich von dem Wettbewerb abhebt. Die Fähigkeit des Fachmanns sorgt dafür, dass man diesen Tisch auch bauen kann. Und die Fähigkeit des Managers dafür, dass der Aufwand im Verhältnis zum erzielbaren Preis steht – und dieser wenn möglich maximiert wird. Das Ganze ist ein Spannungsfeld. Und entweder die Unternehmerperson integriert diese Spannungen in der eigenen Person ODER in mehreren Personen.

Auf der Basis des sehr lesenswerten Buches von Michael E. Gerber „The E-myth“ oder deutsch „Wie Sie ein erfolgreiches Kleinunternehmen aufbauen“ haben wir ein Dreieck für dieses Spannungsfeld entwickelt, in der man sich selbst in einem Test einschätzt und das Spannungsfeld so für sich produktiv erlebbar machen kann. (Für beides ist kein Login nötig.)

Hier geht’s zum Test

Hier das Dreieck

Kann man Unternehmeraufgaben delegieren?

Ja! Allerdings ist es gefährlich, die Augen zuzumachen und Aufgaben lediglich mit der Motivation „ich will mich nicht drum kümmern“ zu delegieren.

Beispiel:

Viele Unternehmer drücken sich um das Thema Vertrieb. Sie stellen dann jemanden dafür ein. Da sie selbst keine Ahnung haben, wie Vertrieb funktioniert, stellen sie die falsche Person ein und schauen nicht genau hin. Sie erarbeiten keine gemeinsame Methodik, wie es gehen kann,  sondern warten auf andere. Das funktioniert nicht. Wenn es schief geht, beschweren sie sich über die Arbeitsmoral des Angestellten und alle sind frustriert. Besser ist es, eine Weile selbst Vertrieb zu machen, sich schulen zu lassen und die alten Kamellen von Vertrieb als unappetitliche Aufgabe über Bord zu werfen. Und dann den eigenen, authentischen Weg finden – passend zur Geschäftsidee. Und wenn es dann läuft und man weiß, wie es geht – dann jemanden zur Unterstützung einstellen.

Unternehmergemeinschaften

Das gilt auch in Geschäftspartnerschaften: Unterschiedliche Schwerpunkte ja, aber ein Grundverständnis für den Job des anderen sollte jeder haben. Und auch die Offenheit, Fragen zu stellen und gestellt zu bekommen. Langfristig die Augen zuzumachen vor den Kernthemen des Unternehmerdaseins – nämlich Personalführung, Vertrieb und gesunde Finanzen – das rächt sich meistens auch dann, wenn der Geschäftspartner die Verantwortung dafür übernimmt.

Dieser Artikel ist im Original auf dem SmartBusinessPlan-Blog erschienen.

Soweit der Beitrag von Dr. Jan Evers. Wir beraten Sie selbstverständlich auch in Sachen Selbständigkeit.

Machen Sie bei Interesse einfach einen Termin mit uns aus.

Und wenn Sie schon einen Schritt weiter sind, haben wir noch etwas ganz Besonderes für Sie: den SmartBusinessPlan.

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Objektbeschreibung

Diese moderne Eigentumswohnung wurde in 2014 komplett renoviert und überzeugt Sie durch eine gut strukturierte Raumaufteilung.

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Auf rund 88 m² Wohnfläche stehen Ihnen 3,5-Zimmer zur Verfügung. Das Gäste-WC und das Badezimmer mit bodengleicher Dusche sind geschmackvoll mit anthrazitfarbenen Boden- und hellen Wandfliesen ausgestattet.

Die Wohnung befindet sich in einem ruhig gelegenen und rundum gepflegten Vierfamilienhaus aus dem Jahre 1982.

Aufteilung

Diele/Flur, Gäste-WC, Küche, Badezimmer, Kinderzimmer, Schlafzimmer, Wohnzimmer, Terrasse

Ausstattung

  • 1 Tiefgaragenstellplatz
  • Ölzentralheizung
  • Holzfenster mit Isolierverglasung und Rollläden
  • modernes, neuwertiges Badezimmer mit bodengleicher Dusche
  • Gäste-WC
  • Wohnung 2014 komplett renoviert
  • helle Fliesen (Feinsteinzeug) in der Wohnung
  • Parkett im Wohnzimmer
  • Gartenanteil

Energieverbrauchskennwert

60 kWh/(m²*a)

Lage

  • ruhige, grüner Lage
  • Ortskerne von Bommern und Wengern schnell erreichbar
  • Naherholungsgebiete im direkten Umfeld

Bezug

bezugsfrei

Objektnummer

SIP-ID 45250035-131575

Lage

PLZ 58300
Ort Wetter-Wengern
Anzahl Etagen 1

Preise

Kaufpreis 179.000 €
Kaufpreis pro m² 2.023,74 €
Käuferprovision 3,57 % (inkl. MwSt)

Flächen

Wohnfläche ca. 88 m²
Gesamtfläche ca. 88 m²
Anzahl Zimmer 4

Zustand

Baujahr 1982
Energieausweis
Energieausweistyp Verbrauchsausweis
Energieverbrauchkennwert 60 kWh/(m²*a)
Baujahr laut Energieausweis 1982
Gebäudeart Wohngebäude
Wesentlicher Energieträger Öl

Kreditkarten werden von immer mehr Menschen als Zahlungsmittel genutzt. Vor allem im Urlaub werden die Karten schon lange als einfaches und bequemes Zahlungsmittel eingesetzt. Erst recht im Ausland, da dort die Kreditkarte als übliches Instrument zum Bezahlen etabliert ist – anders als in Deutschland. Hier dominiert die Girocard, im Sprachgebrauch immer noch EC-Karte genannt.

Und wie immer im Leben kann man es sich durch die Beachtung einiger Dinge leichter machen, zum Beispiel, wenn man ein paar  Sicherheitsregeln beachtet. So kann man das Risiko eines Missbrauchs vermeiden. Wir haben Ihnen hier ewas dazu aufgeschrieben:

Wenn Sie die Karte erhalten – das geschieht zumeist per Post -, unterschreiben Sie die Karte sofort.

Wenn Sie eine E-Mail erhalten, die Sie in irgendeiner Form auffordert, Kartennummer und PIN anzugeben oder auf einer anzuklickenden Seite einzugeben – nichts angeben und sofort die Mail löschen. Es handelt sich hier immer um einen Betrugsversuch.

Geben Sie im Internet niemals Ihre persönliche Geheimnummer preis. Die Betrüger arbeiten heute mit E-Mails und Internetseiten, die denen gängiger Kreditinstitute sehr ähneln. Auch wenn Sie im Internet mit Kreditkarte bezahlen wollen, können verschiedene Gefahren lauern. Ist Ihr PC nicht mit einer Firewall und einem Virenschutzprogramm versehen, können Kreditkarten-Daten unter Umständen schnell ausgelesen werden. Wenn Sie den eigenen Rechner oder das eigene Smartphone dazu nutzen, nutzen Sie besser alternative Zahlungsmöglichkeiten.

Ist Ihre Karte noch lang genug gültig? Prüfen Sie deutlich vor Ihrem Reiseantritt das Ablaufdatum auf der Vorderseite, damit Sie rechtzeitig die Folgekarte in Händen halten.

Prüfen Sie rechtzeitig vor der Reise auch Ihr Kartenlimit. Ist das Kartenlimit erreicht, werden Zahlungsvorgänge nicht mehr automatisch genehmigt. Im Zweifel sollten Sie sich rechtzeitig an Ihren Kundenberater wenden, um das Limit zu erhöhen.

Geben Sie Ihre Kreditkarte niemals (!) unbeaufsichtigt in andere Hände. Nicht an Verwandte oder Bekannte und schon überhaupt nicht an Verkäufer oder Kellner.

Werfen Sie die Belege und Quittungen nicht einfach weg. Häufig enthalten diese Belege auch die Kartennummer. Außerdem sollten Sie immer die Monatsabrechnungen anhand dieser Belege auf ihre Richtigkeit kontrollieren.

Lassen Sie sich am Geldautomaten oder beim Einkaufen nicht über die Schulter schauen, wenn Sie die PIN eingeben. Decken Sie zudem bei der Eingabe die Tastatur mit der freien Hand oder einem Gegenstand, zum Beispiel dem Portemonnaie, ab.

Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, wird aber gerne vergessen: Prüfen Sie immer den aufgeführten Rechnungsbetrag, bevor Sie ihn mit der PIN oder Ihrer Unterschrift bestätigen.

Und ganz wichtig: Bei Verlust oder Diebstahl Ihrer Kreditkarte sofort (!) umgehend den Sperrnotruf anrufen und die Karte sperren lassen.

Die Nummer lautet in Deutschland: 116 116*
Und im Ausland: +49 116 116*

*Kostenfrei aus dem deutschen Festnetz und über Mobilfunk innerhalb Deutschlands, gebührenpflichtig aus dem Ausland.

Im Oktober 2015 hat das Deutsche Fußballmuseum in Dortmund eröffnet. Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband unterstützt das Museum als Finanz-Partner. So können wir Ihnen heute eine tolle Rabattaktion präsentieren.

Ab sofort können Besucher unter Angabe des Kennwortes: „SPARKASSEimDFM“ einen Rabatt von 10 Prozent nutzen. Das geht online wie auch direkt vor Ort im Museum.

So funktioniert`s: Tickets online buchen, Code eingeben und 10 % Rabatt erhalten.

https://www.fussballmuseum.de/nc/tickets.htm

Natürlich kann das Ticket auch direkt im Museum – unter Angabe des Gutscheincodes „SPARKASSEimDFM“ – gekauft werden.

EM-Wochen im Fußballmuseum

Als Special zur EM bietet das Fußballmuseum vom 10. Juni bis zum 10. Juli 2016 Private Viewing in der EM-Arena, EM-Erlebnisführungen, eine Fotostation mit dem EM-Pokal und französische Spezialitäten in der Museumsgastronomie an.

Veranstaltungen

Das Fußballmuseum kann auch für Tagungen und individuelle Veranstaltungen (15 bis 600 Personen) gebucht werden. Die Eventabteilung des Fußballmuseums steht für Details zur Verfügung. Weitere Informationen unter www.deutschesfussballmuseum.de.

Es ist wieder so weit, die Sportabzeichen-Saison ist eröffnet! Deshalb bietet der StadtSportVerband Witten allen Interessierten am Sonntag, dem 05. Juni 2016, von 12.00 bis 18.00 Uhr im Wullenstadion die Möglichkeit, sich den Herausforderungen des Deutschen Sportabzeichens zu stellen. In den vier Disziplinen Ausdauer, Sprungkraft, Schnelligkeit und Koordination kann jeder sein Können unter Beweis stellen.

Alle Teilnehmer, die mindestens zwei Disziplinen erfolgreich absolviert haben, nehmen automatisch an einer Verlosung teil. Zu gewinnen gibt es attraktive Preise, die die Sparkasse Witten und der StadtSportVerband zur Verfügung stellen. Als Hauptgewinn wartet ein 5-Gramm Goldbarren im Wert von ca. 290 Euro auf einen glücklichen Sieger.

Richard Steinforth (Mitte), Leiter des Kundencenters der Sparkasse Witten, übergab den Goldbarren an Dagmar Möllers, Tanja Lücking, Ines Großer und Rainer Vogt vom StadtSportVerband Witten (v.l.).

Passend zur Sportabzeichen-Saison ist bereits im April 2016 der Sportabzeichen-Wettbewerb der Sparkassen-Finanzgruppe gestartet. Für die sportlichsten Leistungen oder die einfallsreichsten Beiträge werden Preise im Gesamtwert von 100.000 Euro ausgelobt.

Die Schulen und Vereine, die die meisten Sportabzeichen im Verhältnis zur Anzahl ihrer Mitglieder ablegen, landen ganz vorn. Anmelden können sich Schulen, Sportvereine Einzelpersonen oder Institutionen bis zum 31. Dezember 2016 unter www.sportabzeichen-wettbewerb.de.

Am frühen Mittwochmorgen (01.06.2016) ereignete sich um etwa 3.15 Uhr ein erfolgloser Sprengungsversuch eines Geldautomaten der Sparkasse Witten.

Am Selbstbedienungsstandort in Witten-Vormholz, Karl-Legien-Straße 5a, hatten drei bisher unbekannte Täter zwei Gasflaschen (Schweißgas und Sauerstoff) in das Selbstbedienungscenter verfrachtet. Dort stehen ein Geldausgabeautomat und ein Selbstbedienungsterminal zur Verfügung.

Die Täter haben anschließend das Gasgemisch über den Ausgabeschacht des Geldautomaten in das Gerät eingebracht. Trotz mehrfacher Versuche (auf den Aufzeichnungen der Überwachungskameras sind große Stichflammen der Verpuffungen deutlich zu erkennen) ist es den Tätern jedoch nicht gelungen, das Gasgemisch im Innern des Geldautomaten zu zünden.

Somit haben die technischen Vorkehrungen und Schutzmaßnahmen die beabsichtigte Sprengung des Geräts verhindert.

Die Täter wurden offenbar durch einen Kunden gestört, der am Geldautomaten Geld abheben wollte – und die zurückgelassenen Gasflaschen samt weiterer Ausrüstung vorfand. Dieser Kunde hat die noch geöffneten Gasflaschen abgedreht – und die Polizei verständigt.

Es gab glücklicherweise keine Personenschäden – und die Täter flohen ohne Beute. Der Geldautomat hat allerdings einen erheblichen Schaden erlitten. Trotz der mindestens drei Verpuffungsstichflammen sind jedoch keine nennenswerten Schäden am Gebäude entstanden.

Die Sparkasse Witten hatte erst im Herbst 2015 alle ihre Selbstbedienungseinrichtungen gegen Geräte der neuesten Generation ausgetauscht.

Den Kunden von Wittens größtem Kreditinstitut stehen an den Filialen, der Hauptstelle an der Ruhrstraße, den beiden SelbstbedienungsCentern und an acht zusätzlichen Geldautomatenstandorten in Witten insgesamt

–        31 Geldautomaten, davon übrigens 7 mit Einzahlfunktion
–        17 Selbstbedienungsterminals und
–        13 Kontoauszugsdrucker

zur Verfügung. Den Kunden der Sparkassen-Finanzgruppe stehen zwischen Flensburg und Oberstdorf rund 25.700 Geldautomaten kostenlos zur Verfügung.

Die Sparkasse Witten zählt zu den wenigen Instituten, die ihre Privatgirokonten mit gleich zehn Service-Garantien verknüpft. Eine davon regelt übrigens, dass etwa bei einem Ausfall der Geldautomaten an einem der Sparkassenstandorte in Witten außerhalb der Geschäftszeiten, der Sparkassenkunde selbstverständlich einen Geldautomaten einer Fremdbank nutzen kann – und die Sparkasse die so entstandenen Fremdgebühren – mindestens aber 5 Euro – erstattet.

Witten – die grüne Stadt: Überall gibt es Parks, Grünanlagen, Alleen, Gärten und Plätze – mit vielen unterschiedlichen Bäumen. Die lohnt es sich näher zu betrachten.

Die Diplom-Geografin und Vorsitzende der Naturschutzgruppe Witten „NaWit“ Birgit Ehses hat unterschiedliche Bäume unserer Heimatstadt mit großer Sachkenntnis beschrieben.

Die Porträts der Bäume und der vielen kleinen Details wie Blätter und Früchte steuerte der Wittener Diplom-Fotodesigner Stefan Ziese bei – und lädt damit auch optisch zum Staunen ein. Herzlichen Dank dafür an Birgit Ehses und Stefan Ziese.

Heute geht es um die Schwarz-Erle.

Schon gewusst?

Die heutige Erlenschule an der Holzkampstraße in Annen stand ursprünglich seit 1874 am Erlenweg („Schule in den Erlen”), auf einem ehemaligen Feuchtgebiet mit Erlenbewuchs. Nachdem das Gelände mit dem Schulhaus an die Firma Krupp verkauft worden war, entstand 1900 das neue Schulgebäude, das auch heute noch von einigen Schwarz-Erlen umgeben ist. Am alten Standort am „Erlenweg“, wo sich über 70 Jahre die Firma Wickmann befand, hat seit einigen Jahren, neben anderen Verwaltungs- und Gewerbebetrieben, das Technisches Rathaus der Stadt Witten seinen Sitz.

Kal2016_06_Juni_Blatt

Die Schwarz-Erle ist ein Pionier. Sie ist schnellwüchsig, äußerst lichtliebend und besiedelt vor anderen Bäumen nährstoffarme Böden, vorausgesetzt, es gibt dort genügend Wasser. Häufig wächst sie in Flussauen und an Bachläufen, in Sumpfgebieten, Mooren oder Bruchwäldern. Da solche Orte früher zuweilen als unheimlich galten, wurde die Erle im Volksglauben mit dem Teufel und der Hexerei in Verbindung gebracht.

Wie keine andere heimische Art kann die Schwarz-Erle Bodennässe ertragen und selbst länger andauernde Hochwasser unbeschadet überleben. Ihr Holz zählt zu den Weichhölzern, ist aber im Wasser sehr lange haltbar und beständig. Daher wird es bevorzugt zur Herstellung von Booten, Schleusen und Wasserleitungen genutzt. Schon in der Jungsteinzeit verwendete man Erlenholz für Pfahlbauten und sogar Venedig wurde auf Holzpfählen aus Erlen und Eichen errichtet.

Bei einem Schiffsausflug mit der „Schwalbe“ können wir die Schwarz-Erle häufig an den Ufern der Ruhr erblicken, wo sie zusammen mit Weiden und Pappeln in der Weichholzaue wächst. Sie bildet hier ein wichtiges Uferschutzgehölz, da sie mit ihren tief reichenden Wurzeln den Boden befestigt und verbessert. Das Wurzelwerk der Erle ragt häufig ins offene Wasser und ist Schutz- und Lebensraum für ver­schiedene Wassertiere wie Fische, Krebse, Libellen- und Steinfliegenlarven. Auch darüber hinaus bietet der Baum zahlreichen Insektenarten wie verschiedenen Schmetterlingen oder dem schwarzblauen Erlenblattkäfer Nahrung und Unterschlupf. Die Erlenfrüchte, die über den ganzen Winter am Baum verbleiben, dienen vielen Vogelarten wie Erlenzeisig und Stieglitz als Futter in der kalten Jahreszeit.

Kal2016_06_Juni_Blüte

Schon im Februar beginnt die Schwarz-Erle zu blühen und gehört damit zu den am frühesten blühenden heimischen Baumarten. Sowohl die männlichen als auch die weiblichen Blütenstände werden schon im Vorjahr angelegt. Die weiblichen Blüten, die vom Wind bestäubt werden, sitzen in kurzen, die männlichen in lang herabhängenden Blütenkätzchen. Ihre Früchte verholzen zu kleinen braunroten Zapfen, an denen man den Baum sowohl in belaubtem als auch unbelaubtem Zustand gut erkennt. Seitlich sind die winzigen Früchte mit korkigen luftgefüllten Auswüchsen versehen, die als Schwimmpolster dienen. Sie fallen zwischen Herbst und Frühjahr aus den Zapfen heraus und werden durch Wind und Wasser verbreitet. Wenn die Blätter der Erle im Herbst abfallen, sind sie noch grün. Das Laub verrottet schnell.

Kal2016_06_Juni_Frucht

Wegen der enthaltenen Farbstoffe wurde die Erle früher als Färberpflanze verwendet. Aus den Zweigen stellte man braune und aus den Blüten grüne Farbstoffe her. Der Name Schwarz-Erle beruht wohl auf der alten Verwendung ihrer Rinde zum Schwarzfärben von Leder sowie zur Herstellung schwarzer Tinte aus ihren Fruchtzapfen. Die alte Legende, nach welcher Erlen bluten, bezieht sich auf die rötliche Verfärbung des frisch geschlagenen Holzes. Daher wird sie mancherorts auch als Rot-Erle bezeichnet. Das gut bearbeitbare Holz der Schwarz-Erle wird als Möbelholz, Sperrholz und zur Herstellung von Bleistiften geschätzt. Früher fertigte man auch Holzschuhe daraus. Die lateinische Artbezeichnung „glutinosa“ bedeutig übrigens leimartig und bezieht sich auf die klebrigen jungen Triebe. Sie wurden früher gegen Mücken in den Häusern aufgehängt.

Goethes Erlkönig

Johann Wolfgang von Goethes Ballade „Erlkönig“ (Wer reitet so spät durch Nacht und Wind …) hat nichts mit der Erle zu tun. Der Dichter hat hier lediglich eine falsche Übersetzung Gottfried Herders aus einer dänischen Legende um einen „Elfenkönig“ (Ellerkonge) ins Deutsche übernommen. Durch dieses Missverständnis verhalf er der neu erfundenen mystischen Gestalt zu schnellem Ruhm.

Bei Dashcams handelt es sich um Kameras, die in Autos angebracht sind. Zweck ist die Beweissicherung. Ist der so ausgerüstete PKW irgendwo abgestellt und die Kamera in Betrieb, registriert der eingebaute Bewegungsmelder einen Menschen, der sich nähert, und schaltet sich automatisch ein.

Das passte der Nachbarin eines Dashcam-Besitzers nicht. Sie fühlte sich immer dann, wenn das Auto nahe ihrem eigenen Grundstück geparkt war, überwacht. Vor Gericht setzte sie sich damit durch. Man müsse hier abwägen zwischen den Interessen des Autobesitzers, eventuelle Sachbeschädigungen an ihrem PKW dokumentieren zu können, und dem Recht der Nachbarn auf informationelle Selbstbestimmung. Letzteres überwiege hier, weswegen die Kamera ausgeschaltet werden müsse (Landgericht Memmingen, Aktenzeichen 22 O 1983/13).

Textquelle: Infodienst Recht und Steuern der LBS